Bau-ID voraussichtlich ab 2022

Stand: 30.3.2021

Die Schaffung eines personalisierten Ausweises für Baustellen beschäftigt die Bau-­Sozialpartner schon seit Jahren. Im Jänner 2020 wurde schließlich die Bau-ID GmbH als Tochter der Bauarbeiter-­Urlaubs- und Abfertigungskasse gegründet. Das Ziel: die Entwicklung und der Betrieb einer freiwilligen Identifikationskarte für Arbeitskräfte auf Baustellen zwecks Bekämpfung von Schwarzarbeit und Sozialbetrug. In einem IT-System werden künftig die Stamm­­­daten der Arbeitskräfte hinterlegt oder über Schnittstellen abrufbar sein. Unternehmen, Beschäftigte und Prüforgane sollen so einen schnellen und unkomplizierten Überblick erhalten. – Die Erlangung solcher Bau-IDs für Arbeitskräfte, die auf Baustellen tätig werden, wird künftig auch für Unternehmen der Elektro- und Elektronikindustrie relevant sein.

Die Bau-ID GmbH ist noch nicht operativ tätig. Voraussichtlich werden die Vorbereitungen bis Ende 2021 laufen.

Für die Ausstellung der Bau-ID wird pro Person eine einmalige Gebühr zu zahlen sein. Dazu kommt eine laufende Gebühr, die für die jeweilige Person zu zahlen ist, so lange ihre Bau-ID aktiviert ist. Die Bau-ID kann für Zeiten, in denen sie nicht benötigt wird, vorübergehend deaktiviert werden.

Da die Bau-ID GmbH ein privatwirtschaftliches Unternehmen ist, können Baustellen-Betreiber Ausnahmen zulassen (z.B. wenn aufgrund einer Erkrankung einer Fachkraft rasch eine andere Person einspringen muss, die noch keine Bau-ID besitzt).