Informations­artikel

Cybersicherheit der Energieversorgung

Sicherheitskonzept für die Cybersicherheit in der Energieversorgung, digitaler Schutzschirm.
Die Energiewende muss im Cyberspace geschützt sein
Ein professionelles Porträt eines Mannes in Businesskleidung vor einer technischen Hintergrundwand.

Kristof Klikovits, BA, BSc

Energie
Umwelt & Nachhaltigkeit

klikovits@feei.at
+43/1/588 39-67

Paul Johannes Klesnar, BSc, professioneller Elektroingenieur vor digitalem Hintergrund.

Paul Johannes Klesnar, BSc

Forschung & Innovation

klesnar@feei.at
+43/1/588 39-83

Digitalisierung ist die Basis für die erneuerbare Energieversorgung mit hohem dezentralem Anteil. Aktivitäten wie datenbasierte, automatisierte Steuerungsvorgänge sind notwendig, um die Energiewende zu erreichen und die Sicherheit von Geräten zu gewährleisten. Zeitgleich mit dem Voranschreiten der Digitalisierung nehmen auch Cyber-Attacken zu, die vermehrt auch von rivalisierenden Staaten ausgenutzt werden. Ein Hacking-Angriff Russlands auf die Ukraine, welcher die Überwachung von Windkraftanlagen in Deutschland behinderte, zeigt, dass das Risiko eines Fernzugriffs von Systemherstellern aus Nicht-EU-Ländern die österreichische Souveränität gefährden kann.

Doch nicht nur Energieversorger bieten eine Angriffsfläche für Hacker: Bereits heute ist durch die privaten PV-Anlagen in Europa so viel Energie durch ausländische Server fernsteuerbar, dass die Energieversorger im Konfliktfall ein Blackout nicht verhindern könnten.

Im Jahr 2022 gelang es der Hackerorganisation DIVD durch ein ungeschütztes Passwort, die Kontrolle über fast eine Millionen Wechselrichter eines chinesischen Herstellers zu erlagen. Dies hätte es der Organisation ermöglicht, Schadsoftware auf die Geräte hochzuladen oder Kunden auszuspionieren.

Der FEEI fordert daher in sensiblen Bereichen den Einsatz von vertrauenswürdiger europäischer Hard- und Software. Es ist essenziell, dass die Hersteller von energierelevanten Geräten wie PV-Wechselrichtern, E-Autos, Ladestationen oder Heimspeichern nicht unter staatlicher Kontrolle stehen. Wichtig ist eine hohe Diversität an (europäischen) Herstellern, die zeitliche Staffelung von Updates sowie ein EU-Monitoring, um die Bevölkerung vor unerwünschten Folgen zu schützen.

 

(c) standret | www.adobe.com

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