Frauen in der Technik: FEEI und FH Technikum Wien unterstützen zum zehnten Mal mit „1.000 Euro statt Blumen“ erfolgreiche Studentinnen

Pressemeldung vom 20.04.2016
V.l.: Natascha Fux, Andrea Maierhofer, Cristina Herráez Muñoz, Bettina Fauster, Teresa Melchart.
V.l.: Natascha Fux, Andrea Maierhofer, Cristina Herráez Muñoz, Bettina Fauster, Teresa Melchart.
  • Leistungsstipendium für sechs Studentinnen mit ausgezeichneten Studienerfolgen
  • Mentorinnenprogramm im Rahmen von „1.000 Euro statt Blumen“ mit Technikerinnen aus der Wirtschaft
  • Anteil von Frauen unter Studierenden an FH Technikum Wien auf 17,9 Prozent gestiegen

Der FEEI und die FH Technikum Wien fördern zum zehnten Mal sechs erfolgreiche Studentinnen der größten rein technischen Fachhochschule in Österreich mit 1.000 Euro in bar sowie dem Ersatz der Studiengebühren für ein Jahr. Zum zweiten Mal begleiten Mentorinnen aus der Wirtschaft die Nachwuchstechnikerinnen beim Berufseinstieg.

„Mehr Frauen für ein technisches Studium zu begeistern, ist uns ein besonderes Anliegen. Mit „1.000 Euro statt Blumen“ holen wir bereits zum zehnten Mal die erfolgreichen Nachwuchstechnikerinnen vor den Vorhang. Zum zweiten Mal fördern wir aktiv den Berufseinstieg der Studentinnen mit unserem Mentoring-Programm. Auch dieses Jahr konnten wir sechs Technikerinnen aus der Wirtschaft als Mentorinnen gewinnen“, so FEEI-Geschäftsführer Dr. Lothar Roitner.

„Erfreulicherweise ist der Anteil der Studentinnen in den letzten zehn Jahren kontinuierlich von 11,5 Prozent im Jahr 2006 auf 17,9 Prozent im Jahr 2015 gestiegen. Mit dem Stipendium „1.000 Euro statt Blumen“ möchten wir jungen Frauen Mut für ein technisches Studium machen und etwaige Berührungsängste abbauen“, so FH-Prof. DI Dr. Fritz Schmöllebeck, Rektor der FH Technikum Wien. „Ein technisches Studium eröffnet interessante und spannende Karrieren, wie man bei den Mentorinnen sehen kann“, so Schmöllebeck weiter.

Mentorinnenprogramm für junge Technikerinnen

Sechs Technikerinnen aus der Wirtschaft werden die erfolgreichen Studentinnen kommendes Jahr als Mentorinnen begleiten. „Frauen in technischen Berufen sind noch immer etwas Besonderes. Reale weibliche Vorbilder sind von hoher Bedeutung, da sie die Machbarkeit und Normalität einer technischen Berufslaufbahn aufzeigen und Orientierung geben. Es freut uns sehr, dass wir auch dieses Jahr sechs Mentorinnen aus der Wirtschaft für unsere sechs High Potentials gewinnen konnten“, so Lothar Roitner.

Das Mentorinnen-Programm ist eine Win-Win Situation für beide Seiten: Die Mentorinnen erhalten einen persönlichen Kontakt mit vielversprechenden Nachwuchskräften sowie einen Austausch mit der Fachhochschule. Das Mentorinnenprogramm ist für ein Jahr geplant und beinhaltet den Besuch des Unternehmens und den persönlichen Austausch zwischen Mentorin und Mentee, der individuell gestaltet werden kann.

