Im aktuellen Global Innovation Index (GII) der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) belegt Österreich Rang 18 unter 139 Volkswirtschaften und verbessert sich damit um einen Platz gegenüber dem Vorjahr.
Besonders erfreulich ist die Entwicklung bei den Innovationsergebnissen: Österreich konnte sich in diesem Bereich von Rang 21 auf Rang 17 verbessern. Ausschlaggebend dafür sind unter anderem die hohe Forschungsintensität, starke wissenschaftliche Leistungen sowie internationale Patentanmeldungen.
Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung ist die heimische Elektro- und Elektronikindustrie (EEI). Als Enabler zentraler Zukunftstechnologien schafft sie die Grundlage für Innovationen in Bereichen wie Mikroelektronik, Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Robotik, Mobilität und Energietechnologien. Die Branche verbindet Forschung mit industrieller Anwendung und trägt damit maßgeblich zur Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Österreich bei.
Forschung als Grundlage für Innovation
Die Ergebnisse des Global Innovation Index bestätigen die Stärke Österreichs im Bereich Forschung und Entwicklung. Die EEI spielt auch hier eine wichtige Rolle: 2024 investierte die Branche rund 1,57 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Das entspricht rund 30 Prozent der gesamten industriellen F&E-Ausgaben im Land.
Besonders stark positioniert ist Österreich im Feld der Mikroelektronik. Dank einer hohen Unternehmensdichte, exzellenter Forschungseinrichtungen und enger europäischer Vernetzung nimmt Österreich bei Wertschöpfung, Beschäftigung und Forschung im Bereich elektronischer Bauelemente eine Spitzenstellung in Europa ein.
Aus Forschung muss Wertschöpfung werden
Der Global Innovation Index zeigt aber auch, wo Österreich noch aufholen muss: bei der Verfügbarkeit von Risikokapital und dabei, Innovationen noch rascher in wirtschaftlichen Erfolg zu übersetzen. Gerade für die Elektro- und Elektronikindustrie ist es entscheidend, Forschungsergebnisse schnell in marktfähige Produkte, neue Technologien und industrielle Anwendungen zu überführen. Dafür braucht es innovationsfreundliche Rahmenbedingungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Der FEEI setzt sich daher für eine gezielte Förderung von Forschung und Innovation sowie für die Stärkung europäischer Schlüsseltechnologien ein.