Corona-Pandemie: Umsatzerlass für indirekt betroffene Betriebe

Die Corona-Pandemie hat nicht nur für direkt betroffene Betriebe und Unternehmen enorme negative wirtschaftliche Auswirkungen, auch deren Zulieferbetriebe geraten durch die teilweise eingebrochene Nachfrage ihrer Kunden unter großen Druck. Die Wirtschaftskammer konnte nun die gleichwertige Unterstützung für diese indirekt betroffenen Unternehmen erwirken.

Titelbild Informationen zu Covid-19

Die Corona-Pandemie hat nicht nur für direkt betroffene Betriebe und Unternehmen enorme negative wirtschaftliche Auswirkungen, auch deren Zulieferbetriebe geraten durch die teilweise eingebrochene Nachfrage ihrer Kunden unter großen Druck. Die Wirtschaftskammer konnte nun die gleichwertige Unterstützung für diese indirekt betroffenen Unternehmen erwirken.

Für den Umsatzersatz für indirekt betroffene Betriebe gelten grundsätzlich die gleichen Kriterien wie beim bestehenden Umsatzersatz für geschlossene Betriebe. Indirekt betroffene Betriebe müssen 40 Prozent Umsatzeinbruch im Vergleich zum Vorjahr (November/Dezember 2019) nachweisen können. Beantragen kann grundsätzlich jedes Unternehmen, das mindestens 50 Prozent Umsatzzusammenhang mit einem oder mehreren im Lockdown geschlossenen Betrieben hat. Die Beantragung soll ab Ende Jänner 2021 mittels Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Bilanzbuchhalter möglich sein.

Finale Ausgestaltung der Richtlinie in Kürze erwartet

Nun erfolgt die finale Ausgestaltung der Richtlinie. Dabei gilt es nun praxistauglich auf die Bedürfnisse dieser Zuliefererbetriebe einzugehen und auch eine Lösung für jene Zulieferer anzubieten, die über Dritte an behördlich geschlossene Betriebe geliefert haben. Mit dem Umsatzersatz für Zulieferer wird die Palette der Wirtschaftsunterstützungen, die ergänzend ineinander greifen sollen, um ein weiteres Stück komplettiert. Wo der Umsatzersatz nicht zur Anwendung kommt, stehen der Fixkostenzuschuss mit einer Deckelung von 800.000 Euro sowie der Verlustersatz aus dem Corona-Hilfsfonds mit einer Deckelung von 3 Millionen Euro zur Verfügung.