Empfehlungen zur Umsetzung von 5G in Österreich mit Fokus auf Forschung, Technologie und Innovation

In Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Innovation, Verkehr und Technologie (BMVIT) hat der FEEI Empfehlungen zur Umsetzung von 5G in Österreich mit Fokus auf Forschung, Technologie und Innovation erarbeitet.

Da der globale mobile Datenverkehr bis Ende 2024 voraussichtlich um das Siebenfache wachsen wird, besteht Bedarf an einer effizienteren Technologie- und Frequenznutzung sowie höheren Datenraten. Neue Anwendungen wie 4K/8K-Video-Streaming, Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) sowie neue industrielle Anwendungsfälle wie Industrie 4.0 und automatisches Fahren erfordern eine höhere Bandbreite, eine größere Kapazität, Zuverlässigkeit und Sicherheit sowie geringe Latenzzeiten.

Aufbauend auf der 5G-Strategie des Bundes sollen hier Empfehlungen zur Umsetzung präsentiert werden, die eine sinnvolle Entwicklung und Nutzung der 5G-Technologien in Österreich sicherstellen sollen. Vor allem Rahmenbedingungen, die Wertschöpfungspotenziale ergeben, sollen aufgezeigt werden. Es gilt, eine Evaluierung des disruptiven Potenzials verschiedener 5G-Use-Cases (technologisch und wirtschaftlich) durchzuführen und Österreich als Technologievorreiter für 5G zu positionieren.

5G wird einen wesentlichen Teil dazu beitragen, eine flächendeckende Verfügbarkeit von Breitbandinternet zu garantieren. Aber vor allem wird die Technologie ein wichtiges Werkzeug sein, das Österreichs Wirtschaft als essenzielle Basis für die Entwicklung neuer Technologien, Applikationen und Services braucht.

Österreich hat viele technologische Stärkefelder, bei denen 5G implementiert werden könnte, wie z. B. automatisches Fahren, smarte Energiesysteme, Industrie 4.0, E-Health und digitalisierte Verkehrssysteme. Eine Vielzahl an österreichischen Unternehmen ist in den genannten Stärkefeldern international erfolgreich und würde von einer gezielten Schwerpunktsetzung der Innovationspolitik profitieren.

Frühere Mobilfunkgenerationen orientierten sich hauptsächlich an den Anforderungen der Konsumenten wie Sprachtelefonie und SMS in 2G, Web-Browsing in 3G und Video- Streaming und höheren Geschwindigkeiten in 4G. Der Übergang von 4G zu 5G muss sowohl Endverbrauchern als auch verschiedenen Industrien zugutekommen, wofür entsprechende Rahmenbedingungen zu gestalten sind.

5G ist eine integrierte Mobilfunk- und Netztechnologie, die über Funk – also in bestimmten Frequenzbereichen – physische Gegenstände (Endgeräte, Sensoren, Aktuatoren) miteinander und mit dem Internet vernetzt. Hierdurch entsteht ein sogenanntes cyberphysisches Ökosystem.