Homeoffice in Österreich

Stand: 27.4.2021

Telearbeit ist in Zeiten der Corona-Pandemie aktueller denn je. Nunmehr gibt es im Arbeits-, Steuer- und Sozialversicherungsrecht gesetzliche Neuerungen mit Wirkung seit 1.1. bzw. 1.4.2021, die allerdings auf Arbeit im Homeoffice eingeschränkt sind (Details siehe „Downloads“ rechts unten) und somit nicht für alle Formen von Telearbeit gelten. Die wesentlichen Neuerungen sind:

  • Aus Beweisgründen ist eine schriftliche Homeoffice-Vereinbarung erforderlich. Diese Vereinbarung kann aus wichtigen Gründen unter Einhaltung einer einmonatigen Kündigungsfrist zum Monatsletzten gekündigt werden.
  • Das Unternehmen hat bei regelmäßigem Arbeiten im Homeoffice die erforderlichen digitalen Arbeitsmittel zur Verfügung zu stellen. Stattdessen kann aber auch ein (pauschaler) Kostenersatz vereinbart werden.
  • „Rahmenbedingungen“ für Arbeit im Homeoffice können durch Betriebsvereinbarung geregelt werden.
  • Schädigen Haushaltsangehörige der Mitarbeiterin bzw. des Mitarbeiters das Unternehmen im Zusammenhang mit Arbeiten im Homeoffice, sind die haftungsmindernden Bestimmungen des Dienstnehmerhaftpflichtgesetzes sinngemäß anzuwenden.
  • Organe der Arbeitsinspektion sind nicht berechtigt Wohnungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu betreten.

Sozialversicherung, Steuer

  • Die Klarstellungen zum Unfallversicherungsschutz bei Arbeit im Homeoffice werden unbefristet verlängert.
  • Kosten für ergonomisches Mobiliar (z.B. Schreibtisch, Drehstuhl, Beleuchtung) können in der Höhe von bis zu 300 € pro Kalenderjahr als Werbungskosten geltend gemacht werden. Dies gilt bis Ende 2023.
  • Für bis zu 100 Homeoffice-Tage pro Kalenderjahr KANN ein Unternehmen ein beitrags- und steuerfreies „Homeoffice-Taggeld“ in der Höhe von bis zu 3 € pro Homeoffice-Tag zahlen (ein gesetzlicher Anspruch darauf besteht nicht!). Dies gilt bis Ende 2023.