Corona-Virus: Es kommt auch auf die Industrie an

Resolution der Bundessparte Industrie der Wirtschaftskammer Österreich, ihrer Fachverbände und der Industriellenvereinigung mahnt Aufrechterhaltung der Industrieproduktion in Österreich und ihrer essentiellen Liefer- und Logistikketten ein

Person schweißt etwas

Resolution der Bundessparte Industrie der Wirtschaftskammer Österreich, ihrer Fachverbände und der Industriellenvereinigung mahnt Aufrechterhaltung der Industrieproduktion in Österreich und ihrer essentiellen Liefer- und Logistikketten ein

In Österreich und Europa werden derzeit alle Kräfte mobilisiert, um im Kampf gegen das Corona-Virus die Oberhand zu gewinnen. Im Vergleich zu anderen (auch europäischen) Staaten wurden in Österreich früh die richtigen und notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung dieser Pandemie getroffen. Mögen die aktuellen Einschränkungen für die überwiegende Mehrheit von uns noch so ungewöhnlich sein, werden diese Schritte dazu beitragen, dass Österreich diese Krise möglichst bald hinter sich lassen wird können. Das zeigen nicht zuletzt die Erfahrungen in China, Südkorea und allen voran in Singapur. Das bestätigen auch Personen und Unternehmen, die zur Zeit des Höhepunkts der Corona-Krise wirtschaftlich in China tätig waren – und nun Großteiles wieder mit voller Kapazität dort arbeiten.

Industrieproduktion absolut systemrelevant für die Versorgungssicherheit

Die Industrieproduktion und die internationalen strategischen Liefer- und Logistikketten als ihre Lebensadern, müssen auch in Österreich weiterhin funktionieren. Sie sind ein essentieller Stein im Fundament des Wirtschaftsstandortes Österreich und der international erfolgreichen heimischen Unternehmen. Neben den bekannten und richtigen Maßnahmen die in Österreich bereits ergriffen wurden, sind sie entscheidende Faktoren damit Österreich funktioniert und gestärkt aus dieser Krise hervorgehen kann. Industrie, Gewerbe und notwendige Dienstleistungen müssen in Betrieb bleiben – für die Versorgungssicherheit heute und die Lebensgrundlage von morgen. Gelingt dies nicht, wird Österreich mittelfristig vor großen wirtschaftlichen Problemen, aber auch vor großen Versorgungsproblemen stehen – und das zulasten der Menschen in unserem Land. Es darf hier also zu keinen Ausfällen kommen, denn die Industrie ist systemrelevant.

In einer gemeinsamen „Resolution der Industrie in Österreich“ mahnen die Bundessparte Industrie der Wirtschaftskammer Österreich, ihre Fachverbände sowie die Industriellenvereinigungen deshalb die dringende Aufrechterhaltung der Industrieproduktion in Österreich und ihrer essentiellen Liefer- und Logistikketten ein. Denn gemeinsam mit ihren gut ausgebildeten, motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind die Unternehmen dieser Sektoren das Fundament für die gut ausgebauten Strukturen in unserem Land. Gemeinsam leisten sie einen entscheidenden Beitrag, dass Österreich funktioniert sowohl in Zeiten schwerer Krisen, wie auch in den erfolgreichen Phasen danach.

Unternehmen und Schlüsseltechnologien müssen in Krisenzeiten besonders geschützt werden

Darüber hinaus ist es ebenso von großer Bedeutung, die vorübergehend geschwächten europäischen Unternehmen zu schützen. Viele von ihnen werden durch die aktuelle wirtschaftliche Situation zu Übernahmezielen. Gerade Sektoren die für die Sicherheit, die Gesundheit und die wirtschaftliche Souveränität Europas zentral sind, müssen in Krisenzeiten besonders geschützt werden. Mit neuen Leitlinien zum Umgang mit ausländischen Direktinvestitionen, möchte die Europäische Kommission nun die Mitgliedsstaaten besonders dazu ermutigen, bestehende Regelungen zur Überprüfung solcher Investitionen konsequent anzuwenden. Auch in Österreich gibt es bereits entsprechende Regelungen. Diese müssen gerade in der aktuellen Situation verstärkt zur Anwendung kommen, damit Europa vor der Abwanderung wichtiger Schlüsseltechnologien bewahrt wird.