Die Mentorinnen „1.000 Euro statt Blumen“ 2016 sind:

DI Katharina Yassemipour, SMC Pneumatik GmbH

DI Morana Maricic, Nokia

DI Karin Kroneder, Siemens AG Österreich

DI Corinna Thöni, Kapsch TrafficCom

Katharina Stiglbrunner MSc, SynteractHCR Eastern Europe Forschungs-GmbH

DI Sabine Nadherny-Borutin, Brantner Walter GmbH und GF TERRA Umwelttechnik GmbH
 

17,9 Prozent Life Science Technologies am gefragtesten

Jeder sechste Studierende an der FH ist weiblich: der Anteil der Frauen unter den Studierenden ist kontinuierlich auf zuletzt 17,9 Prozent gestiegen. Life Science Technologies sind als Studienrichtungen an der FH Technikum Wien bei Frauen am beliebtesten, hier beträgt der Frauenanteil 36 Prozent. Aktuell sind die drei von Frauen meistbesuchten Bachelorstudiengänge Biomedical Engineering, Verkehr und Umwelt sowie Smart Homes & Assistive Technologien. Bei den Master-Studiengängen sind dies: Tissue Engineering and Regenerative Medicine, Technisches Umweltmanagement und Ökotoxikologie und Gesundheits- und Rehabilitationstechnik. 

„1.000 Euro statt Blumen“ für die besten Studentinnen eines Jahrgangs

Für das Leistungsstipendium „1.000 Euro statt Blumen“ müssen die Studentinnen einen Notendurchschnitt unter 1,5 haben. „In der Realität können die Gewinnerinnen dieses Jahr sogar mit Notendurchschnitten von 1,0 bis 1,1 aufwarten“, weiß Angelika Ott, stellvertretende Geschäftsführerin der FH Technikum Wien. Besonders beeindruckende Lebensläufe treten bei der Vergabe der zwei Stipendien für die Vereinbarkeit von Studium, Beruf und Familie hervor. „Diese Studentinnen sind ein besonderes Vorbild wie sie die Mehrfachbelastung im Alltag meistern. Dieses Jahr hat uns die Vereinbarkeit von Familie, Beruf und berufsbegleitendem Studium besonders beeindruckt“, so Ott abschließend.
 

Die Gewinnerinnen im Studienjahr 2014/15 sind:

Bettina Fauster, Mechatronik und Robotik

Natascha Fux,  Telekommunikation und Internettechnologien

Cristina Herráez Muñoz, Biomedical Engineering Sciences

Elisa Marie Huber, Technisches Umweltmanagement und Ökotoxikologie

Andrea Maierhofer, Informations- und Kommunikationssysteme

Teresa Melchart, Informatik

 

Der Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie vertritt in Österreich die Interessen von knapp 300 Unternehmen mit knapp 60.000 Beschäftigten und einem Produktionswert von 12,7 Milliarden Euro (Stand 2014). Gemeinsam mit seinen Netzwerkpartnern – dazu gehören u. a. die Fachhochschule Technikum Wien, das Forum Mobilkommunikation (FMK), das UFH, das Umweltforum Starterbatterien (UFS), der Verband Alternativer Telekom-Netzbetreiber (VAT) und der Verband der Bahnindustrie (bahnindustrie.at) – ist es das oberstes Ziel des FEEI, die Position der österreichischen Elektro- und Elektronikindustrie im weltweit geführten Standortwettbewerb zu stärken.

Mit bisher rund 8.000 Absolventinnen und Absolventen und 4.000 Studierenden ist die Fachhochschule Technikum Wien Österreichs größte rein technische FH. Das Studienangebot umfasst aktuell 13 Bachelor- und 17 Master-Studiengänge, die in Vollzeit, berufsbegleitend und/oder als Fernstudium angeboten werden. Acht Studiengänge werden in englischer Sprache abgehalten. Das Studienangebot ist wissenschaftlich fundiert und gleichzeitig praxisnah. Neben einer qualitativ hochwertigen technischen Ausbildung wird an der FH Technikum Wien auch großer Wert auf wirtschaftliche und persönlichkeitsbildende Fächer gelegt. Sehr gute Kontakte zu und Kooperationen mit Wirtschaft und Industrie eröffnen den Studierenden bzw. Absolvent(inn)en beste Karrierechancen. Die FH Technikum Wien wurde 1994 gegründet und erhielt im Jahr 2000 als erste Wiener Einrichtung Fachhochschulstatus. Seit 2012 ist sie Mitglied der European University Association (EUA). Sie ist ein Netzwerkpartner des FEEI – Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie. www.technikum-wien.at