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Österreichische Kreislaufwirtschaftsstrategie

Lichtfunken

Mag. Sabine Harrasko-Kocmann

Umwelt & Nachhaltigkeit

harrasko@feei.at
+43/1/588 39-81

Am 28.5.2021 fand im Rahmen der Erstellung der Österreichischen Kreislaufwirtschaftsstrategie ein Workshop mit Schwerpunkt Elektro- und Elektronikgeräte statt, welcher vom Umweltbundesamt organisiert wurde.

Teilnehmer aus Organisationen entlang des gesamten Wertschöpfungskreislaufs lieferten wichtige Maßnahmen, die für das Gelingen einer Kreislaufwirtschaft beitragen können. In Arbeitsgruppen wurden diese Maßnahmen gesammelt und einer ersten Priorisierung durch die Workshopteilnehmer unterzogen.

Fokus der Arbeitsgruppen

Aufgabe der Arbeitsgruppen war es, zu vorab ausgewählten Zielen strategisch wichtige Maßnahmen für die Kreislaufwirtschaftsstrategie zusammen zu tragen, zu strukturieren und zu priorisieren:

Arbeitsgruppe 1 mit dem Ziel der Steigerung der Nutzungsdauer von Elektro-, und Elektronikgeräten.

Hier werden als Reparaturmöglichkeiten z.B. steuerliche Begünstigung etwa in Bezug auf Mehrwertsteuer entsprechend EU-Vorgaben, Lohnsteuer, etc. angesprochen, aber auch Bewusstseinsbildung Richtung Kunde, damit dieser nicht immer sofort ein „neues“ Produkt erwerben möchte. Festgehalten wird auch, dass in der Ökodesign-RL derzeit bereits Schritte zur Verlängerung der Nutzungsdauer gesetzt werden (reparierfähige Bildschirme/Handys, Verfügbarkeit der Ersatzteile).

Arbeitsgruppe 2 mit dem Ziel der Verringerung des Bedarfs an neuen Elektro-, und Elektronikgeräten durch neue Geschäftsmodelle (Dienstleistung statt Kauf, Leasing) und gemeinschaftliche Nutzung.

In dieser AG wurden beispielsweise Circular Economy Hubs für „Vorreiter“ von neuen Geschäftsmodellen genannt, aber auch die Förderung des modularen Aufbaus von Geräten, um Software-Upgrades zu ermöglichen und mechanische Bauteile auszubauen bzw. zu erneuern.

Arbeitsgruppe 3 mit dem Ziel der Steigerung des Recyclings von Elektroaltgeräten bzw. der Rückgewinnung bestimmter enthaltener Materialien. Maßnahmen zur Verbesserung des Wissens über das tatsächliche Aufkommen (Arten, Mengen) an EAG (Stichwort nicht getrennt gesammelte Großgeräte) war hier ein Thema, ebenso wie Detailinformationen zur Zusammensetzung der Geräte insbesondere zu Kunststoffarten. Österreich soll sich hier verstärkt auf EU-Ebene in seiner „Besteller-Verantwortung“ einbringen, insbesondere die Mitarbeit bei Erarbeitung von Normen und Standards so verstärkt werden.

Im 3. Quartal 2021 soll der Strategie-Entwurf vorliegen, eine Berichterstellung/Ministerrat erfolgt Ende 2021 mit Umsetzungsstart (Monitoring, Begleitung der Transformation) 2022.

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