Elektro- und Elektronikindustrie: Löhne und Gehälter steigen um 2,35%

Pressemeldung vom 07.04.2014

Freizeitoption wieder Teil des Abschlusses

Die Kollektivvertragsverhandlungen 2014 für die rund 60.000 Beschäftigten der Elektro- und Elektronikindustrie wurden am 7. April 2014 in der dritten Runde erfolgreich abgeschlossen. Die IST-Löhne und -Gehälter steigen um 2,35%. Auf Arbeitgeberseite leitete Brigitte Ederer, Präsidentin des FEEI – Fachverband der Elektro- und Elektronikin-dustrie, das Verhandlungsteam. Von den Gewerkschaften saßen Karl Proyer, Bundesgeschäftsführer-Stv. der GPA-djp, und Rainer Wimmer, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft PRO-GE, federführend am Verhandlungstisch.

Freizeitoption erneut als flexibles Element
Vor dem Hintergrund der unsicheren wirtschaftlichen Lage der Branche gelang es den Verhandlungspartnern einen vernünftigen Kompromiss zu erzielen, der sich wie folgt darstellt: Mit 1. Mai 2014 werden die kollektivvertraglichen Löhne und Gehälter um 2,5% und die IST-Löhne und -Gehälter für Arbeiter und Angestellte um 2,35% erhöht. Der Abschluss sieht auch dieses Jahr wieder verschiedene flexible Elemente vor. Neben der bewährten Einmalzahlungs- bzw. Verteilungsoption bleibt die Freizeitoption auch bei dem diesjährigen KV-Abschluss eine Optionsvariante. Die sogenannte Freizeitoption ermöglicht den Unternehmen bzw. Arbeitnehmern eine Umwandlung der IST-Erhöhung in Freizeit.

„Es waren harte, aber konstruktive Gespräche, bei denen wir trotz der anfangs weit auseinanderliegenden Positionen am Ende ein verantwortungsvolles Ergebnis erzielen konnten, das die Unternehmen am Standort Österreich nicht über Gebühr belastet“, zog Brigitte Ederer nach Abschluss der Verhandlungen Resümee. Abschließend betonte sie, dass vor allem flexible Elemente wie die Freizeitoption für moderne arbeitsrechtliche Rahmenbedingungen von Bedeutung sind.

Der FEEI – Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie vertritt in Österreich die Interessen von 270 Unternehmen mit rund 60.000 Beschäftigten und einem Produktionswert von 12,73 Milliarden Euro (Stand 2012). Gemeinsam mit seinen Netzwerkpartnern – dazu gehö-ren u. a. die Fachhochschule Technikum Wien, das Forum Mobilkommunikation (FMK), das UFH, das Umweltforum Starterbatterien (UFS), der Verband Alternativer Telekom-Netzbetreiber (VAT) und der Verband der Bahnindustrie (bahnindustrie.at) – ist es das oberste Ziel des FEEI, die Position der österreichischen Elektro- und Elektronikindustrie im weltweit geführten Standortwettbewerb zu stärken.

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Protokoll (PDF, 12.4 KB)
Beilage Rahmenrecht (PDF, 88.04 KB)