Maskenpflicht an Orten der beruflichen Tätigkeit

Schutzmaßnahmen-Verordnung

Laut § 6 gilt für Orte der beruflichen Tätigkeit: „Kann der Abstand von mindestens einem Meter zwischen den Personen nicht eingehalten werden, ist eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende und eng anliegende mechanische Schutzvorrichtung zu tragen oder durch sonstige geeignete Schutzmaßnahmen das Infektionsrisiko zu minimieren, etwa durch technische oder organisatorische Schutzmaßnahmen, wie das Bilden von festen Teams oder die Anbringung von Trennwänden oder Plexiglaswänden.“

Maskenpflicht

Demnach besteht eine Maskenpflicht in folgenden Fällen:

  • In Mehrpersonen-Büros sitzen MitarbeiterInnen in üblichen Abständen, sodass (zumindest vereinzelt) eine verbale Interaktion zu erwarten ist.
  • In einem Produktionsbetrieb verrichten mehrere ArbeitnehmerInnen zusammen Arbeiten an derselben Maschine, wobei sie hierzu (zumindest vereinzelt) körperlich oder verbal interagieren müssen.
  • In einer Lagerhalle ordnen zwei ArbeiterInnen gemeinsam dasselbe Regal ein.

Keine Maskenpflicht?

Nach Ansicht der Bundessparte Industrie der Wirtschaftskammer Österreich besteht hingegen in folgenden Fällen keine Maskenpflicht:

  • In einem weitläufigen Mehrpersonen-Büro sitzen MitarbeiterInnen an unterschiedlichen Enden des Raums, sodass die gewöhnliche verbale Interaktion ausgeschlossen ist (z.B. weil 90% der Belegschaft auf Homeoffice ist).
  • In einem Produktionsbetrieb verrichten mehrere MitarbeiterInnen (mit deutlich mehr als 1 Meter Abstand) nebeneinander Arbeiten an Maschinen, ohne bei der Verrichtung ihrer Arbeit mit anderen ArbeiterInnen zu interagieren (z.B. weil Umgebungslärm/Ohrenschützer jedwede Gespräche ohnehin unterbinden).  
  • In einer Lagerhalle ordnen zwei MitarbeiterInnen unterschiedliche Regale in verschiedenen Gängen ein.

Laut Arbeitsministerium entfällt in diesen Fällen die Maskenpflicht jedoch nur dann, wenn andere technische Schutzvorkehrungen vorhanden sind oder die Arbeitsleistung sonst unmöglich ist. Begründet wird dies damit, dass in diesen Fällen eine Interaktion zwischen Mitarbeitern nicht verlässlich ausgeschlossen werden kann.