Octopus: Einfache Lösung für Risikomaterialien

Forschung und Entwicklung

Neue Datenbank-Lösung für REACH, RoHS, RISL und Conflict Minerals

Unternehmen sind verpflichtet, nachgeschaltete Anwender zu informieren, wenn ihre Produkte gewisse gelistete Stoffe enthalten. Der Non-Profit-Verein octopusdata.net macht es mit einer interaktiven Datenbank für Bestandteillisten und Stoffe von Katalogteilen möglich, den Nachweis unbürokratisch, rasch und effizient zu erbringen.

Da proaktive Informationen über REACH, RoHS, RISL und Conflict Minerals von Lieferanten an (österreichische) Unternehmen die Ausnahme sind, ist ein sehr hoher Zeit- und Ressourcenaufwand notwendig, diese Informationen von den entsprechenden (oft zahlreichen) Lieferanten und Zulieferern zu bekommen.

„Octopus unterstützt hierbei vor allem klein- und mittelständische Unternehmen, die die Ressourcen dafür nicht haben. Bestandteile und Stoffe werden mit Octopus einfacher zugänglich gemacht und stehen gleichzeitig vielen Unternehmen zur Verfügung“, erklärt Richard Schwanzer, Präsident des Vereins, die Vorteile der neuen Plattform und verweist auf die REACH Verordnung, eine der umfangreichsten Verordnungen, die jemals von der EU verabschiedet wurde. Deren Auswirkungen betreffen vor allem die Elektro- und Elektronikindustrie.

„Octopus bietet eine innovative Lösung.“

Florian Schnurer, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Vereins Octopus

Der FEEI führt die Geschäfte des Vereins Octopus und forciert den Prozess der Vernetzung und Kooperation mit Schwesterverbänden oder Dachgesellschaften wie dem ZVEI, Orgalime oder auch dem Umweltministerium, UBA, Wirtschaftsministerium u.a. Das Projekt auf eine internationale Bühne zu heben, stellt für den FEEI eine weitere Herausforderung dar, die in den nächsten Jahren bewältigt werden soll.

Durch die Bereitstellung von Informationen, Newslettern und Symposien sowie durch die gemeinsame Nutzung von Daten wird die Gemeinnützigkeit des Vereins unterstrichen. „Dem FEEI ist es ein besonderes Anliegen, innovative Lösungen zu unterstützen, die es unseren Mitgliedern ermöglichen, unkompliziert den rechtlichen Regelungen nachzukommen. Deshalb unterstützen wir octopus-data.net und sind vom Erfolg dieser Lösung überzeugt“, so Florian Schnurer, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Vereins im FEEI.

Weltweit einzigartiges Angebot

Weder in Europa noch weltweit gibt es derzeit Vergleichbares. Octopus zeichnet sich vor allem durch den freien Zugang für Lieferanten und dem Schutz des geistigen Eigentums des jeweiligen Unternehmens aus. Letzterer ist nur in der von Octopus angebotenen Lösung zu 100 Prozent verankert. Mitglieder genießen durch den Verein einen besonderen Komfort, da dieser die Unterstützung durch das Servicecenter und die Möglichkeit der Auslagerung aller Tätigkeiten für REACH, RISL, RoHS und Conflict Minerals anbietet.

An wen müssen Daten der Produkte übermittelt werden?

Es gibt „downstream“ und „upstream“-Verpflichtungen. Upstream: Der Anwender meldet dem Lieferanten die Anwendung für den besonders gefährlichen Stoff. Downstream: Der Lieferant meldet dem Kunden Stoffe, Zubereitungen und Stoffe, verbaut in Produkten. Importeure und In-Verkehr-Setzer sind zur Registrierung der Stoffe bei der ECHA (European Chemicals Agency) verpflichtet.

Wer überprüft die Einhaltung der diversen Verordnungen?

In Österreich beschäftigen sich das Umweltbundesamt und das Lebensministerium mit der Materie. Die Überprüfung findet durch nationale Chemikalieninspektionen statt. In der Praxis wird zusätzlich bei Lieferanten-Audits auf Einhaltung dieser Vorschriften großer Wert gelegt. Bei Ausschreibungen werden verstärkt Zertifikate verlangt, die die Einhaltung der Verordnungen und Vorschriften bestätigen. Verschiedene Großunternehmen verpflichten bereits heute ihre Zulieferer zur automatischen Erstellung dieser Dokumente oder zur Wartung der Daten in einem Lieferantenportal.

Wie können sich Unternehmen dagegen schützen?

Es gibt keinen Schutz vor REACH! Die Verordnungen gewährleisten Aufklärungsarbeit, dienen der Sicherheit der Menschen im Umgang mit diesen Stoffen und klären über Auswirkungen auf die Gesundheit auf.

Die Vision

Lieferanten erfüllen jegliche Verpflichtungen für ihre Kunden in Europa, indem sie ihre Daten für freigegebene Bauteile und Produkte auf der Plattform octopus-data.net abgeben. Im System sind Daten für Millionen von Bauteilen in Bezug auf REACH, RoHS, RISL und Conflict Minerals abrufbar. So umspannen die Tentakel des Octopus ganz Europa.

Der Nutzen

Octopus bietet eine kosteneffiziente, personalsparende und wirksame Lösung, um alle Anforderungen der europäischen und amerikanischen Verordnungen REACH, RISL, RoHs und Conflict Minerals abzudecken.

Datensicherheit

Octopus garantiert die Sicherheit der Daten: Stücklisten sind nur für das eigene Unternehmen einsehbar. Gekennzeichnete Bauteile stehen ebenfalls nur dem eigenen Unternehmen zur Verfügung. Das Datensharing bezieht sich nur auf allgemein verfügbare Katalogteile.

Die Kosten

Unternehmen, die die Datenbank nutzen möchten, müssen dem Non-Profit-Verein Octopus-data.net beitreten. Als Mitglied stehen Ihnen laufende Informationen und Fachveranstaltungen offen. www.octopus-data.net