FEEI-Sparte Licht: Biologisch wirksames Licht für bessere Laune und gegen den Winterblues

Pressemeldung vom 27.02.2017
Infografik_Biologisch_wirksames_Licht
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  • Human Centric Lighting wirkt über Rezeptoren auf der Netzhaut
  • Einfluss von biologisch wirksamem Licht belegt

 Der positive Effekt von Tageslicht auf den menschlichen Organismus ist unbestritten. Architekten und Lichtplaner können in Büro-, Wohn- und Schulgebäuden diese positive Wirksamkeit dank intelligenter Lichttechnologien das ganze Jahr über nützen. „So genanntes Human Centric Lighting hilft beim Kampf gegen den Winterblues, führt zu besserer Laune, weniger Müdigkeit und weniger Unfällen. Intelligente Beleuchtung empfindet den Verlauf des Tageslichts nach, indem die Farbtemperatur des Lichts in feinsten Nuancen der Natur angepasst wird“, erklärt Rudolf Koch, Sprecher der Sparte Licht im Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI). Moderne Leuchtstofflampen, LEDs und moderne Steuerungen ermöglichen die Umsetzung solcher Beleuchtungskonzepte.  

Wissenschaftliche Erkenntnisse belegen die Wirkung von Licht auf unser Wohlbefinden

Erst 2002 entdeckten Wissenschaftler einen dritten Rezeptor auf der Netzhaut. Diese Zellen regeln infolge der Lichtstimulation die Aktivität und den Hormonhaushalt des Körpers und damit seinen biologischen Rhythmus. Biologisch wirksam sind bereits Beleuchtungsstärken zwischen 500 und 1.500 Lux. Tageslichtweißes Licht mit einer Farbtemperatur von mindestens 5.300 Kelvin macht wach und aktiviert, während Lampen mit wenig Blaulicht-Anteil eine beruhigende Wirkung haben. Neben der Beleuchtungsstärke und der Farbe spielen auch der Einfallwinkel und die Fläche eine tragende Rolle.

Welche Lichttechnologie ist besser?

Leuchtstofflampen eigenen sich ebenso für eine biologisch wirksame Beleuchtung wie LEDs. Mit einer Farbtemperatur von 8.000 Kelvin haben Leuchtstofflampen einen erhöhten Blauanteil und sind damit kühler. In Lichtdecken werden sie beispielsweise mit herkömmlichen Farbtemperaturen von 3.000 und 6.500 Kelvin kombiniert. So lässt sich die Farbtemperatur von aktivierend-kühlweißer Lichtfarbe bis zu entspannend-warmer Lichtfarbe über den Tag variieren. Im Vergleich dazu sind LEDs besonders flexibel. Weiße LEDs bieten ein besonders weites Lichtspektrum. Blau- und Gelbanteile können dabei nahezu beliebig verändert werden. In Hybrid-Leuchten kombinieren Hersteller Leuchtstofflampen mit LEDs und berücksichtigen damit biologische und visuelle Wirkung gleichermaßen.

Einsatzorte von Human Centric Lighting

In modernen Leuchten sind mehrere Lampen mit je einer anderen Spektralverteilung zusammengefasst, die sich nach Wunsch kombinieren lassen. Elektronische Vorschaltgeräte übernehmen die Steuerung über den Tagesverlauf, um den natürlichen Rhythmus des Menschen nicht zu stören. Einsatzorte von „Human Centric Lighting“ sind vor allem Industrie, Büros, Schulen, Kliniken sowie Alters- und Pflegeheime. Bei älteren Menschen wirkt sich Licht positiv auf den inneren Rhythmus und den Nachtschlaf aus. Der höchste Nutzen zeigt sich in der Industrie, wo Human Centric Lighting die Produktivität der Arbeitnehmer erhöht. Zudem gibt es weniger Unfälle durch die erhöhte Wachsamkeit sowie weniger Krankheitstage.

Rückfragehinweis: 

Mag. Katharina Holzinger

+43 1 588 39 63
+43 664 619 25 09

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