Infrastruktur / Breitband / Roitner: FEEI begrüßt Startschuss zum Netzausbau

Pressemeldung vom 23.07.2014
  • Breitbandmilliarde stärkt Standort Österreich 
  • leistungsfähige Netze sind systemrelevante Infrastruktur
  • flächendeckende Bedarfserhebung verhindert Gießkannenprinzip

"Eine leistungsfähige Breitbandinfrastruktur ist für den Standort unumgänglich, sichert die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und forciert neue Betriebsansiedlungen auch außerhalb der Ballungsräume. Wir sind daher sehr froh, dass das politische Tauziehen beendet ist und sich Vizekanzler Spindelegger und Bundesministerin Bures auf die Finanzierungszusage für den Ausbau der leistungsfähigsten Netzinfrastruktur mit einem Stufenplan bis 2020 geeinigt haben", erklärt Lothar Roitner, Geschäftsführer des FEEI -Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie. Der FEEI fordert seit Monaten die Reinvestition der sogenannten Breitbandmilliarde in den Ausbau der Netzinfrastruktur: "Österreich hat im internationalen Vergleich bei Investionen in leistungsfähige Netze dringenden Aufholbedarf. Sie sind eine systemrelevante Infrastruktur, um den technologischen Fortschritt und damit Wertschöpfung und Arbeitsplätze am Standort zu sichern. Zusätzlich stärken sie den ländlichen Raum und die regionale Wirtschaft. Davon profitieren Bürger und die Wirtschaft."

Flächendeckende Bedarfserhebung und Technologieneutralität als Voraussetzung
Eine flächendeckende Bedarfserhebung hält Roitner für essentiell. "Zu wissen wo welche Infrastruktur bereits existiert und wo die berühmten weißen Flecken sind, ist notwendig, um den Ausbau effizient voranzutreiben und nicht mit der Gießkanne zu fördern. Und wir reden hier von allen Infrastrukturen, die für Datenübertragung nutzbar sind. Die Investitionsförderungen sollten sich in der Folge auf jene Gebiete konzentrieren, in denen die Finanzierung auf rein betriebswirtschaftlicher Basis nicht darstellbar ist", so Roitner. Weiters ist es für den FEEI klar, dass öffentlich subventionierte Zugänge für alle Betreiber nutzbar sein müssen. Roitner betont, dass nun rasch die Umsetzung angegangen werden muss: "Als Vertreter der IKT-Industrie sehen wir uns als Partner der politischen Entscheidungsträger und leisten gerne unsere inhaltlichen Beiträge!" Dass bereits 2015 die Ausschreibungen starten und 2016 die Auftragsvergaben begonnen werden, sieht der FEEI-Geschäftsführer abschließend ebenfalls positiv.

Der FEEI - Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie vertritt in Österreich die Interessen von knapp 300 Unternehmen der österreichischen Elektro- und Elektronikindustrie mit mehr als 60.000 Beschäftigten und einem Produktionswert von 12,4 Milliarden Euro (Stand 2013). Gemeinsam mit seinen Netzwerkpartnern - dazu gehören u. a. die Fachhochschule Technikum Wien, das Forum Mobil-kommunikation (FMK), das UFH, das Umweltforum Starterbatterien (UFS), der Verband Alternativer Telekom-Netzbetreiber (VAT) und der Verband der Bahnindustrie ist es das oberste Ziel, die maßgeblichen rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mitzugestalten, um die Position der österreichischen Elektro- und Elektronikindustrie im weltweit geführten Standortwettbewerb zu stärken.

Rückfragehinweis: 

Mag. Katharina Holzinger

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