Die Elektro- und Elektronikindustrie

Eine wichtige Stütze der österreichischen Wirtschaft

Die Elektro- und Elektronikindustrie nimmt in der österreichischen Industrie eine zentrale Rolle ein. Mit über 62.000 Beschäftigen (Stand 2016) ist sie der zweitgrößte industrielle Arbeitgeber. Als stark exportorientierter Industriezweig (über 80 Prozent der Produkte werden in 150 Länder der Erde exportiert) sind die Unternehmen überdurchschnittlich stark in das internationale Wirtschaftsleben eingebunden.

Die Unternehmen der Elektro- und Elektronikindustrie leisten weiters einen bedeutenden Beitrag zur Innovationskraft unseres Landes. Mit mehr als 20.000 Euro Forschungsausgaben pro Beschäftigten ist sie die forschungsintensivste Branche Österrereichs.

Branchenbilanz 2016

Der abgesetzte Produktionswert des zweitgrößten Industriezweigs in Österreich erreichte 2016 ein Rekordhoch von 15,3 Mrd. Euro. Die Exportquote lag bei 80 Prozent, was ein Plus von 4,1 Prozent darstellt. Auch der Umsatz kletterte um 10,2 Prozent auf 18,9 Mrd. Euro. 

Produktionswerte 2016
Produktionswerte 2016

Bilanz Ausblick 2017

Die österreichische Elektro- und Elektronikindustrie blickt zuversichtlich auf das laufende Geschäftsjahr 2017. Sowohl der abgesetzte Produktionswert (plus 23,1 Prozent) als auch der Auftragseingang (plus 28,8 Prozent) lagen im ersten Quartal deutlich über dem Vorjahresniveau. Diese Tendenz untermauert auch die Entwicklung der Exporte mit einem Plus von 5,9 Prozent.

Ausblick Wirtschaftszahlen I/17
Ausblick Wirtschaftszahlen I/17

Innovation schafft Jobs

Die positive Entwicklung der hochinnovativen Branche fand auch in der Zahl der Beschäftigten ihren Niederschlag. Mit Ende 2016 belief sich die Zahl der Arbeiter und Angestellten auf 62.058. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht das einer Zunahme von 821 Beschäftigten oder 1,3 Prozent. Die Kapazitätsauslastung ist weiterhin hoch. „Das erneute Plus bei den Beschäftigten zeigt deutlich, dass Innovation wertvolle, zukunftssichere Jobs schafft. Gerade Unternehmen der Elektro- und Elektronikindustrie, die in der Digitalisierung sehr weit fortgeschritten sind, suchen händeringend nach Fachkräften und stocken ihre Belegschaft oft signifikant auf“, macht Ederer deutlich.

Infografik Beschäftigte in der EEI 2016
Infografik Beschäftigte in der EEI 2016

Branchenfrühindikator „Elektronische Bauelemente“ zeigt stark nach oben

Fast alle Sparten erzielten ein Produktionplus. Eine starke Steigerung (plus 16,1 Prozent) verbuchten elektronische Bauelemente, die mit einem Anteil von 16,7 Prozent am Gesamtproduktionswert die größte Sparte darstellt und allgemein als Frühindikator für die gesamte Branchenentwicklung gilt.

Die zweitgrößte Sparte in der Elektro- und Elektronikindustrie, die Hersteller von Generatoren, Transformatoren und Motoren (13,2 Prozent Anteil am Gesamtproduktionswert), konnte ihre Produktion wieder um 3,0 Prozent steigern. Elektrische Verteilungs- und Schalteinrichtungen wuchsen um 7,8 Prozent an. Den stärksten Zuwachs verzeichneten einmal mehr die Hersteller von Komponenten für die Automobilindustrie mit 23,2 Prozent. Lediglich elektronische Hausgeräte, Mess-, Kontroll- und Prüftechnik sowie sonstige elektrische Ausrüstungen verzeichneten einen leichten Rückgang.

Infografik Sparten 2016
Infografik Sparten 2016

Unsere Industrie ist seit 100 Jahren Lebensader der Gesellschaft

Eine Industrie im Wandel: Die Elektro- und Elektronikindustrie hat sich in den vergangenen Jahrzehnten von einer rein auf die Produktion von Gütern ausgerichteten Branche zu einem Anbieter einer vielfältigen Palette von hochinnovativen Produkten und Dienstleistungen gewandelt. Durch ihre dynamische Entwicklung ist sie mittlerweile zu einer Schlüsselindustrie für viele andere Branchen geworden und in diesem Sinn auch Wachstumsmotor für die österreichische Industriekonjunktur.

Besonders maßgeblich zeichnet die Elektro- und Elektronikindustrie für die Modernisierung und Weiterentwicklung verschiedenster Infrastruktur-Bereiche verantwortlich. Dabei nimmt die Branche aufgrund ihrer „Nutzer-Produzenten“-Doppelrolle einen Sonderstatus unter den Industriezweigen ein:

  • Sie ist, wie jeder Wirtschaftszweig, als „Nutzer“ auf entsprechende Infrastruktur angewiesen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Das Vorhandensein und die Nutzungsmöglichkeit der entsprechenden Einrichtungen vor Ort sind daher eine notwendige Voraussetzung.Weiters hat für eine in höchstem Maß exportorientierte Industrie die infrastrukturelle Anbindung an die internationalen Märkte oberste Priorität.
  • Zugleich ist die Elektro- und Elektronikindustrie der bedeutendste Produzent von Infrastruktur in den Bereichen Telekommunikation, Verkehr, Energie und setzt starke Akzente bei Forschung & Entwicklung.

Für den Produzenten Elektro- und Elektronikindustrie sichert daher ein kontinuierlicher Infrastrukturausbau volle Auftragsbücher und damit die zukünftige positive Entwicklung. Der Nutzer Elektro- und Elektroindustrie ist auf eine adäquate Infrastruktur angewiesen, um diese Aufträge erfüllen zu können und zwar unter Voraussetzungen, die eine internationale Konkurrenzfähigkeit ermöglichen. Nur so können Produktionsverlagerungen in das Ausland verhindert und neue Unternehmensansiedlungen forciert werden.

Investitionen in Infrastruktur sind Investitionen in unsere Zukunft.

 

Für den Wirtschaftsstandort Österreich bedeutet ein kontinuierlicher Infrastrukturausbau mehr Attraktivität und eine stärkere internationale Wettbewerbsfähigkeit. Für die Elektro- und Elektronikindustrie bedeutet er im doppelten Sinn die Sicherung ihrer zukünftigen Leistungskraft.

Weichen für die Zukunft stellen

"Der FEEI hat 2014 sein 100-jähriges Jubiläum zum Anlass genommen, in die Vergangenheit, viel mehr aber noch, in die Zukunft zu blicken. In einem intensiven Prozess mit Mitgliedern und Stakeholdern haben wir die Kernthemen unserer Branche durchleuchtet und Vorschläge formuliert, die zur Sicherung des Produktionsstandortes und des Wirtschaftsstandortes Österreich führen. Unsere Aufgabe ist es, die wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen für die Unternehmen am Standort Österreich so gut wie möglich mitzugestalten. Weil sich der FEEI aber nicht nur als Forderer, sondern gemäß dem Selbstverständnis der Branche als Wegbereiter und unabhängiger Partner der Politik sieht, wollen wir gemeinsam die Weichen für den Produktionsstandort Österreich stellen."

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FEEI Innovationspaket (PDF, 732.16 KB)
FEEI Folder (PDF, 6 MB)