Steuer- und Beitragsfreiheit für Gesundheitsförderung

Seit 1.1.2016 sind zielgerichtete, wirkungsorientierte, vom Leistungsangebot der gesetzlichen Krankenversicherung erfasste Gesundheitsförderungs- und Präventions-Maßnahmen in den Bereichen Ernährung, Bewegung, Sucht und psychische Gesundheit sowie Impfungen unter bestimmten Voraussetzungen steuer- und sozialversicherungsfrei (§ 49 Abs. 3 Z 11 lit. b ASVG, § 3 Abs. 1Z 13 EStG).

Solche Maßnahmen müssen ein konkretes Ziel verfolgen wie etwa die Stärkung der Rückenmuskulatur, Bekämpfung von Übergewicht, Kurse zur Bekämpfung von Haltungsschwierigkeiten. (Allgemeine Maßnahmen wie etwa Beiträge zu Fitness-Abonnements, Kochkurse oder Vorträge sind nicht befreit sind..)

Die Maßnahmen müssen von qualifiziertem Personal durchgeführt werden. Das sind im Bereich Ernährung u.a. Ernährungswissenschaftler und Diätologen, beim Thema Bewegung u.a. Sportwissenschaftler, Sport-Trainer oder Physiotherapeuten und für den Bereich psychische Gesundheit Psychotherapeuten und klinische und Gesundheitspsychologen. Auch Ärzte mit entsprechender Weiterbildung dürfen diese Kurse anbieten. Solche gezielten Kurse können auch außerhalb der Räume des Dienstgebers abgehalten werden, wie etwa in Fitnessstudios.

Auch „nationale Impfungen gegen impfpräventable Erkrankungen“ laut Impfplan Österreich sind steuer- und beitragsfrei.