Vergütung für Verdienstentgang gemäß Epidemiegesetz - Steuer

Personen, bei denen aufgrund einer Quarantäne ein Verdienstentgang eingetreten ist, haben einen gesetzlichen Entschädigungsanspruch (§ 32 Abs. 1 EpidemieG).

In der Folge hat das Unternehmen an die betroffene Mitarbeiterin bzw. an den betroffenen Mitarbeiter eine entsprechende Vergütung auszuzahlen (§ 32 Abs. 3 EpidemieG). Der gesetzliche Entschädigungsanspruch der Mitarbeiterin bzw. des Mitarbeiters gegenüber dem Bund geht im Zeitpunkt der Auszahlung der Vergütung auf das Unternehmen über.

Finanzministerium zu Lohnsteuer

Aus steuerlicher Sicht bewirkt § 32 EpidemieG  eine Verkürzung des Zahlungsweges und ändert nichts an der Qualifikation als Vorteil von dritter Seite. Die Mitversteuerung durch das Unternehmen ergibt sich aus § 78 EStG 1988. Derartige Vergütungen von dritter Seite erhöhen laut LStR 2002 Rz. 1194a nicht das Jahressechstel, weil kein Arbeitslohn vom Unternehmen vorliegt.

WKÖ zu DB und Kommunalsteuer

Laut VwGH (29.3.1984, 84/08/0043) liegt aufgrund des Entschädigungscharakters derartiger Zahlungen kein „Arbeitslohn“ iSd § 41 Abs. 3 FLAG vor. Deshalb besteht weder DB-Pflicht (und auch keine DZ-Pflicht) noch Kommunalsteuerpflicht.