Kurzarbeit - wichtige Änderungen in Phase 2

  • Bei Kurzarbeitsvereinbarungen, die vor dem 1.6.2020 abgeschlossen wurden (Phase 1), war die Höhe der Kurzarbeitsbeihilfe unabhängig von der Zahl der Ausfallstunden. Bei neuen Kurzarbeitsvereinbarungen sowie Verlängerungen seit 1.6.2020 gilt (Phase 2): Je weniger Ausfallstunden anfallen, umso geringer ist die Kurzarbeitsbeihilfe pro Ausfallstunde. In Phase 2 ist die Kurzarbeitsbeihilfe bei geringem Arbeitsausfall im Extremfall um bis zu zwei Drittel niedriger als in Phase 1!
  • Da die Nettogarantie (80/85/90%) der Sozialpartnervereinbarung nicht programmierbar war, wurde vom Arbeitsministerium eine Tabelle entwickelt, der die jeweiligen garantierten Bruttoentgelte der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Nettogarantie entnehmbar sind.
  • Bei Kurzarbeitsvereinbarungen der Phase 1, die ab 16.3.2020 geschlossen wurden, konnte das Entgelt der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über die Kurzarbeitsmonate durchgerechnet werden. Für Verlängerungen oder Neuanträge in Phase 2 ist hingegen bei fixer Arbeitszeit monatsgenau abzurechnen. Wenn in diesem Zeitraum in einem Kalendermonat mehr gearbeitet wird, als es der Nettogarantie entspricht, steht für diesen Monat ein entsprechend höherer Lohn bzw. ein höheres Gehalt zu, auch wenn in anderen Monaten weniger gearbeitet wird.