FEEI zur Förderungsinitiative Silicon Austria: Spitzenforschung ist essenziell im internationalen Wettbewerb

Pressemeldung vom 25.08.2016
  • Silicon Austria fördert Spitzenforschung im Bereich Mikro- und Nanoelektronik
  • Fachverband erneuert Forderung: 200 Millionen aus der Breitbandmilliarde in IKT-Forschung investieren

„Eine Forschungs- und Innovationsinitiative wie Silicon Austria ist ein wichtiger Schritt, um die Spitzenforschung der Mikro- und Nanoelektronik in Österreich effizient zu fördern“, so Lothar Roitner, Geschäftsführer des Fachverbands der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI), zur heute vom bmvit vorgestellten Initiative. „Wir begrüßen die geplanten Maßnahmen von Infrastrukturminister Jörg Leichtfried die Forschung in den Mikro- und Nanotechnologien im Rahmen von Silicon Austria massiver zu fördern!“

Die Mikro- und Nanoelektronik als Teil der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) sind die technologische Voraussetzung für die Megatrends wie etwa autonomes Fahren, Internet of Things, intelligente Infrastrukturen und Industrie 4.0. „Österreichische Unternehmen und Forschungseinrichtungen forschen und entwickeln bereits Produkte für den Weltmarkt. Aber um diese Position zu halten und auszubauen, bedarf es einer Spitzeneinrichtung wie Silicon Austria, in dem Schwerpunkte gesetzt und Synergien genutzt werden“, ist Roitner überzeugt.

Forschungsquote von bis zu 25 Prozent

Die Elektro- und Elektronikindustrie zählt seit jeher zu den innovativsten Wirtschaftsbranchen. Laut der letzten Vollerhebung durch die Statistik Austria hat die Elektro- und Elektronikindustrie knapp eine Milliarde Euro in F&E investiert und ist damit die forschungsintensivste Branche Österreichs. In der Mikro- und Nanoelektronik beträgt die F&E-Quote 13 Prozent, in Teilsegmenten der so genannten „Electronic Based Systems“ sogar bis zu 25 Prozent. „Österreich braucht mehr Forschung, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Im internationalen Vergleich rutscht Österreich zurück und es geht wertvolle Zeit verloren. Besonders in den hochspezialisierten Bereichen wie der Mikro- und Nanoelektronik nützt Schwerpunktsetzung, um die Ressourcen der österreichischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen gezielt einsetzen zu können und zu stärken. Im globalen Wettbewerb werden wir das Match um die Innovationen von morgen nur im Team und nicht als Einzelkämpfer gewinnen“, so Roitner.

IKT-Forschung mit enormer Hebelwirkung

Roitner erneuert anlässlich der Ankündigung von Silicon Austria die Forderung der Elektro- und Elektronikindustrie, Informations- und Kommunikationstechnologien noch stärker zu fördern: „200 Millionen Euro aus der Breitbandmilliarde müssen in IKT-nahe Forschung fließen.“ Die Wertschöpfungsketten zeigen, dass öffentliche Gelder, die in Forschung an Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) fließen, gut investiert sind: Wird ein Forschungsmitarbeiter gefördert, stellen innovative Unternehmen diesem im Durchschnitt vier weitere Mitarbeiter als Team zur Seite. An der Umsetzung der Ergebnisse in Hightech-Produkte sind weitere zehn Personen beschäftigt. In der gesamten Wertschöpfungskette entstehen in Folge rund 500 Arbeitsplätze europaweit. In allen IKT-nahen Bereichen – Energietechnologie, Elektromobilität, Automotive, Smart Home, LED, Verkehrstelematik, Kommunikation oder Medizintechnik, sind österreichische Unternehmen in der Entwicklung und Herstellung von IKT-Produkten maßgeblich beteiligt.

Der Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie vertritt in Österreich die Interessen von rund 300 Unternehmen mit über 60.000 Beschäftigten und einem Produktionswert von 13,4 Milliarden Euro (Stand 2015). Gemeinsam mit seinen Netzwerkpartnern – dazu gehören u. a. die Fachhochschule Technikum Wien, UFH, die Plattform Industrie 4.0, Forum Mobilkommunikation (FMK), Umweltforum Starterbatterien (UFS), der Verband Alternativer Telekom-Netzbetreiber (VAT) und der Verband der Bahnindustrie – ist es das oberste Ziel des FEEI, die Position der österreichischen Elektro- und Elektronikindustrie im weltweit geführten Standortwettbewerb zu stärken. www.feei.at  

Rückfragehinweis: 

Mag. Katharina Holzinger

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