Österreichs Bahnindustrie ist Export-Spitzenreiter und Patent-Weltmeister

Die österreichische Bahnindustrie hat eine beachtliche volkswirtschaftliche Bedeutung: Die Multiplikator-Effekte miteinberechnet, trägt sie 2,1 Milliarden Euro zur heimischen Wertschöpfung bei und sichert über 20.300 Arbeitsplätze in Österreich. Eine Exportquote von 70 Prozent zeigt, dass sich die österreichischen Betriebe auch international behaupten. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist dabei ihre Innovationskraft: Mit 41 Patenten pro einer Million Einwohner liegt die Branche weltweit auf Platz Eins. Das ergibt die aktuelle Studie des Economica Instituts, die Verband der Bahnindustrie in Auftrag gegeben hat.

9.000 Beschäftigte erwirtschaften 3,1 Milliarden Euro Umsatz mit einer Exportquote von 70 Prozent

In Österreich sind über 9.000 Personen in den Unternehmen der Bahnindustrie beschäftigt und erwirtschaften 3,1 Milliarden Euro an Umsatz. Die innovativen Lösungen und Produkte der österreichischen Bahnindustrie werden weltweit exportiert – die Exportquote beträgt rund 70 Prozent, „Wir exportieren mehr als zwei Drittel unserer Produkte weltweit. Unsere wichtigsten Exportländer sind Deutschland, gefolgt von der Schweiz, Japan und Großbritannien. Im Jahr 2015 wurden nur im Bereich Schienenfahrzeuge und zugehörige Ausrüstungen im Wert von 1,27 Milliarden Euro exportiert, während die Importe bei 0,61 Milliarden Euro lagen. Gleichzeitig schaffen wir hohe Wertschöpfung in Österreich“, erklärt Thomas Karl, Präsident des Verbandes der Bahnindustrie.

Video-Animation: sovimark.at

6-prozentige-F&E-Quote ist Triebfeder für den Erfolg der heimischen Bahnindustrie

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor der österreichischen Bahnindustrie ist ihre Innovationskraft. „Österreich ist Patenterfinder-Weltmeister bei der Bahn und belegt in der internationalen Patentstatistik im Bereich Bahn und Schiene mit 41 Patenten pro eine Million Einwohner den Platz eins. Die Forschungs- und Entwicklungsquote umsatzbezogen beträgt rund 6 Prozent. „Zahlreiche Unternehmen der österreichischen Bahnindustrie haben ihre weltweit agierenden Kompetenzzentren in Österreich. Die hohe Forschungsquote von 6 Prozent im Zusammenspiel mit Produktion in Österreich ist unser Erfolgsrezept“, erklärt Karl. Die Innovationskraft zeigt sich insbesondere in den Bereichen von Schienen, Weichen, Bahnbaumaschinen, elektrischen Antrieben, Fahrwerken und Drehgestellen, Reisezugwagen, U-Bahn-, Stadtbahn- und Straßenbahnzügen sowie bei Sicherungs-, Leit- und Kommunikationssystemen.

Herausforderungen der Zukunft: Internationaler Wettbewerb und Digitalisierung

Für die in Österreich aktiven Bahnindustrieunternehmen sind faire und nicht diskriminierende Rahmenbedingungen für internationale Handelsbeziehungen eine ganz wesentliche Voraussetzung für ihren wirtschaftlichen Erfolg. Die Digitalisierung wird die Bahnindustrie in den kommenden Jahren in vielfacher Hinsicht fordern. Für einfache Lösungen wie Informationsangebote, über das Angebot von verkehrsträgerübergreifenden Verbindungen bis zu automatisierten Fahren wird die Innovationskraft der Bahnindustrie gefragt sein.

Bahnindustrie in Österreich

Wirtschaftsfaktor Bahnindustrie
Kennzahlen Bahnindustrie 2017

Verband der Bahnindustrie

Der Verband der Bahnindustrie wurde 2005 als eigenständiger Branchenverband gegründet. Er repräsentiert einen starken und stetig wachsenden, innovativen und exportorientierten Wirtschaftsbereich. Die rund 25 Mitgliedsunternehmen kommen aus allen Produktions- und Entwicklungsbereichen, die Lösungen für die verschiedensten Schienenverkehrssysteme realisieren. Das reicht von Sicherungs-, Leit- und Kommunikationssystemen über Antriebskomponenten bis hin zu kompletten Triebzügen.