FEEI-Netzwerk sammelt für Caritas-Projekt

FEEI spendet für Caritas
FEEI-Geschäftsführer Lothar Roitner übergibt die Sachspenden an Doris Chvatal von der Caritas Wien.

Im Kretaviertel im 10. Bezirk entsteht ein neuartiges, innovatives Wohnprojekt namens "Hawi" gemeinsam für junge Menschen von 15 bis 25 Jahren mit und ohne Fluchthintergrund. "Das Projekt hat einen stark integrativen Ansatz: junge Erwachsene und Jugendliche leben und wohnen miteinander - die Hälfte davon minderjährige Flüchtlinge", so Lothar Roitner. "Die Zeit vor Weihnachten ist stets ein guter Anlass, um weniger an sich, sondern an jene Menschen zu denken, die auf unsere Hilfe und Unterstützung angewiesen sind. Wir haben aus diesem Grund der Caritas angeboten, im FEEI-Netzwerk einen Aufruf für Sachspenden zu tätigen. Diese kommen dem Projekt Hawi zugute."

Die Mitarbeiter des FEEI und seiner Netzwerkpartner sammelten Bettwäsche, Handtücher, Kochutensilien und Küchenausstattung. "Ich möchte bei dieser Gelegenheit allen großzügigen Spendern im Haus danken", so Roitner. Am Mittwoch vor Weihnachten konnten zahlreiche Schachteln mit Sachspenden der Caritas Wien übergeben werden. Doris Chvatal von der Caritas der Erzdiözese Wien nahm die Spenden dankend entgegen und betonte, dass das Projekt Hawi für gelungene Integration wegweisend sein kann.

Selbstbestimmte Art des interkulturellen Zusammenwohnens

Die Idee von Hawi sei es, eine unkonventionelle, selbstbestimmte Art des Zusammenwohnens verschiedener Kulturen zu leistbaren Bedingungen zu ermöglichen. Jugendliche mit und ohne Fluchthintergrund leben hier künftig gemeinsam, lernen voneinander und unterstützen sich gegenseitig – Integration soll so ganz nebenbei durch das gemeinsame Miteinander entstehen. „Die jungen Flüchtlinge haben ein unglaubliches Potenzial und sie haben vieles mit den StudentInnen gemeinsam: Alle wünschen sich ein gute Zukunft, ein friedliches Leben, einen Beruf, der den eigenen Interessen und Fähigkeiten entspricht und Freunde“, erklärte Klaus Schwertner, Generalsekretär der Caritas der Erzdiözese Wien, bei der Vorstellung des Projekts im Sommer dieses Jahres. „Integration entsteht dann, wenn man sich öffnet - und dafür braucht man auch Orte der Begegnung. Unser neues Wohnprojekt soll ein solcher Ort sein.“

140 Mädchen und Burschen unterschiedlicher Nationalitäten werden im Herbst im Hawi wohnen. 45 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge fanden ab Ende Juli in der Kempelengasse 1 ein neues Zuhause, 25 junge Flüchtlinge ab 18 Jahren bekommen hier Nachbetreuungsplätze. Im September zogen 70 Studierende und junge Menschen in Berufsausbildung ein. 

Wohnen im Biennale-Projekt

Die räumliche Konzeption wurde im Rahmen des österreichischen Beitrags zur Architekturbiennale durch das Architekturbüro The nextEnterprise Architects entwickelt. Die Herausforderung dabei war, eine potenzielle Büro-Immobilie für Wohnzwecke nutzbar zu machen, das Entwickeln von Maßnahmen, die das Grätzlumfeld positiv aktivieren sowie das Planen eines Wohnkonzeptes für Flüchtlinge und Studierende.