Budgetrede: Breitbandausbau in Österreich braucht kräftigen Impuls

Pressemeldung vom 29.04.2014

FEEI: 1 Milliarde der LTE-Versteigerung muss in die Branche reinvestiert werden, davon 200 Millionen in IKT-nahe F&E

"In der heutigen Budgetrede von Finanzminister Michael Spindelegger vermissen wir einen kräftigen Impuls für den Breitbandausbau in Österreich. Wir fordern erneut die Reinvestition von 1 Milliarde Euro aus dem Erlös der LTE Frequenz-Auktion in den Breitbandausbau und für die Stärkung der Forschungsförderung im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien", so Lothar Roitner, Geschäftsführer des FEEI - Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie zur heutigen Budgetrede im Parlament. "Neben dem Breitbandausbau sollen die Fördermittel in IKT-nahe Forschung und Entwicklung auf mindestens 200 Millionen Euro aufgestockt werden. Denn die  Datenübertragung mit leistungsfähigen Netzen ergänzt von innovativen IKT-Anwendungen ist eine systemrelevante Infrastruktur für den Wirtschaftsstandort Österreich. Der Staat ist hier gefordert, zukunftsorientierte und nachhaltige Investitionsanreize zu schaffen", so Roitner weiter.

Mindestens 200 Mio. Euro für IKT-nahe Forschungsförderung
"Von intelligenten Energieinfrastrukturen, über Verkehrsleitsysteme bis hin zur energieeffizienten Waschmaschine entwickeln und produzieren die Unternehmen am Standort Österreich Produkte und Anwendungen", erklärt Lothar Roitner. Um dieses Know-how auch in Zukunft am Standort zu halten, fordert er die Aufstockung der IKT-nahen  Forschungsförderung um mindestens 200 Millionen Euro. Mindestens 80 Millionen sollen davon für die Aufstockung bestehender IKT-Forschungsprogramme verwendet werden. Die restlichen 120 Millionen sollen in den Ausbau von IKT-nahen F&E-Infrastrukturen sowie in die Förderung intelligenter Produktionstechnologien fließen.

Die IKT-Unternehmen weisen gesamtwirtschaftlich einen Produktionswert von bis zu 36,6 Milliarden Euro auf und sichern bis zu 289.000 Arbeitsplätze in Österreich. Besonders zeichnet sich die IKT-Branche durch ihre hohe Innovationskraft aus, die auf dem Zusammenspiel von Forschung, Produktion und Innovation beruht und eine spezielle Dynamik entlang der Wertschöpfungskette erzeugt. Die Förderung von einem Arbeitsplatz in der Forschung und Entwicklung schafft vier weitere Arbeitsplätze in einem unternehmensinternen Projektteam, zehn weitere Personen entwickeln in der Hochtechnologieproduktion ein Vorprodukt, das wiederum  Ausgangpunkt für weitere Produkte in der Wertschöpfungskette für andere Branchen darstellt.