Die Elektro- und Elektronikindustrie

Eine wichtige und innovative Branche in Österreichs Wirtschaft

Als Taktgeber für Innovation und Technologie hat die österreichische Elektro- und Elektronikindustrie ihre wirtschaftliche Leistungskraft im Jahr 2017 erneut eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Die Branchenbilanz 2017 weist erneut ein Wachstum in der Produktion und bei den Arbeitsplätzen auf:

  • Mit über 65.000 Beschäftigten (Stand 2017) ist die Elektro- und Elektronikindustrie der zweitgrößte industrielle Arbeitgeber in Österreich.
  • Über 80 Prozent der Produkte werden in rund 150 Länder der Erde exportiert. So ist die Industrie überdurchschnittlich stark in das internationale Wirtschaftsleben eingebunden.
  • Mit mehr als 20.000 Euro Forschungsausgaben pro Beschäftigtem ist sie die forschungsintensivste Branche Österreichs.

Die gesamte Produktion der Elektro- und Elektronikindustrie wies 2017 in allen Quartalen Steigerungen gegenüber den Vorjahresquartalen auf. Mit Ende 2017 erreichte der abgesetzte Produktionswert schließlich ein Rekordhoch von 17,4 Mrd. Euro, während die Exportquote auf 81,8 Prozent stieg. Auch der Umsatz erhöhte sich um 10,4 Prozent auf rund 20,8 Mrd. Euro.

Produktionswerte 2017
Produktionswerte 2017

Innovation schafft Jobs

Trotz harter Konkurrenz am Weltmarkt konnten neue Arbeitsplätze in der hochinnovativen Elektro- und Elektronikindustrie geschaffen werden. Mit Ende 2017 belief sich die Zahl der Arbeiter und Angestellten auf 65.071. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum entspricht das einer Zunahme von 2.969 Beschäftigten oder 4,8 Prozent.

„Das erneute Plus bei den Beschäftigten zeigt deutlich, dass Innovation wertvolle, zukunftssichere Jobs schafft. Gerade Unternehmen der Elektro- und Elektronikindustrie, die in der Digitalisierung sehr weit fortgeschritten sind, suchen händeringend nach Fachkräften und stocken ihre Belegschaft oft signifikant auf“, macht Brigitte Ederer, Präsidentin des Fachverbands der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI) deutlich.

Infografik Beschäftigte in der EEI 2017
Infografik Beschäftigte in der EEI 2017

Branchenfrühindikator „Elektronische Bauelemente“ zeigt stark nach oben

Alle Sparten erzielten ein Produktionsplus. Äußerst dynamisch ist 2017 vor allem die Produktion von elektronischen Bauelementen verlaufen. Es gab eine enorme Steigerung im Ausmaß von 24,7 Prozent. Insgesamt machen die elektronischen Bauelemente 2017 ein Fünftel (20,2 Prozent) der Gesamtproduktion der österreichischen Elektro- und Elektronikindustrie aus.

Die zweitgrößte Sparte, die Hersteller von Generatoren, Transformatoren und Motoren (12,5 Prozent Anteil am Gesamtproduktionswert) konnten ihre Produktion um 7,5 Prozent steigern, bei den elektrischen Verteilungs- und Schalteinrichtungen (10,9 Prozent Anteil am Gesamtproduktionswert) gab es 2017 ein Wachstum von 6,5 Prozent. Das schon hohe Produktionsniveau in der Sparte Leuchten konnte noch einmal um 15,5 Prozent ausgeweitet werden.

Infografik Sparten 2017
Infografik Sparten 2017

Bilanzausblick 2018

Auf das laufende Geschäftsjahr 2018 blickt die österreichische Elektro- und Elektronikindustrie zuversichtlich: Sowohl der abgesetzte Produktionswert (plus 10,2 Prozent) als auch der Auftragseingang (plus 4,1 Prozent) lagen im ersten Halbjahr deutlich über dem Vorjahresniveau.

Insgesamt ist das wirtschaftliche Umfeld für die Branche so gut wie lange nicht mehr. Die Wirtschaftsentwicklung der österreichischen Elektro- und Elektronikindustrie war im Jahr 2017 sehr gut trotz harter Konkurrenz am Weltmarkt. „Die Prognosen über die Konjunkturentwicklung der wichtigsten Wirtschaftsräume für die nächsten zwei Jahre sind sehr günstig und lassen mit einer guten Wirtschaftsentwicklung für die österreichischen Unternehmen der Elektro- und Elektronikindustrie rechnen“, ist Lothar Roitner, Geschäftsführer des FEEI, zuversichtlich.

Ausblick Wirtschaftszahlen 2018
Ausblick Wirtschaftszahlen 2018
Beschäftigte 1 Halbjahr 2018
Beschäftigte 1 Halbjahr 2018

Unsere Industrie ist seit 100 Jahren Lebensader der Gesellschaft

Eine Industrie im Wandel: Die Elektro- und Elektronikindustrie hat sich in den vergangenen Jahrzehnten von einer rein auf die Produktion von Gütern ausgerichteten Branche zu einem Anbieter einer vielfältigen Palette von hochinnovativen Produkten und Dienstleistungen gewandelt. Durch ihre dynamische Entwicklung ist sie mittlerweile zu einer Schlüsselindustrie für viele andere Branchen geworden und in diesem Sinn auch Wachstumsmotor für die österreichische Industriekonjunktur.

Besonders maßgeblich zeichnet sich die Elektro- und Elektronikindustrie für die Modernisierung und Weiterentwicklung verschiedenster Infrastruktur-Bereiche verantwortlich. Dabei nimmt die Branche aufgrund ihrer „Nutzer-Produzenten“-Doppelrolle einen Sonderstatus unter den Industriezweigen ein:

  • Sie ist, wie jeder Wirtschaftszweig, als „Nutzer“ auf entsprechende Infrastruktur angewiesen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Das Vorhandensein und die Nutzungsmöglichkeit der entsprechenden Einrichtungen vor Ort sind daher eine notwendige Voraussetzung. Weiters hat für eine stark exportorientierte Industrie die infrastrukturelle Anbindung an die internationalen Märkte oberste Priorität.

Der Nutzer Elektro- und Elektroindustrie ist auf eine adäquate Infrastruktur angewiesen, um diese Aufträge erfüllen zu können und zwar unter Voraussetzungen, die eine internationale Konkurrenzfähigkeit ermöglichen. Nur so können Produktionsverlagerungen in das Ausland verhindert und neue Unternehmensansiedlungen forciert werden.

  • Zugleich ist die Elektro- und Elektronikindustrie der bedeutendste Produzent von Infrastruktur in den Bereichen Telekommunikation, Verkehr, Energie und setzt starke Akzente bei Forschung & Entwicklung. Für den Produzenten Elektro- und Elektronikindustrie sichert daher ein kontinuierlicher Infrastrukturausbau volle Auftragsbücher und damit die zukünftige positive Entwicklung.


Investitionen in Infrastruktur sind Investitionen in unsere Zukunft.

Für den Wirtschaftsstandort Österreich bedeutet ein kontinuierlicher Infrastrukturausbau mehr Attraktivität und eine stärkere internationale Wettbewerbsfähigkeit. Für die Elektro- und Elektronikindustrie bedeutet er im doppelten Sinn die Sicherung ihrer zukünftigen Leistungskraft.

 

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FEEI Folder (PDF, 6 MB)
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