Mit „Leading Companies & Ecosystems“ wurde eine neue Förderausschreibung gestartet, die den Aufbau langfristiger Innovationspartnerschaften zwischen Industrie, KMU, Start-ups und Forschungseinrichtungen unterstützen soll. Bis 30. November 2026 können Projekte eingereicht werden.
Für die Elektro- und Elektronikindustrie sind solche Initiativen von besonderer Bedeutung, da sie dazu beitragen können, technologische Entwicklungen schneller in industrielle Anwendungen zu überführen und zusätzliche Investitionen in Forschung und Entwicklung anzustoßen.
Österreich verfügt über eine starke Forschungslandschaft. Um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts langfristig zu sichern, ist es jedoch entscheidend, Forschungsergebnisse rasch in Innovationen, Produktion und Wertschöpfung zu übersetzen. Genau hier setzt die neue Förderung an.
Im Rahmen des Programms entwickeln technologieorientierte Unternehmen gemeinsam mit kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), Start-ups und Forschungseinrichtungen langfristige Forschungs- und Entwicklungsroadmaps in strategisch wichtigen Technologiefeldern. In einem weiteren Schritt können daraus Innovationsökosysteme entstehen, die den Wissenstransfer sowie die industrielle Umsetzung neuer Technologien fördern sollen.
Fokus auf Schlüsseltechnologien und Zusammenarbeit
Für die Förderung stehen insgesamt 60 Millionen Euro zur Verfügung. Unterstützt werden sollen Projekte, die Unternehmen unterschiedlicher Größen sowie wissenschaftliche Einrichtungen entlang gemeinsamer technologischer Zielsetzungen vernetzen.
Aus Sicht der Elektro- und Elektronikindustrie sind starke Innovationsnetzwerke von zentraler Bedeutung. Gerade Schlüsseltechnologien in Bereichen wie Digitalisierung, Automatisierung, Energietechnik, Mikroelektronik oder industrielle Anwendungen entstehen zunehmend im Zusammenspiel von Forschung, etablierten Unternehmen und jungen Technologiebetrieben. Entscheidend ist dabei, dass neue Erkenntnisse nicht nur entwickelt, sondern auch erfolgreich in die industrielle Praxis übertragen werden können.
Potenzial für den Standort Österreich
Die internationale Wettbewerbsfähigkeit Österreichs hängt wesentlich davon ab, wie rasch neue Technologien entwickelt, skaliert und wirtschaftlich genutzt werden können. Programme, die Kooperationen zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen unterstützen, können dazu beitragen, Innovationsprozesse zu beschleunigen und zusätzliche Investitionen in Forschung und Entwicklung anzustoßen.
Die Einreichfrist für die erste Phase des Programms läuft bis 30. November 2026. Die Umsetzung erfolgt über die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG).