Neben einer intensiven Studien- und Bildungsberatung im Vorfeld und in der Studieneingangsphase, gilt es außerdem das Potential neuer Zielgruppen zu erschließen sowie die didaktische und fachliche Ausbildung des Lehrpersonals entsprechend anzupassen. Des Weiteren sollte sich das Curriculum an den Bedürfnissen von Industrie und Wirtschaft orientieren, die Forschung an Fachhochschulen gefördert und die HTL als bewährtes System sichergestellt und optimiert werden.
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"... ich glaub nicht, dass Elektrotechniker irgendwie als irgendwas Fürchterliches verschrien sind [...], aber es ist jetzt auch nicht der Beruf Nummer eins,..."
Ursachen für Technikermangel
Dass in Österreich Technikermangel herrscht, ist hinlänglich bekannt. Die Ursache dafür ist - wie so oft - multikausal und zu großen Teilen noch wenig erforscht. Neben einem eklatanten Informationsmangel, was technische Ausbildungsmöglichkeiten und deren Inhalte, Berufsbilder und Möglichkeiten betrifft, sowie einer Unkenntnis der Materie im Allgemeinen und der Bedeutung des technischen Sektors, sind hier fehlende Vorbilder sowie das teilweise falsche und negative Image von Technikern zu nennen. Zu diesen Ergebnissen kam auch die vom FEEI beauftragte Studie "Technikermangel und Studienwahl: Qualitative Erhebung von Gründen für oder gegen eine technische Ausbildung und Aufzeigen von Ansatzmöglichkeiten zur Forcierung des Interesses an technischen Ausbildungen". Die Studie kam außerdem zu dem Ergebnis, dass Aussagen wie jene im Titel hauptsächlich von technikfernen Probanden getätigt wurden.
Gegenmaßnahmen und neue Studie
Gegen dieses Image, das auf wenig schmeichelhaften Vorurteilen und Klischees beruht, helfen nur langsam aber stetig durchgeführte Maßnahmen. Abgesehen von Informations- und Aufklärungskampagnen sollte auch in den Schulen angesetzt werden, denn die Befragung ergab, dass Technikstudentinnen und -studenten oftmals positiv von ihren Lehrerinnen und Lehrern beeinflusst worden sind. Aus diesem Grund wird der FEEI eine neue Studie beauftragen, die sich mit der Auswirkung von Lehrpersonen und Unterricht auf die Studienwahl beschäftigen wird. Damit will sich der FEEI mit einem weiteren Mosaikstein an der Debatte rund um den Technikermangel beteiligen und eine Lösung mit herbeiführen. Damit antworten in Zukunft vielleicht mehr Menschen wie diese Studenten in der Studie: "Elektrotechnik bedeutet zuerst einmal die Naturgesetze zu verstehn, [...] und das wirklich
umzusetzen und für den Menschen brauchbar zu machen..“ oder
„...simpel gesagt, dass es ohne Elektrotechnik kein Licht gibt [...] und dass es eigentlich ziemlich wichtig ist.“
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*Zitate aus der Studie "Technikermangel und Studienwahl" 2008
Am Freitag, den 8. Oktober 2009, wurde das diesjährige Times Higher Education-Ranking veröffentlicht. Die Universität Wien schaffte es zwar als einzige Universität unter die TOP 200, verlor zum Vorjahr aber siebzehn Plätze. Diese Entwicklung mag bedauerlich sein, aber welche Kriterien wurden für das Ranking tatsächlich untersucht :
- Peer-Review: Professorinnen und Professoren werden gebeten, die jeweils beste Universität ihres Fachbereichs (IT & Ingenieurswesen, Lifescience & Biomedizin, Naturwissenschaften, Sozialwissenschaften und Geisteswissenschaften) zu nennen. (40%)
- Arbeitgeber-Review: Personalverantwortliche werden gebeten, die jeweils beste Universität zu nennen. (10%)
- Betreuungsverhältnis: Verhältnis der Anzahl von ProfessorInnen pro StudentIn. (20%)
- Zitations-Verhältnis: Verhältnis, wie oft aus den Werken einer Universität zititert wurde (20%)
- Verhältnis der Anzahl der ausländischen Dozentinnen und Dozenten (5%)
- Verhältnis der Anzahl der ausländischen Studentinnen und Studenten. (5%)
Während die Universität Wien bei der Peer-Review mit 86 von 100 Punkten nicht schlecht abschneidet und bei den anderen Kriterien zumindest im gehobenen Mittelfeld liegt, senkt das Ergebnis von 13 Punkten beim Betreuungsverhältnis die Wertung nachhaltig. Bei der Arbeitgeber-Review erreicht die Universität Wien 60 Punkte, beim Zitations-Verhältnis 58 Punkte, beim Verhältnis der ausländischen Dozentinnen und Dozenten 65, der ausländischen Studentinnen und Studenten 77 Punkte.
