Kontaktpersonen

Stand 24.9.2021

Die behördliche Vorgangsweise bei SARS CoV-2-Kontaktpersonen wurde geändert. Es ist nun vorgesehen, dass grundsätzlich Personen in folgenden Fällen auf KPII herabgestuft werden sollen (wenn immer fachlich vertretbar):

  • Geimpfte,
  • Genesene,
  • Personen mit Nachweis über neutralisierende Antikörper,
  • Personen, die beim Kontakt zum bestätigten Fall geeignete und nachvollziehbar korrekt umgesetzte Maßnahmen zur Minimierung des Infektionsrisikos (z. B. Trennwand, beidseitiges Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes) angewendet haben,
  • Personen mit geschütztem Kontakt mit positiv getestetem Gesundheits- und Pflegepersonal unter Einhaltung korrekt umgesetzter Maßnahmen zur Minimierung des Infektionsrisikos oder Vorhandenseins von Trennwänden (z. B. Plexiglas).

Bei Kategorie I-Kontaktpersonen (KPI) ist eine Absonderung für 10 Tage (statt bisher 14 Tage) nach der Letztexposition und Durchführung einer PCR-Testung nach Identifikation vorgesehen. Eine vorzeitige Beendigung der Absonderung ist mit einer negativen PCR-Untersuchung frühestens am Tag 5 nach der Letztexposition möglich.

Bei Kategorie II-Kontaktpersonen (KPII) kann nach sorgfältiger Prüfung der Verhältnismäßigkeit weiterhin auch eine Fernhaltung (Verkehrsbeschränkung) angeordnet werden. Als Verkehrsbeschränkung gilt die Fernhaltung von:

  • dem Besuch von Gemeinschaftseinrichtungen und Versammlungsorten,
  • Beschäftigungen, die einen häufigen Kontakt mit anderen Personen bedingen.

Dabei gilt jedoch, dass Genesene, Geimpfte und Personen mit Nachweis über neutralisierende Antikörper nicht verkehrszubeschränken sind, außer sie arbeiten oder leben in einer Gemeinschaftseinrichtung mit vulnerablen Risikogruppen (z.B. Alten- und Pflegeheimen, Gesundheitseinrichtungen, Obdachlosenheime, etc.).

Eine Verkehrsbeschränkung kann mit einer negativen PCR-Untersuchung frühestens am Tag 5 nach Letztexposition aufgehoben werden.

Die Einschätzung des individuellen Geschehens sowie die daraus resultierende Maßnahmensetzung obliegt der zuständigen Gesundheitsbehörde.