FEEI begrüßt BM Stögers Vorstoß eine nationale IKT-Strategie zu forcieren

Pressemeldung vom 11.12.2014

Die Entwicklung einer IKT-Strategie für Österreich ist aus Sicht des FEEI – Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie längst überfällig. „Wir begrüßen den Vorstoß von BM Alois Stöger bis Mitte 2015 eine nationale IKT-Strategie zu forcieren und vor allem wesentliche Anwendungsbereiche wie Forschung, E-Health, E-Government oder Bildung zusammenzuführen“, so Lothar Roitner Geschäftsführer des FEEI – Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie. Eine umfassende IKT-Strategie muss sowohl IKT als Basistechnologie für die Ausstattung von Infrastrukturen als auch IKT als Anwendung umfassen. „Ziel muss es sein, dass mit IKT als Enabler die Evolution anderer Infrastrukturen forciert wird. Das bedeutet, dass die IKT-Strategie sich mit den Themen entlang der Wertschöpfungskette und den dafür nötigen Rahmenbedingungen befassen muss. Die Industrie steht hier als kompetenter Inputgeber gerne zur Verfügung“, so Roitner. 

Mindestens 200 Mio. Euro für IKT-nahe Forschungsförderung 
Der FEEI fordert die Aufstockung der IKT-nahen Forschungsförderung um mindestens 200 Millionen Euro aus dem Erlös der Breitbandmilliarde. IKT ist die Schlüsseltechnologie für alle Applikationen, wie Energie, Mobilität oder Gesundheit. Mindestens 80 Millionen sollen davon für die Aufstockung bestehender IKT-naher Forschungsprogramme verwendet werden, im Besonderen IKT-Forschung, Industrie 4.0 und  Smart Grids. Die restlichen 120 Millionen sollen in den Ausbau von IKT-nahen F&E-Infrastrukturen fließen. „Die rasante Entwicklung der Technologien zur Datenübertragung in den letzten 20 Jahren zeigt wie bedeutend die digitale Infrastruktur für die Wettbewerbsfähigkeit geworden ist. Der Ausbau von leistungsfähigen Datennetzen ergänzt von innovativen IKT-Anwendungen ist eine systemrelevante Infrastruktur für den Wirtschaftsstandort Österreich. Der Staat ist hier gefordert, zukunftsorientierte und nachhaltige Investitionsanreize zu schaffen! Am besten im Rahmen einer umfassenden IKT-Strategie für Österreich und aus dem Erlös der Breitbandmilliarde“, so Roitner abschließend.