Eine Debatte über das österreichische Bildungswesen mag durchaus sinnvoll sein, inwiefern die Kriterien des Times Higher Education-Ranking jedoch ein Maßstab für Österreich können und sollen, sollte überdacht werden. Viele Bewertungsansätze wurden für den angelsächsischen Bildungsraum entwickelt, der sich maßgeblich vom österreichischen System unterscheidet. Außerdem darf nicht vergessen werden, dass aufgrund der schweren Gewichtung von wissenschaftlicher Forschung die Fachhochschulen durch das Wertungsraster fallen und gar nicht aufscheinen. Und für die Praxis lässt sich feststellen, dass gerade im technischen Bereich die österreichischen Absolventinnen und Absolventen trotz der schlechten Wertung nach wie vor gefragt sind, was für eine durchaus solide Ausbildung spricht.
Die Platzierung der österreichischen Universitäten im Times Higher Education-Ranking kann zweifelsohne ein Denkanstoß von vielen für die Reform des österreichischen Bildungsappartes sein, sollte aber nicht überbewertet werden.
Der Bachelor ist ein im deutschsprachigen Raum relativ neues Phänomen, das im Rahmen des Bologna-Prozesses entstanden ist. Der Bologna-Prozess hat das Ziel, einen einheitlichen Hochschulraum in Europa zu schaffen und damit die Vergleichbarkeit der universitären Ausbildung gewährleisten. Zudem soll das die europäische Zusammenarbeit auf wissenschaftlicher und universitärer Ebene sowie in der Qualitätssicherung erleichtern und die Mobilität, sowohl international als auch national, inneruniversitär und auf dem Arbeitsmarkt, erhöhen. Zu diesem Zweck wurde
- ein dreistufiges Studiensystem eingeführt, bestehend aus aufeinander aufbauenden Bachelor-, Master- und PHD-Studiengängen, welche die bisher bekannten Studiensysteme ablösen.
- ECTS geschaffen, um die in den Studiengängen erbrachten Leistungen bewerten zu können. ECTS bedeutet European Credit Transfer and Accumulation System und dieses gibt Aufschluss darüber, wie hoch der Arbeitsaufwand einer Lehrveranstaltung insgesamt ist. D.h. wie viel Zeit neben der Anwesenheit in der Lehrveranstaltung selbst für z.B. das Erlernen des Stoffes, das Durchführen von Übungen und Experimenten oder das Schreiben einer Arbeit nötig ist. 1 ECTS entspricht dabei dem Arbeitsaufwand von 25 Stunden.
- ein Diploma Supplement entworfen, damit die Abschlüsse verständlich und vergleichbar sind, wird zudem ein Zusatz zum Zeugnis in englischer Sprache ausgestellt.
Diese Veränderungen sollen sich positiv auf die Wirtschaft auswirken, wovon auch die Industriellenvereinigung ausgeht, wie das „Memorandum der österreichischen Industrie“ belegt. Das neue Studiensystem ist klarer strukturiert, flexibler, vielfältiger und dabei praxisnah und international ausgerichtet . Es kann rasch auf den akuten Bedarf der Wirtschaft reagieren und verkürzt die langen Studienzeiten drastisch, vor allem aufgrund des Bachelor.
Der Bachelor ist ein eigenständiges und vollwertiges Studium, in dem man in nur drei Jahren einen berufsbefähigenden Abschluss erwirbt. Neben einem fundierten Grundlagenwissen, erwirbt der Studierende auch Anwendungs- und Praxiskenntnisse und muss seine eigenständige Arbeitsfähigkeit im Verfassen einer Abschlussarbeit unter Beweis stellen. Bachelor-Absolventen sind Vollakademiker, sie stehen aber dem Arbeitsmarkt viel früher zur Verfügung, was z.B. dann ein Vorteil ist, wenn im Unternehmen eine große Menge an speziellem betriebsinternen Fachwissen zu erwerben ist. Später kann, oft auch berufsbegleitend, ein Masterstudium angeschlossen werden, bei dem vertiefende oder facherweiternde Kenntnisse erworben werden können.
Es lohnt sich also durchaus für die Elektro- und Elektronikindustrie, gerade in Zeiten des akuten Technikermangels, einen zweiten Blick auf die hochqualifizierten Bachelor zu werfen.
Weiterführende Links: Auswahl von Bachelor-Studienangeboten an technischen FHs und Universitäten in Österreich
FH Technikum Wien
TU Wien
TU Graz
„Der technologische Fortschritt ist ein entscheidender Faktor für das Wachstum und damit für die industrielle Wettbewerbsfähigkeit in Hochlohnstandorten. In krassem Gegensatz zur hohen ökonomischen Bedeutung steht allerdings die öffentliche Wahrnehmung des technischen und damit auch des industriellen Fortschritts in Österreich“, erklärt Albert Hochleitner, Obmann des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie, anlässlich der Bildungsenquete Gesellschaft gegen Technik? Auf der Suche nach einem neuen Verständnis von Innovation und Technik im 21. Jahrhundert, am 10. Juni im Wiener Haus der Industrie. „Technik als Baustein der Industrie ist hierzulande nach wie vor ein Nicht-Thema, existiert in dieser Weise im öffentlichen und im privaten Diskurs nur untergeordnet“, kritisiert Hochleitner. Der Grund dafür: Das Wissen über Technik zähle heute nicht mehr zur Allgemeinbildung. Und dies habe eine „ausgeprägte Technologie- und Industriefeindlichkeit“ zur Folge. Allerdings, wirft Hochleitner ein, gäbe es bei der Anwendung neuer Technologien – wie beispielsweise Handys oder Laptops – selten Berührungsängste mit dem Fortschritt. Verschärfend wirkt sich laut Clemens Malina-Altzinger, Obmann des Fachverbandes der Maschinen- und Metallwarenindustrie, auch die demografische Entwicklung aus: „Bereits ab dem Jahr 2010 wird die für uns so wichtige Zielgruppe der 15 bis 19-jährigen kontinuierlich kleiner werden. Berechnet ab dem Jahr 2008 haben wir bis zum Jahr 2020 mit einem Rückgang von 14% zu rechnen. Das bedeutet, dass sich die Zahl der Jugendlichen, die potentiell eine technische Ausbildung beginnen können (Lehre oder Studium), bis zum Jahr 2020 um über 70.000 Personen reduzieren wird“. Für beide Obmänner ist der Schlüssel zum Erfolg eine positive Grundstimmung in der Bevölkerung gegenüber Technik und Industrie. Dafür sind nicht nur Anstrengungen der Wirtschaft selbst, sondern auch Maßnahmen von Seiten der Politik und des Bildungswesens gefragt.
Auch die Vermittlung von Technik im schulischen Bereich genauso wie in den Medien müsse stärker kommuniziert werden. Besonders lehrreich sei in diesem Zusammenhang der so genannte „CSI-Effekt“: „Seit der Premiere von CSI - Las Vegas im Jahr 2000 geben immer mehr junge Menschen als Berufswunsch Gerichtsmediziner an. Dieser Trend ist auch in Österreich spürbar. Bedenkt man, dass Gerichtsmediziner bislang nicht unter den gängigen Vorstellungen einer Traumkarriere zu finden waren, wird einem die Macht unserer heutigen Medien- und Informationsgesellschaft umso stärker bewusst“, beschreibt Malina-Altzinger das aktuelle Medienphänomen. Um Technik bei Jugendlichen beliebter zu machen und dem Thema als wichtigen Bestandteil unseres Alltags einen entsprechenden Platz zu bieten, müssten Technik bzw. Techniker viel öfter in den Medien vorkommen – auch außerhalb von Magazinen und Dokumentationen. Denn in TV-Filmen, Serien und Soaps beherrschen bislang Stereotype das Bild: Tierärzte, Bergdoktoren, Chirurgen und polizeiliche Ermittler aller Art, Rechtsanwälte, Richter, Förster und Manager.
In dieselbe Kerbe schlägt Julia Wippersberg, Institut für Kommunikationswissenschaften, Universität Wien. In ihrer Studie Technik im ORF kommt Wippersberg zu dem Schluss, dass häufige Berichterstattung über Technik und technische Berufe auch das Interesse an diesen Themen wecken und so eventuell zu einer entsprechenden Berufswahl führen kann. Doch bislang sei hier zu Lande der Anteil an Wissenschaftsberichterstattung an der gesamten Berichterstattung zu klein. Dabei wären Technik-Themen aufgrund der großen Bedeutung für die Gesellschaft und auch aufgrund der emotionalen Aufladung, die Technik-Themen gelegentlich immanent ist, attraktive Themen für die Medien und spannende Informationen für die Rezipienten.
Eines der Hauptprobleme dahinter: Die meisten TV-Redaktionen seien sich einig, dass Beiträge über Maschinenbau, Elektrotechnik und Elektronik sowie Metallindustrie von vielen Rezipienten schnell als „unsexy“ und sperrig empfunden werden. Dies werde als eine grundsätzliche Schwierigkeit bei der Produktion von Beiträgen über Technik allgemein und Maschinenbau, Elektronik und Elektrotechnik sowie Metallindustrie im Besonderen empfunden: Diese Themen eigneten sich zum Teil nicht sehr gut für das Fernsehen, da das TV mit Bildern arbeiten müsse und gute Technik-Themen nicht immer gute Bilder hätten. „Solange Themen aber abstrakt bleiben und nicht in Bilder gefasst werden können, sind sie schwer zu vermitteln und zu produzieren. Umgekehrt sind sie von den Zuschauern nicht leicht zu verarbeiten und stoßen auf wenig Interesse. Darüber hinaus wird von den befragten Redaktionen angeführt, dass Technik-Themen Nischen darstellen, für die wenig Sendezeit zur Verfügung steht“, fasst Wippersberg ihre Studienergebnisse zusammen.
Die Studie Technikausbildung ja/nein – wie entscheidet die Jugend von Wolfgang Schildorfer, Vereinigung High Tech Marketing, beschäftigt sich mit Motiven und Kontexten für die Entscheidung für oder gegen eine technische Ausbildung in den Bereichen Maschinenbau und Elektrotechnik. Die Wahrnehmung eines Informationsmangels - auch und vor allem in der Schule – ist eines der wichtigsten Ergebnisse der Studie. Dieser Mangel betrifft die folgenden Bereiche: technische Ausbildungsmöglichkeiten, Inhalte technischer Ausbildungen, Berufsbilder und Möglichkeiten mit technischen Ausbildungen, Technik intensive Leitbetriebe und Innovationsführer in Österreich und den tatsächlichen Bedarf an technischem Fachpersonal der Industrie.
Ein eher überraschendes Bild zeigt sich laut Schildorfer zudem bezüglich der Wahrnehmung des Technikermangels in Österreich. Demnach sei ein Technikermangel nicht offensichtlich, wobei ein bestehender Technikermangel künftig inhaltlich genau und expliziter kommuniziert werden müsse. Als Problem werde die geringe Anzahl an technischen Stelleninseraten in den Tageszeitungen gesehen, wodurch es zu einer Verzerrung der Wahrnehmung eines potentiellen Technikermangels komme. Ein weiteres Problem bestehe darin, dass Schlagzeilen über den Jobabbau in österreichischen Industrieunternehmen ein gegenteiliges Bild vermitteln.
In der abschließenden Podiumsdiskussion, an der Friedrich Faulhammer, Leiter der Sektion I „Universitäten und Fachhochschulen“ des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung, Gernot Schieszler, Generaldirektor-Stellvertreter Telekom Austria TA AG, Monika Kircher-Kohl, Vorstandsvorsitzende Infineon Technologies Austria AG, Christian Knill, CEO Knill Gruppe, und Alexander Wrabetz, Generaldirektor ORF, teilnahmen, lag der Fokus auf Maßnahmen, wie Elektrotechnik und Maschinenbau stärker vor den Vorhang geholt werden können. Dabei steht vor allem die Vorbildwirkung von Role Models im Vordergrund. Ebenso sollte künftig ein stärkerer Konnex zwischen der angewandten Wirtschaft und der Wissenschaft hergestellt werden. Beide Inhalte müssen in den Medien kurz und verständlich präsentiert werden. Eine Adaptierung der Universitätscurricula soll auch Attraktivitätssteigerung von Technikstudien wie Elektrotechnik und Maschinenbau beitragen. Der Abbau von Berührungsängsten kann z.B. über eine stärkere Öffnung der Unternehmen erreicht werden. Durch das Sichtbarmachen von Produktionsprozessen soll die Lücke zwischen Alltagsverständnis und Alltagsanwendung von Technik geschlossen werden können. Wichtige Zielgruppen mit hohem Potential sind nach wie vor junge Frauen und Migranten. Vor allem bei letzteren ist eine Verbesserung der rechtlichen Rahmenbedingungen ein notweniger Schritt, um künftig die Anzahl der technischen Experten zu steigern.
Die Dokumente zur Veranstaltung am 9.6.08 können unter www.iv-net.at (Button „Bewusst innovativ“) abgerufen werden.
Nachfolgend finden Sie alle relevanten Dokumente vom 10.6.2008 zum Download, für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. (Kathrin Mück-Puelacher T: 01/588 39-29)
Österreichs Wirtschaft hat sich in den vergangenen Jahren durch die kontinuierliche Steigerung der Innovationskraft der Unternehmen eine technologische Spitzenposition geschaffen. Seit 1993 stieg der Anteil der Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten am BIP von 1,44% auf 2,54% im Jahr 2007. Diese hohe Innovationsleistung ist die Basis für die Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes Österreich und ein entscheidendes Element, um sich als kleines exportorientiertes Land im internationalen Umfeld als attraktiver Standort zu behaupten.
Die österreichische Elektro- und Elektronikindustrie ist eine der forschungsintensivsten Branchen Österreichs. Sie tätigt pro Jahr rund 2/3 der F&E-Ausgaben der gesamten Industrie unseres Landes. Diese hohe Innovationsleistung ist nur unter der Voraussetzung möglich, dass für die betroffenen Unternehmen eine große Anzahl hochqualifizierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verfügbar ist, die eine auf Innovation aufbauende Wachstumsstrategie umsetzen können. Dabei verlangt speziell die rasante Entwicklung der Industrie ihren Beschäftigten nicht nur eine hochwertige Ausbildung ab, sondern auch die ständige Weiterbildung bzw. die Bereitschaft, sich mit neuen Themengebieten und Inhalten auseinanderzusetzen.
Die Elektro- und Elektronikindustrie setzte bereits Mitte der 1990iger Jahre mit der von ihr initiierten Fachhochschule Technikum Wien einen entscheidenden Schritt in Bezug auf die Ausbildung eines hochqualifizierten technischen Nachwuchses. Die 2005 gegründete Life Long Learning Academy führt das Erfolgsrezept der mittlerweile größten technischen Fachhochschule Österreichs im Bereich bedarfsgerechter Zusatzqualifikationen fort.
Das speziell auf die Bedürfnisse von Technikerinnen und Technikern abgestimmte Programmangebot stellt einen umfassenden Ansatz des berufsbegleitenden Lernens dar. Die praktische Umsetzung mittels maßgeschneiderter Konzepte, die auf die speziellen Bedürfnisse jedes einzelnen Kunden eingehen, leistet einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Qualifikationen bzw. zur Erweiterung der Kompetenzen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und damit letztendlich auch zur Steigerung der Attraktivität der Arbeitsplätze.
Zwar liegt die Verantwortung für lebensbegleitendes Lernen in erster Linie bei jeder einzelnen Mitarbeiterin und jedem einzelnen Mitarbeiter, jedoch sollte Life Long Learning auch von Unternehmen mit hoher Priorität behandelt werden. Denn gut ausgebildete und laufend weitergebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind nicht nur eine wichtige Säule für den unternehmerischen Erfolg bzw. die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe sondern auch eine Voraussetzung für die langfristige Sicherung des Wirtschaftsstandortes Österreich.
Das aktuelle Seminarprogramm der LLL Academy 2008 ist unter folgendem Link abrufbar: http://www.lllacademy.at/weiterbildung/seminarprogramm_2008/
So wurde unter anderem vor mittlerweile 12 Jahren mit der Fachhochschule Technikum Wien die mittlerweile größte technische FH Österreichs von der Elektro- und Elektronikindustrie initiiert.
Trotz der erfreulichen Entwicklung technischer Studien am FH Sektor ist die Situation des technischen Nachwuchses für die Unternehmen teilweise äußerst angespannt. Von November bis Jänner 2007 wurde vom Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie eine Studie durchgeführt, um den aktuellen Status quo im Bereich des technischen Nachwuchses zu erheben. Im Rahmen von qualitativen Interviews mit Personalverantwortlichen von Unternehmen, die einen repräsentativen Branchenquerschnitt darstellen, wurden die Problemfelder und die Forderungen der Unternehmen in Bezug auf ihre technischen Mitarbeiter mit den Gesprächspartnern diskutiert.
Das Ergebnis dieser Befragung können Sie bei den zuständigen Ansprechpartnern im FEEI anfordern: Dr. Peter Winkelmayer (Tel: 01/588 39-55) bzw. Kathrin Mück-Puelacher (01/588 39-29).
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