Wirtschaftsbericht 1. Quartal 2016

Wirtschaftsbericht Q1 2016

Global Player: Elektro- und Elektronikindustrie bleibt Exportkaiser

Die Unternehmen der Elektro- und Elektronikindustrie exportierten Produkte und Dienstleistungen von in Summe 15,68 Mrd. Euro. Trotz der schwachen Wirtschaftsentwicklung und verhaltener Investitionen im EU-Raum – dem wichtigsten Markt – verzeichneten die Exporte ein Plus von 4,1 Prozent. Vor allem die Exporte nach Deutschland haben sich sehr gut entwickelt (plus 6,6 Prozent), aber auch Polen, Italien und Tschechien sorgten für eine positive Bilanz.

Der Export in die USA, dem zweitwichtigsten Handelspartner der Branche, konnte 2015 nach starken Zuwächsen in den Vorjahren um weitere 7,5 Prozent ausgeweitet werden. In den vergangenen acht Jahren verdoppelten sich damit die Ausfuhren nach Nordamerika.

Der Export nach Asien stieg 2015 lediglich um 1,0 Prozent. Maßgeblich dafür waren Rückgänge in Saudi-Arabien und Korea. Trotz der langsameren wirtschaftlichen Entwicklung Chinas wurde auch 2015 wieder mehr in die Volksrepublik exportiert (plus 3,6 Prozent).

Ausblick

Die österreichische Elektro- und Elektronikindustrie blickt zuversichtlich auf das laufende Jahr 2016. Sowohl der Auftragseingang (plus 5,6 Prozent) als auch der abgesetzte Produktionswert (plus 8,3 Prozent) lagen im ersten Quartal deutlich über Vorjahresniveau. Die Exportwerte verzeichnen ein Plus von 1,4 Prozent. Der niedrige Euro-Kurs und die gesunkenen Energie- und Rohstoffpreise begünstigten die Ausfuhren der Branche. Österreich ist ein Exportland und sollte von der anziehenden Weltkonjunktur profitieren. 2016 und 2017 liegen die Prognosen für die Weltwirtschaft bei 3,1 bzw. 3,4 Prozent. Während sich die Wirtschaft in den USA auf einem stabilen Wachstumspfad befindet, gibt China Anlass zur Sorge. Das Wachstum schwächt sich seit einigen Jahren schrittweise ab.

Die Konjunkturaussichten für Österreich sehen nach wie vor verhalten aus. Wirtschaftsforscher erwarten für 2016 ein Wachstum in Höhe von 1,4 Prozent – das ist erneut weniger als im EU-Durchschnitt. Gründe für das spärliche Wachstum sind die restriktive Investitionspolitik, Konsolidierungen der öffentlichen Haushalte und Sparpläne der Regierungen. Die Auswirkungen des Brexit wird die Branche kurzfristig spüren. 

Mag. Katharina Holzinger

+43 1 588 39 63
+43 664 619 25 09

Downloads