Bildung bleibt Schlüsselthema für Industrie 4.0

Plattform Industrie 4.0
Breiter Schulterschluss für Industrie 4.0 in Österreich v.l.: Kurt Hofstädter, Brigitte Ederer, Jörg Leichtfried, Rudi Kaske

Am 12. Dezember fand die erste Jahreskonferenz der Plattform Industrie 4.0 im MAK in Wien statt. FEEI-Präsidentin Brigitte Ederer plädierte bei der Eröffnung des Summit, vor allem die Fragen der Bildung offensiv anzugehen. Österreich dürfe sich nicht selbst im Weg stehen. Voraussetzung sind neue Rahmenbedingungen, die sich den Veränderungen in der Arbeitswelt und dem daraus entstehenden Bildungsbedarf anpassen. Weitere Highlights der gut besuchten Fachtagung lesen Sie hier.

Die Digitalisierung der Industrie hat eine weitreichende Bedeutung für den Standort Österreich. Allen kritischen Stimmen zum Trotz: Ohne diese technologische Weiterentwicklung werde die Produktion nicht in Europa und in Folge auch nicht in Österreich bleiben, wies Brigitte Ederer vor Journalisten m Rahmen der Eröffnungspressekonferenz hin.

„Die größten Industriebranchen in Österreich – allen voran die Elektro- und Elektronikindustrie sowie die Maschinen- und Metallwarenindustrie – spielen eine Schlüsselrolle für Innovation und Fortschritt und sichern so auch in Zukunft Zehntausende von Arbeitsplätzen. Voraussetzung dafür sind jedoch neue Rahmenbedingungen, die sich den Veränderungen in der digitalisierten Arbeitswelt und dem daraus entstehenden Bildungsbedarf anpassen. Nur dann können exportorientierte Unternehmen im globalen Wettbewerb erfolgreich agieren“, so die Obfrau des FEEI.

Leichtfried: Beste Voraussetzungen, Zukunft erfolgreich zu meistern

Beim anschließenden Auftakt zum Summit Industrie 4.0 schlug Bundesminister Jörg Leichtfried, bmvit, in seiner Eröffnungsrede in dieselbe Kerbe: die Wichtigkeit einer aktiven Gestaltung der Rahmenbedingungen in einer neuen digitalisierten und automatisierten Arbeitswelt. Zudem bezeichnete er den in der Plattform Industrie 4.0 gelungenen Schulterschluss der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite gemeinsam mit den Fachverbänden als beste Voraussetzung, die gemeinsame Arbeit an Österreichs Umstieg auf Industrie 4.0 erfolgreich zu meistern.

Auch bei der anschließenden Podiumsdiskussion waren sich die Teilnehmer einig, dass für eine erfolgreiche Industrie 4.0 Umsetzung bzw. für die zukünftige digitalisierte Arbeitswelt Bildung und Qualifikation wichtige Kernthemen darstellen.

Die Keynote-Speaker und Referenten des Summits Industrie 4.0 2016 beleuchteten das Thema Digitalisierung und Industrie 4.0 aus verschiedenen Perspektiven. Prof. Elgar Fleisch, ETH Zürich und Uni St. Gallen, sprach über neue Geschäftsmodelle und Services, die sich durch IoT ergeben. Terry Gregory, ZEW Deutschland, berichtete über mögliche Auswirkungen der Digitalisierung auf den Arbeitsmarkt. Max Lemke, Europäische Kommission DG Connect, sprach über Instrumente auf europäischer Ebene, die dazu beitragen die Digitalisierung in Europa effektiv zu unterstützen und Europas Stärken zu stärken.

Eine Nachlese und Zusammenfassung des Tages mit Fotogalerie finden Sie auf der Website der Plattform Industrie 4.0 Österreich: Das war der Summit Industrie 4.0

Summit Industrie 4.0 Podiumsdiskussion
Summit Industrie 4.0 Pressekonferenz
Summit Industrie 4.0 Podiumsdiskussion

Summit Industrie 4.0 Österreich

Führende Unternehmen, internationale Experten und hochrangige Vertreter aus Politik und dem öffentlichen Sektor präsentierten am ersten Summit Industrie 4.0 Österreich im Wiener MAK Erfolgsstrategien und diskutierten über aktuelle und zukünftige Potenziale der Digitalisierung.