Corona-Kurzarbeit - Phase 3

Die wichtigsten Neuerungen sind:

  • Verlängerung der Corona-Kurzarbeit bis 31.3.2021
    Die Corona-Kurzarbeit wurde um sechs Monate von 1. Oktober 2020 bis 31. März 2021 verlängert (Phase 3).
    Eine weitere Verlängerung ab 1. April 2021 wird aufgrund der besonderen Betroffenheit in bestimmten Branchen notwendig sein und soll zeitgerecht eingeleitet werden.
  • Vergütung für ArbeitnehmerInnen beträgt weiterhin 80/85/90% des Nettolohns
    Arbeitnehmer/innen erhalten ein Mindestbruttoentgelt nach der Kurzarbeits-Mindestbruttoentgelt-Tabelle gemäß § 37b Abs. 6 AMSG (ca. 80/85/90% des Nettolohns vor Kurzarbeit).
  • KV-Erhöhungen, Vorrückungen und Umstufungen werden bei der Vergütung der Kurzarbeit berücksichtigt (dynamische Betrachtung).
  • Kurzarbeitsbeihilfe
    Arbeitgeber/innen zahlen die anteiligen Kosten für die anfallende Arbeit (Arbeitsentgelt). Für entfallende Arbeitsstunden zahlt das AMS Kurzarbeitsbeihilfe.
  • Standardisiertes Verfahren zur Überprüfung der wirtschaftlichen Betroffenheit
    Das Genehmigungsverfahren bleibt beim unbürokratischen verkürzten Verfahren. Der Sozialpartnervereinbarung ist eine wirtschaftliche Begründung anzuschließen, die Informationen über die wirtschaftliche Lage und Entwicklung des Unternehmens umfasst und von einem Dritten bestätigt werden muss.
  • Nicht-Arbeitszeit soll für Weiterbildung genützt werden
    Für Arbeitnehmer/innen besteht eine verpflichtende Weiterbildungsbereitschaft in der Nicht-Arbeitszeit. Die Weiterbildung findet in der vom AMS vergüteten Ausfallszeit statt und wird durch das AMS gemeinsam mit dem Betrieb abgewickelt. Die Kosten der Maßnahmen werden vom AMS gefördert. Weiterbildungsmaßnahmen können bei Bedarf des Unternehmens unterbrochen werden. Arbeitnehmer/innen können die Weiterbildung in diesem Fall innerhalb von 18 Monaten nachholen.
  • Arbeitszeit kann zwischen 30% und 80% betragen
    Die Arbeitszeit kann bis auf 30% reduziert werden und kann maximal 80% betragen. Der Durchrechnungszeitraum beträgt sechs Monate. In Sonderfällen (z.B. Stadthotellerie) kann die Arbeitszeit von 30% unterschritten werden.
  • Die Behaltepflicht nach der Kurzarbeit beträgt weiterhin einen Monat.
  • Verlängerung der Kurzarbeit mit geringerem Personalstand
    Die Sozialpartner erarbeiten transparente und unbürokratische Lösungen, für den Fall, dass Betriebe die Kurzarbeit nur mit geringerem Personalstand fortführen können.
  • Lehrlingsausbildung während Kurzarbeit sicherstellen
    Die ordnungsgemäße Ausbildung von Lehrlingen wird auch für Betriebe, die sich lange in Kurzarbeit befinden, sichergestellt.