bmvit präsentiert E-Mobilitätspaket für Österreich

Elektromobilität

Verkehrsministerium, Umweltministerium und die Automobilbranche haben für Österreich ein Paket zur Förderung von Elektromobilität in Höhe 72 Millionen Euro geschnürt. Insgesamt erhoffen sich die Ministerien, damit bis zu 16.000 zusätzliche E-Autos auf die Straße zu bringen. Europaweit sind mehrere Initiativen für den Ausbau von Ladeinfrastruktur am Entstehen.

Das österreichische Maßnahmenpaket umfasst Anreize für den Kauf von Elektro-Fahrzeugen, den Aufbau von E-Ladestationen und eine eigene Nummerntafel für E-Autos. Der Bau von öffentlich zugänglichen Schnellladestationen werde ab dem kommenden Jahr mit 10.000 Euro pro Ladestation gefördert, heißt es in einer Presseaussendung des Verkehrsministeriums. Darüber hinaus werde auch der Ausbau der E-Ladeinfrastruktur an Bahnhöfen und Autobahnen vorangetrieben. Insbesondere an Park&Ride-Anlagen an Bahnhöfen sind insgesamt 50 neue Ladestationen geplant. Die ersten Standorte sollen bereits bis Mitte 2017 mit Ladestationen ausgestattet werden.

Am hochrangigen Straßennetz soll an allen Raststationen eine Schnellladeinfrastruktur bereitstehen – damit wird eine flächendeckende Versorgung am ASFINAG-Straßennetz sichergestellt. Österreich schwenkt damit auf den Weg des deutschen Verkehrsministeriums ein, das 400 Schnellladestationen für Elektrofahrzeuge an Autobahn-Raststätten implementieren will. Die großen deutschen Autohersteller Daimler, BMW, der Volkswagen-Konzern mit Audi und Porsche sowie Ford planen ebenfalls den gemeinsamen Bau von Schnellladestationen – ab 2017 in einem ersten Schritt 400 Schnellladestationen entlang der großen Verkehrsachsen in Europa. Bis 2020 sollen es mehree tausend sein. Die Autobauer folgen damit dem Beispiel von Tesla, der weltweit entlang der Autobahnen bereits mehr als 700 Ladestationen mit fast 5.000 Ladeplätzen betreibt.

Potenziale für die Elektro- und Elektronikindustrie

Für die Elektro- und Elektronikindustrie liegen die größten österreichischen Potenziale in den Komponenten Traktionsbatterien Leistungselektronik und Elektromotor. Elektromobilität erfordert auch einen forcierten Aufbau neuer Infrastruktur, um die Fahrzeuge mit dem jeweiligen Energieträger zu versorgen.

Zur Erhaltung und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Industrie muss es im Sinne einer effektiven Standortpolitik das Ziel sein, die mit innovativer und sauberer Mobilität zusammenhängenden Themen aktiv voranzutreiben. „Wichtig ist, dass Elektromobilität dabei als innovatives Gesamtsystem verstanden wird, das von Plug-in-Hybridfahrzeugen mit Range Extender über batterieelektrische Fahrzeuge bis hin zu Ladetechnologien und intelligenten Stromnetzen auf einer Vielzahl von verschiedenen Technologien aufbaut“, so Lothar Roitner, FEEI-Geschäftsführer.