Elektro- und Elektronikindustrie auf stabilem Kurs

Pressemeldung vom 03.07.2014

"Angesichts der schwachen Konjunkturlage sind wir auf einem stabilen Kurs", sagt Brigitte Ederer, Präsidentin des FEEI -Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie anlässlich der heutigen Präsentation des Wirtschaftsberichtes der Branche. Der Produktionswert 2013 mit 12,45 Mrd. Euro weist zwar einen Rückgang von 1,4% auf, liegt aber weit über jenen von 2009 und 2010. Die Exporte stiegen 2013 um 3,9%, wobei die Ausfuhren in die Länder Resteuropas mit einem Plus von 13,6% am stärksten zunahmen. Die EU bleibt mit 62,49% der wichtigste Exportmarkt, gefolgt von Asien mit 15,71%.

"Wir sind zuversichtlich in den kommenden Jahren wieder zu wachsen. Gegen Ende des Jahres 2013 kam es zu einer leichten Konjunkturbelebung in Österreich und in Europa, die ein Wachstum für die kommenden Jahre verspricht. Für das laufende Geschäftsjahr 2014 erwarten wir trotz des schwachen ersten Quartals eine Belebung der Branche", so Ederer. Die wirtschaftliche Situation spiegelt auch die Entwicklung der Beschäftigten wider. Ende 2013 waren 59.104 Personen (minus 0,2% gegenüber Ende 2012) in der Elektro- und Elektronikindustrie beschäftigt. In den ersten drei Monaten stieg der Personalstand wieder um 1% im Vergleich zu 2013. Angesichts des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes hat für Brigitte Ederer die Stärkung der Wettbewerbs-fähigkeit der Elektro- und Elektronikindustrie oberste Priorität. Der FEEI fordert eine effiziente Verwaltungsstruktur in Österreich, einhergehend mit einer Steuerreform, die den Faktor Arbeit entlastet und Anreize für zukunftsweisende Investitionen am Wirtschaftsstandort Österreich schafft.

FEEI fordert effiziente Verwaltungsstruktur für Österreich
"Wir fordern eine Verwaltungsreform, die mehr Effizienz und eine zeitgerechte Verwaltungs-struktur in Österreich schafft. 1995 haben wir mit dem EU-Beitritt eine Verwaltungsebene dazu bekommen, nun kann man mittelfristig wieder eine Ebene herausnehmen und die Verwaltung auf Länder-, Bezirks- und Gemeindeebene neu aufstellen", fordert die FEEI-Präsidentin Ederer.

"Eine schlanke und effiziente öffentliche Verwaltung ist ein bedeutender Standortfaktor im internationalen Wettbewerb für unsere Unternehmen", betont Lothar Roitner, Geschäftsführer des FEEI. "Die Einsparungen von Verwaltungsbehörden würden vor allem viele Doppelgleisigkeiten in Österreich abschaffen und Geld für eine nachhaltige Steuerreform frei machen. Das Potenzial einer Verwaltungsreform liegt nach Berechnungen des WIFO (i) bis zu 2,5 Milliarden Euro", so Roitner weiter.

Steuerreform dringend nötig um den Faktor Arbeit zu entlasten und Innovationsanreize zu schaffen
"Die Steuerlast ist in Österreich sowohl für Arbeitnehmer als auch für Unternehmen immer schwerer geworden. Eine effiziente Verwaltungsstruktur würde eine äußerst positive Entwicklung für den Wirtschaftsstandort Österreich bedeuten: Erstens einen leistungsfähigen Staat und zweitens können die frei werdenden finanziellen Mittel verwendet werden, um einerseits Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber zu entlasten und andererseits Innovationsanreize für Zukunftthemen zu setzen", sagt Roitner.

FEEI feiert 100-jähriges Jubiläum: www.100jahrezukunft.at
1914 gründeten die frühen Pioniere den Verein der Elektrizitätsindustriellen, den Vorläufer des FEEI-Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie. "Seit 100 Jahren hat die Elektro-und Elektronikindustrie als Lebensader der Gesellschaft wie kaum eine andere Branche mit ihren Innovationen unseren Alltag und das Wirtschaftsleben mehr beeinflusst und wird auch in Zukunft den technischen Fortschritt bestimmen - von ultraschnellen Datenübertragungen bis zum selbstfahrenden Auto und vielem mehr", erklärt Roitner. Der FEEI entwickelte zudem eine multimediale Zeitreise, die den User 100 Jahre in die Vergangenheit und 100 Jahre in die Zukunft der Elektro- und Elektronikindustrie entführt. Von den frühen Pionieren des 19. Jahrhunderts bis zu Robotern im Jahr 2100: Mit historischem Bildmaterial, animierten Bildern und Videos bietet die Webseite www.100jahrezukunft.at interessante, teils überraschende Einblicke in Geschichte und zukünftige Entwicklungen.

i) WIFO (2010): Optionen zur Konsolidierung der öffentlichen Haushalte in Österreich.

Der Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie vertritt in Österreich die Interessen von rund 270 Unternehmen mit über 59.000 Beschäftigten und einem Produktionswert von 12,45 Milliarden Euro (Stand 2013). Gemeinsam mit seinen Netzwerkpartnern - dazu gehören u. a. die Fachhochschule Technikum Wien, das Forum Mobilkommunikation (FMK), das UFH, das Umweltforum Starterbatterien (UFS), der Verband Alternativer Telekom-Netzbetreiber (VAT) und der Verband der Bahnindustrie (bahnindustrie.at) - ist es das oberstes Ziel des FEEI, die Position der österreichischen Elektro- und Elektronikindustrie im weltweit geführten Standortwettbewerb zu stärken.

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