Lothar Roitner blickt auf 20 Jahre als Geschäftsführer des FEEI zurück

Nach 20 Jahren an der Spitze des FEEI geht Lothar Roitner in Pension und übergibt mit 1. Jänner 2021 an seine Nachfolgerin. Zum Abschied blickt er auf einige Highlights seiner langjährigen Karriere zurück, in der die Elektro- und Elektronikindustrie zum mittlerweile zweitgrößten und innovativsten Industriezweig Österreichs wurde.

Dr. Lothar Roitner

Nach 20 Jahren an der Spitze des FEEI geht Lothar Roitner in Pension und übergibt mit 1. Jänner 2021 an seine Nachfolgerin. Zum Abschied blickt er auf einige Highlights seiner langjährigen Karriere zurück, in der die Elektro- und Elektronikindustrie zum mittlerweile zweitgrößten und innovativsten Industriezweig Österreichs wurde.

Sehr geehrte Damen und Herren!

Nach fast zwanzigjähriger Tätigkeit als Geschäftsführer des FEEI (und der FEEI Management-Service GmbH) werde ich meine Funktion mit 31. Dezember 2020 zurücklegen und im nächsten Jahr, in dem ich mein 65. Lebensjahr vollende, in Pension gehen.

Ich blicke auf unglaublich interessante und tolle Jahre zurück, die mir große Freude bereitet und viele sehr positive Erlebnisse gebracht haben. Es ist unmöglich, in so kurzer Form diese zwanzig Jahre Revue passieren zu lassen, ich darf an dieser Stelle aber eine kurze persönliche Auswahl treffen. Ich war immer davon überzeugt, dass es für eine hochgradig innovative und gleichzeitig extrem dem internationalen Wettbewerb ausgesetzte Industrie, wie für die österreichische Elektro- und Elektronikindustrie, einige besonders wichtige Themen gibt, an deren Gestaltung der FEEI intensiv mitwirken sollte.

Dazu gehört das Thema Arbeitswelt und Kollektivvertrag, bei dem der FEEI in den letzten Jahren der absolute Vorreiter in der Gestaltung von modernen Regelungen, wie zum Beispiel beim einheitlichen Entlohnungssystem oder der flexiblen Modelle, mit denen die jeweiligen Abschlüsse gestalten werden können, war und ist. Auch beim Thema Bildung haben wir zahlreiche Initiativen gesetzt – eine davon ist die Fachhochschule Technikum Wien. Diese FH, die der FEEI gemeinsam mit mehreren Mitgliedsfirmen gegründet hat und deren Träger er bis heute ist, hat in den letzten zwei Jahrzehnten eine rasante Entwicklung hingelegt. Die Anzahl der Studiengänge und der StudentInnen wurde mehr als verdreifacht und heute ist die FHTW die größte und führende rein technische Fachhochschule in Österreich.

Im Bereich Forschung und Entwicklung konnten wir neben der Mitwirkung in allen wichtigen Programmbeiräten mit der Gründung und Beteiligung von/an Silicon Austria Labs einen durchschlagenden und wohl nachhaltigen Erfolg für unsere Industrie und die Forschungslandschaft in Österreich verbuchen. Seit Jahren setzen wir uns auch national und international für eine moderne europäische Standortpolitik ein, die statt des überholten strikten Beihilfen- und Wettbewerbsrechts innerhalb der EU Chancen und Wettbewerbsgleichheit gegenüber Nicht-EU-Unternehmen im Fokus hat. Mit der österreichischen Beteiligung an IPCEI (Important Projects of Common European Interests) ist uns hier ein wichtiger und nachhaltiger Erfolg gelungen. Schließlich galt es in diesen Jahren auch der völlig geänderten Kommunikationslandschaft zu entsprechen, was wir durch eine professionelle Öffentlichkeitsarbeit auch getan haben.

Was neben den inhaltlichen Themen für den FEEI in den letzten zwei Jahrzehnten signifikant war, ist der konsequente Ausbau der freiwilligen Leistungen, so wurde der Umsatz (FEEI und GmbH) in dieser Zeit mehr als verdoppelt und der Anteil der verkauften Dienstleistungen von 27% auf 62% gesteigert. Das Ganze erfolgte zudem mit ausgezeichneten betriebswirtschaftlichen Ergebnissen.

Ich denke, all diese Punkte stellen ein mehr als vorzeigbares Ergebnis dar. Das alles wäre ohne ein hochmotiviertes und exzellentes Team und vor allem ohne die intensive und engagierte Mitwirkung unserer Mitglieder natürlich nicht möglich gewesen. Besonders das Verhältnis zu unseren Mitgliedern und deren RepräsentantInnen war für mich extrem wertvoll und ich habe vor allem die zahlreichen persönlichen Gespräche überaus geschätzt.

Ich möchte mich daher an dieser Stelle für die sehr gute Zusammenarbeit über die vielen Jahre herzlich bedanken und Ihnen, Ihrem Unternehmen und der gesamten Elektro- und Elektronikindustrie viel Erfolg wünschen!

Und natürlich wünsche ich auch dem FEEI alles Gute. Das Jahr 2020 war für uns alle schwierig, aber der FEEI (und die FEEI Management-Service GmbH) sind – wie oben skizziert – sehr gut aufgestellt und für die Zukunft bestens gerüstet! Meine Nachfolgerin, Frau Marion Mitsch, die seit zwanzig Jahren in unserem Netzwerk tätig ist, wird mit 1.1.2021 meine Nachfolgerin und ich wünsche ihr und dem eingespielten Team des FEEI viel Erfolg.

Ihr
Lothar Roitner