Elektro- und Elektronikindustrie zur Wifo Studie: Digitalisierung schafft Jobs – braucht aber gute Infrastruktur

Pressemeldung vom 01.02.2019

Die Digitalisierung schafft in Österreich unterm Strich einen Beschäftigungszuwachs, berichtet das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) in seiner aktuellen Studie. Demnach lassen Prognosen, die sich ausschließlich dem Verdrängungspotenzial durch Automatisierung und Digitalisierung widmen, die positiven Auswirkungen auf Nachfrage und Wettbewerbsfähigkeit durch Produktivitätsgewinne, neue Produkte und Märkte außer Acht.

„Über 65.000 hoch qualifizierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Elektro- und Elektronikindustrie Österreichs arbeiten an innovativen Dienstleistungen und Produkten. Damit ist die Branche Treiber für den digitalen Fortschritt in ganz Österreich. Forschungsprojekte wie die vom Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI) mitgegründeten Silicon Austria Labs in Oberösterreich, Kärnten und der Steiermark schaffen selbst rund 500 neue, innovative Arbeitsplätze“, so Lothar Roitner, Geschäftsführer des FEEI. „Wir begrüßen alle Maßnahmen, wie den 5G-Ausbau oder die Strategie für Künstliche Intelligenz, die diesen Wandel unterstützen“, so Roitner.

Die Wifo-Studie zeigt jedoch auch, dass höhere Bandbreiten zwar für mehr Beschäftigung sorgen, aktuell aber nicht die Landflucht bremsen. Digitalisierung alleine sei, laut Wifo, noch kein Heilmittel für die Stadt-Land-Kluft in Österreich. „Trotz der positiven Entwicklungen sehen wir als Interessenvertretung des zweitgrößten Industriezweigs Österreichs, genauso wie das Wifo, die dringende Notwendigkeit im Ausbau der Infrastruktur in ländlichen Gebieten. Vor allem aber müssen gute technische Berufsausbildungen ermöglicht und Fachkräfte für die neu geschaffenen Arbeitsplätze  ausgebildet werden. Es ist daher für die Elektro- und Elektronikindustrie unerlässlich, sich weiterhin für die Schaffung der Rahmenbedingungen einzusetzen, die zur Sicherung Österreichs als erfolgreichen Wirtschaftsstandort beitragen“, so Roitner abschließend.

Der Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie vertritt die Interessen des zweitgrößten Industriezweigs Österreichs mit rund 300 Unternehmen, über 65.000 Beschäftigten und einem Produktionswert von 17,4 Milliarden Euro (Stand 2017). Gemeinsam mit seinen Netzwerkpartnern – dazu gehören u. a. die Fachhochschule Technikum Wien, UFH, die Plattform Industrie 4.0, das Forum Mobilkommunikation (FMK), der Verband Alternativer Telekom-Netzbetreiber (VAT) und der Verband der Bahnindustrie – ist es das oberste Ziel des FEEI, die Position der österreichischen Elektro- und Elektronikindustrie im weltweit geführten Standortwettbewerb zu stärken. www.feei.at

Rückfragehinweis: 

Mag. Katharina Holzinger

+43 1 588 39 63
+43 664 619 25 09