FEEI: Möglichkeit von Spezialdiensten im Netz ist unerlässlich für Innovationen am Industriestandort Österreich

Pressemeldung vom 28.10.2015
  • Lothar Roitner, FEEI-Geschäftsführer: Verfügbarkeit von hochleistungsfähiger, sicherer Netzinfrastruktur entscheidend, um Entwicklungen wie Industrie 4.0 oder Telemedizin vorwärts zu bringen

  • Um Netzüberlastungen in Zukunft zu vermeiden, ist zügiger Breitbandausbau dringend notwendig

Der FEEI begrüßt die Entscheidung des EU-Parlaments, weiterhin Spezialdienste im Internet zu ermöglichen. „Die Elektro- und Elektronikindustrie stellt ihre Innovationskraft laufend unter Beweis und sichert damit nachhaltig Arbeitsplätze am Standort Österreich. Die Möglichkeit, Highspeed-Datenbahnen nutzen zu können, ist unerlässlich für Entwicklungen wie Telemedizin, Notrufsysteme oder die digitalisierte Produktion“, bekräftigt Lothar Roitner, Geschäftsführer des Fachverbands der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI). „Aus Sicht unserer Industrie ist dies eine notwendige Entscheidung, um Innovationen zu fördern.“

„Wenn Betreiber nicht in das Bandbreitenmanagement eingreifen dürfen, überlässt man das Spielfeld Over-The-Top-Playern. Marktbeherrschende US-Internetkonzerne greifen beispielsweise massiv mit Betriebssystemen in den für User zugänglichen Content ein“, so Roitner. Ein freier Zugang zum Internet, wie er in der Diskussion oft mit Netzneutralität gleichgesetzt wird, ist demnach ein theoretisches Konstrukt.

Im Zuge der gestrigen Entscheidung betont Roitner, dass alle digitalen Dienste, von der Verfügbarkeit hochleistungsfähiger, sicherer Infrastrukturen abhängen. Ein rascher Ausbau von leistungsfähigen Netzen ist angesichts der zu erwartenden Datenvolumina unumgänglich. „Österreich hat hier dringenden Investitionsbedarf, um bei Produktion, Wertschöpfung und Arbeitsplätze ins Spitzenfeld zurückzukehren“, so Roitner. Die internationalen Datenmengen werden in fünf Jahren auf 40 Zettabyte geschätzt, 50 Mal so viel wie noch 2010.

Über den FEEI

Der Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie vertritt in Österreich die Interessen von rund 300 Unternehmen mit über 60.000 Beschäftigten und einem Produktionswert von 12,74 Milliarden Euro (2014). Gemeinsam mit seinen Netzwerkpartnern – dazu gehören u.a. die Fachhochschule Technikum Wien, das Forum Mobilkommunikation (FMK), das UFH, der Verband Alternativer Telekom-Netzbetreiber (VAT) und der Verband der Bahnindustrie – ist es das oberste Ziel des FEEI, die Position der österreichischen Elektro- und Elektronikindustrie im weltweit geführten Standortwettbewerb zu stärken.

Rückfragehinweis: 

Mag. Katharina Holzinger

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