FEEI: Forschung sichert den Wohlstand von morgen

Forschung in der Elektro- und Elektronikindustrie
Die Elektro- und Elektronikindustrie zählt zu den forschungsintensivsten Branchen in Österreich

Der FEEI fordert in seinem Innovationspapier "100 Jahre Zukunft" mehr Forschung in zukunftsweisende Technologien am Standort Österreich. Denn die Innovationskraft der Industrie ist die Basis für den Wohlstand von morgen.

Die österreichische Elektro- und Elektronikindustrie trägt mit ihren Leistungen im Bereich Forschung und Entwicklung, Technologie und Innovation zu einer langfristigen Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Österreich bei. Der FEEI setzt sich für die Gestaltung von Rahmenbedingungen ein, die für die Unternehmen nötig sind, um im globalen Wettbewerb erfolgreich bestehen zu können. In den Bereichen stabile Rahmenbedingungen, Innovation, Unterstützung von marktnaher Forschungsförderung und Überleitung von F&E-Ergebnissen in den Markt sieht der FEEI dringenden Handlungsbedarf. Die Forderungen im Detail:

  •  Stabile Rahmenbedingungen schaffen
     

„Stabile Spielregeln für Forschungsförderung erleichtern effiziente F&E in Unternehmen“, beobachtet Klaus Bernhardt, F&E-Experte im FEEI. In Forschungsförderprogrammen muss den Unternehmen ermöglicht werden, längerfristig planen zu können, um die Forschungsrisiken abschätzen zu können. Durch stabile Regeln werden zusätzlich Overheadkosten verringert. „Vor allem für forschende Klein- und Mittelunternehmen muss der Bürokratieaufwand reduziert werden.“ Der hohe bürokratische Aufwand für F&E wird von 59 % der Unternehmen als hinderlich bzw. sehr hinderlich empfunden, geht aus einer vom FEEI in Auftrag gegebenen FTI-Studie hervor. Das hohe wirtschaftliche Risiko sowie der Förderdschungel werden von mehr als der Hälfte der Unternehmen als F&E-Barrieren empfunden.

  •  Innovation fördern

In der Grundlagenforschung ist Europa relativ gut aufgestellt, im globalen Vergleich zeigen sich jedoch Schwä- chen – vor allem darin, die Forschungsergebnisse in Innovation und Wertschöpfung umzusetzen. Österreich befindet sich als „Innovation Follower“ (Innovation Union Scoreboard 2014) mit seiner Performance über dem EU-Durchschnitt, hat aber im Vergleich zu den Jahren 2008/09 bis 2013 stetig abgenommen (116 % zu 108 % zum EU-Durchschnitt). „Österreich braucht mehr IKTForschung, um innovativ und wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Ausschüttung der Breitbandmilliarde wäre eine gute Gelegenheit gewesen, um 200 Mio. Euro für Forschung aufzuwenden“, so Bernhardt.
 

  • Marktnahe Forschungsförderung stärken


„Die FTI-Studie zeigt, dass Unternehmen 80 Prozent des Forschungsaufwandes selbst zahlen“, so Bernhardt. „Das zukünftige Marktpotenzial der Projekte wird derzeit in den Förderkriterien jedoch stark unterbewertet. Es gibt defacto zu wenige Gelder für marktnahe Forschung. Das Marktumsetzungspotenzial müsste daher in Abstimmung mit der FFG höher gewichtet werden.“ Wünschenswert wären Förderungen unabhängig von der Unternehmensgröße, sowie Förder- bzw. Finanzierungsquellen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
 

  • F&E-Ergebnisse zur Marktreife verhelfen


Das EU-Beihilfenrecht fördert den Ausverkauf von Knowhow und Wertschöpfung. Produktion von Hochtechnologien hat global hohe strategische Bedeutung und wird daher von den USA und asiatischen Ländern gefördert. Das europäische Beihilferecht aber verhindert konkurrenzfähige Rahmenbedingungen in Europa und erschwert die Ansiedelung von Hochtechnologieproduktionen. Daher muss der internationale Wettbewerb im europäischen Beihilferecht berücksichtigt werden, etwa indem die Obergrenzen bei Regionalförderungen für „Key Enabling Technologies“ geöffnet werden. Gelingt dies, kann das Unternehmen seine Forschungsergebnisse bessern in den Markt bringen, am Heimmarkt Erfahrungen sammeln und in Wertschöpfung umzusetzen. Stichwort „Technologie made in Austria“.

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FEEI Innovationspaket (PDF, 732.16 KB)