„Öffentliche Beschaffung als Innovationsmotor"

Bundesminister Alois Stöger
Bundesminister Alois Stöger

Bundesminister Alois Stöger kommentierte im FEEI Jahresbericht 2014/5 die Vorreiterrolle der Elektro- und Elektronikindustrie für innovative öffentliche Beschaffung:

"Der öffentliche Sektor Österreichs ist ein wesentlicher Impulsgeber für unsere Wirtschaft. Jährlich kaufen Ministerien, Länder und Gemeinden sowie öffentliche Unternehmen um geschätzte 40 Milliarden Euro ein. Das ist ein gewaltiger Hebel, den wir einsetzen können, um Innovationen zu fördern und voranzutreiben – und das mit doppeltem Nutzen: Innovationen und Technologien österreichischer Firmen und Forschungseinrichtungen finden so zum Markt und der öffentliche Sektor wird durch diese Beschaffungen effizienter, intelligenter und innovativer. Deshalb hat mein Ressort die Forschungsförderung um nachfrageseitige Ansätze, also durch die innovationsfördernde öffentliche Beschaffung (IÖB), ergänzt.

Der öffentliche Sektor ist zum effizienten und sparsamen Einsatz seiner Mittel verpflichtet. Das gilt heute mehr denn je. Deshalb ist es uns wichtig, nicht nur die Anschaffungskosten von Produkten und Dienstleistungen zu betrachten – die bei Innovationen in der Regel höher sind –, sondern die gesamten Lebenszykluskosten eines Produkts zur Entscheidung heranzuziehen.

"Auch in der Elektronikindustrie mit ihren kurzen Produktzyklen ist Innovation ein zentrales Kriterium für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit."

 

Ein gutes Beispiel für diesen innovationsfördernden Einsatz der öffentlichen Mittel ist etwa der Umstieg auf LED-Beleuchtung. Damit spart die öffentliche Hand nicht nur mittelfristig Kosten, Energie und Treibhausgase ein, sie unterstützt auch unsere Beleuchtungsindustrie dabei, ihre innovativen Produkte in den Markt zu bringen.

Um die innovationsfördernde öffentliche Beschaffung umzusetzen, haben wir nicht nur im Ministerrat ein Leitkonzept beschlossen, sondern auch das Bundesvergabegesetz um „Innovation“ als sekundäres Beschaffungskriterium ergänzt. Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft haben wir eine „IÖB-Servicestelle“ in der Bundesbeschaffungsgesellschaft etabliert, die allen Interessierten ihre Unterstützung anbietet. Im Rahmen von Veranstaltungen können sich hier öffentliche Beschafferinnen und Beschaffer sowie innovative Unternehmen austauschen und voneinander lernen. Zudem können wir durch den IÖBProjektwettbewerb öffentliche Beschaffer im Vergabeverfahren finanziell und beratend beim Kauf innovativer Produkte unterstützen.

Auch in der Elektro- und Elektronikindustrie mit ihren kurzen Produktzyklen ist Innovation ein zentrales Kriterium für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit. Deshalb freut es mich, mit dem FEEI einen verantwortungsvollen Ansprechpartner gefunden zu haben, mit dem wir schon gemeinsame Veranstaltungen – wie etwa den Beschaffertag zum Thema „Innovationen am Arbeitsplatz“ im Oktober 2014 – realisieren konnten.

Deshalb lade ich alle Mitglieder des FEEI herzlich ein, von unserem Angebot Gebrauch zu machen und bin mir sicher, dass wir alle davon profitieren werden."