EuGH zum Urlaub

Aufgrund des EuGH-Urteils vom 6.11.2018 (C-684/16) erscheint es fraglich, ob die österreichische Regelung des Urlaubsverfalles (Verfall zwei Jahre nach dem Ende des Urlaubsjahres, in welchem der Urlaub entstanden ist) weiterhin uneingeschränkt anwendbar ist. Laut EuGH ist der Verlust des Urlaubsanspruchs (bzw. bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses der Wegfall der Vergütung für nicht genommenen Urlaub) nur zulässig, wenn der Arbeitnehmer seinen Urlaub aus freien Stücken und in voller Kenntnis der sich daraus ergebenden Konsequenzen nicht genommen hat, nachdem er in die Lage versetzt worden war, Urlaub zu nehmen. Der Arbeitgeber muss den Arbeitnehmer aber nicht dazu zu zwingen, seinen Urlaub zu verbrauchen.