Am 28. September 2026 veranstalteten der FEEI und der FMTI (Fachverband Metalltechnische Industrie) ein gemeinsames Webinar mit rund 35 Teilnehmenden aus der Industrie. Dabei präsentierte die AI Factory Austria (AI:AT) den Unternehmen einen praxisnahen Überblick über ihr Serviceangebot, von der ersten Orientierung bis zur begleiteten Umsetzung von KI Use-Cases.
Die AI Factory Austria im Überblick
Zum Auftakt stellte Ann-Sophie Brenk (AI:AT, AI and Business Growth) die AI:AT vor. AI:AT ist eine von EU-weit 19 AI Factories und wird von Advanced Computing Austria sowie dem AIT koordiniert. Das Konsortium vereint Partner aus Forschung und Wissenschaft und unterstützt Unternehmen dabei, das Potenzial von Künstlicher Intelligenz gezielt zu erschließen.
Über die europäische Initiative EuroHPC erhalten berechtigte Organisationen zudem kostenlosen Zugang zu Hochleistungsrechenkapazitäten in anderen EU-Mitgliedstaaten. Das Angebot der AI:AT reicht von KI-Beratung und der Bewertung von Use Cases bis zur Unterstützung bei der Umsetzung integrierter Lösungen. Wie die Unterstützung konkret aussieht, hängt vom KI-Reifegrad des Unternehmens ab.
Schulungsangebot und Executive Track
Ergänzend zum Beratungsangebot bietet die AI:AT kostenlose Schulungen für unterschiedliche Zielgruppen an. Dazu zählen ein Executive Track für Führungskräfte und Aufsichtsräte sowie praxisorientierte Trainings zu Themen wie KI-Anwendungen, Datenmanagement, wirtschaftlichen Nutzen von KI und vertrauenswürdigen KI-Einsatz. Seit dem Start der AI:AT haben bereits mehr als 2.800 Personen an Schulungsangeboten teilgenommen.
Praxisbeispiele aus der Industrie
Anhand anonymisierter Beispiele zeigte Axel Weissenfeld (AI:AT, Lead AI and Data Services), wie KI-Vorhaben in der Praxis aussehen können:
- ein Assistent für die Fertigung, der Wissen aus Handbüchern und Spezifikationen mit Quellenangabe auffindbar macht,
- ein lokal betriebenes Sprachmodell auf Open-Source-Basis, das die Datensouveränität stärkt,
- Prognosemodelle für die vorausschauende Instandhaltung von Maschinen.
Als zentrale Herausforderungen für Industrieunternehmen nannte Daniel Lehner (AI:AT, Experte für KI-Wissenstransfer) die Identifizierung von KI Use Cases im Fertigungskontext, das Erzielen von Erträgen aus KI-Investitionen, die Aufbereitung von Daten für KI sowie die Planung, Anbindung und Steuerung von agentischen Arbeitsabläufen. Außerdem wurde betont, dass Ergebnisse gemeinsam entwickelter Use Cases nicht automatisch veröffentlicht werden.
Im Anschluss an die Vorträge konnten die Teilnehmenden ihre Fragen direkt an die Vortragenden richten. Für konkrete KI-Vorhaben steht die AI:AT über ihr Kontaktformular als Ansprechpartnerin bereit.
Wenn Sie Zugang zur Aufzeichnung des Webinars wünschen, wenden Sie sich bitte an eberwein@fmti.at