Homeoffice - Internet - Lohnsteuer

Laut Auskunft des Finanzministeriums gilt:

Wenn ein Arbeitgeber in seinem Namen und auf seine Kosten am Wohnsitz des Arbeitnehmers einen Internetanschluss zur Verfügung stellt bzw. einrichten lässt, den dieser für betriebliche  Zwecke und fallweise auch privat verwenden darf, ist zu unterscheiden:

  • Handelt es sich um die Zurverfügungstellung eines mobilen Internetanschlusses (zB ein mobiler Router) und ist der Arbeitnehmer überwiegend im Homeoffice tätig, ist für eine allfällige Privatnutzung und der damit zusammenhängenden laufenden Internetkosten kein Sachbezugswert anzusetzen (siehe dazu analog Rz 214  und 214a).
  • Ist eine bauliche Maßnahme für den Internetanschluss notwendig (Anschluss an ein Leitungssystem wie Glasfaser, ISDN etc.) oder werden laufende Internetkosten über ein stationäres Verteilungsgerät (Modem) vom Arbeitgeber übernommen, sind sowohl die Kosten für die Herstellung des Internetanschlusses als auch die laufenden Internetgebühren ein geldwerter Vorteil dar, für den ein Sachbezugswert anzusetzen ist. In diesen Fällen kann in den privaten Räumlichkeiten eine ausschließliche betriebliche bzw. berufliche Abgrenzung nicht vorgenommen werden. Mangels ausdrücklicher Befreiung liegen daher steuerpflichtige Einnahmen vor. Dasselbe gilt auch für Fälle, in denen der Arbeitgeber die Kosten für einen bereits vorhandenen Internetanschluss übernimmt oder gar eine Ummeldung vom Arbeitnehmer auf den Arbeitgeber vorgenommen wird. (In dieser Konstellation stellt der berufliche Anteil abzugsfähige Werbungskosten für den Arbeitnehmer dar.)