„Die Gewitterwolken verziehen sich langsam“, beschreibt Brigitte Ederer, seit Mitte Mai neue Obfrau des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI) die aktuelle wirtschaftliche Lage der zweitgrößten Industriebranche Österreichs. „Allerdings hat das Jahr 2009 mit einem nominellen Produktionsrückgang von minus 15,5% auf 10,86 Mrd. Euro Spuren in der Branche hinterlassen“. Vor dem Hintergrund der weltweiten Wirtschaftskrise kämpften nahezu alle Sparten der Elektro- und Elektronikindustrie (EEI) mit teils beträchtlichen Auftragseinbrüchen und daraus resultierenden Produktionsrückgängen. Die Exporte, einer der wichtigsten Impulsgeber des Sektors, sind 2009 um 20,7% eingebrochen. Der Beschäftigtenrückgang blieb im selben Zeitraum in diesem schwierigen Umfeld erfreulicherweise mit einem Minus von 5,6% sehr moderat.
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| v.l.n.r.: Mag. Brigitte Ederer, Obfrau des FEEI, und Dr. Lothar Roitner, Geschäftsführer des FEEI |
Im letzten Quartal 2009 begann sich die Lage wieder zu entspannen. Die Auftragseingänge aus dem Ausland stiegen gegenüber dem 4. Quartal 2008 um 16%. Der Aufwärtstrend bei den Aufträgen Ende 2009 spiegelt sich auch im Produktionswert des ersten Quartals 2010 wider, der mit 2,2% nur geringfügig sank. Verantwortlich für den Rückgang war in erster Linie die das Produktionsminus in der größten EEI-Sparte, Motoren, Generatoren, Transformatoren, von Jänner bis März von 10,7% gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 566 Millionen Euro. Auch sonst zeigte die Wachstumskurve im ersten Quartal 2010 weiter deutlich nach oben. Die Exporte erholten sich mit einem Plus von 5,8%, die Auftragseingänge stiegen um 21% und auch die Beschäftigtensituation erwies sich stabil. Für das Jahr 2010 rechnet Ederer mit einem leichten Wachstum der Branche. Trotzdem geht die FEEI-Obfrau davon aus, dass die Konjunktur auch in den nächsten Monaten noch von der nach wie vor niedrigen Investitionsnachfrage beeinträchtigt bleibt.
Für die Zukunft setzt Ederer daher in erster Linie auf die Forcierung von neuen Technologiefeldern, in denen die Unternehmen der Elektro- und Elektronikindustrie bereits jetzt zu den weltweit führenden Anbietern zählen, wie z.B. intelligente Energienetze. „Die steigende Ressourcennachfrage, der Klimawandel und damit verbundene Einsparungs- und Effizienzvorgaben stellen an das Energiesystem von morgen neue Anforderungen. Durch intelligente Stromnetze, sogenannte Smart Grids, kann einerseits die Energieversorgung verbessert, die Effizienz gesteigert und die Einbeziehung von alternativen Energiequellen forciert werden. Andererseits sichern wir uns dadurch im Inland Wertschöpfung und Arbeitsplätze“, ist die FEEI-Obfrau überzeugt.
Aktuelle Erhebung bestätigt Smart Grids hohes Wachstumspotenzial
Das weltweite Marktvolumen von Leistungselektronik, Kommunikationstechnik, elektronischen Komponenten und Software, die beim Aufbau von Smart Grids benötigt werden, wird im Jahr 2014 bis zu 150 Mrd. US Dollar betragen. Laut einer aktuellen Erhebung des FEEI bewegen sich die Potenziale in der österreichischen Elektro- und Elektronikindustrie inkl. der vor- und nachgelagerten Bereiche im Jahr 2015 bei einem Produktionswert von rund 417 Millionen Euro bzw. mehr als 2.700 Beschäftigungsverhältnissen. „Smart Grids werden schon bald Realität werden. Ob mit oder ohne Technologie aus Österreich liegt an den Rahmenbedingungen, die wir den Unternehmen bieten“, erklärte Ederer. Konkret gehe es ihr um eine zielgerichtete Forschungsförderung für Smart Grids Basistechnologien, für die pro Jahr rund 15 Millionen Euro nötig sind. Auch die rasche Realisierung von großflächigen Demonstrationsprojekten von Energieversorgern, Technologieentwicklern und Forschungsinstitutionen würde Österreichs Technologieführerschaft im internationalen Wettbewerb unterstützen.
Die wirtschaftliche Lage der Elektro- und Elektronikindustrie 2009 im Detail
Nahezu alle Sparten der EEI waren im Jahr 2009 von teils massiven Produktionsrückgängen betroffen. Bei den Bauelementen, die traditionell sehr früh auf die Konjunktur reagieren, gab es ein Minus von 27,9%, die Verteilungs- und Schalteinrichtungen gingen um 18,3% zurück, sonstige elektrische Ausrüstungen um minus 21,2%, die elektrischen Ausrüstungen für KFZ sanken um 66,4%. Lediglich eine Sparte konnte im Jahr 2009 Zuwächse verzeichnen: Der Bereich Motoren, Generatoren und Transformatoren wuchs um 18,3%. Im Gegensatz zur Produktion waren von den starken Exportrückgängen alle Sparten betroffen. Betrachtet nach Ländergruppen blieb die EU 2009 mit 65,9% der wichtigste Außenhandelsraum. Die dortigen Ausfuhren sanken um minus 22,9%. Rückläufig waren auch die Ausfuhren nach Asien (-15,1%), das mit 14,1% Anteil 2009 der zweitgrößte Exportmarkt war.
Ausblick 2010
In der Elektro- und Elektronikindustrie mehren sich seit einigen Monaten die positiven Signale in Form von steigenden Auftragseingängen und Exporten. Die Sparte Bauelemente konnte im ersten Quartal 2010 um 95,3% gegenüber dem Vorjahreszeitraum zulegen, bei den Exporten gab es ein Plus von 30%. Auch andere wichtige Bereiche, wie Verteilungs- und Schalteinrichtungen verzeichnen wachsende Aufträge (+42,5%) und eine gute Nachfrage aus dem Ausland (+12,3%). Dass die Krise noch nicht ganz ausgestanden ist, zeigen allerdings die geringen Zuwächse bei den Auftragseingängen (+3,1%) und leicht sinkenden Exporte (-2,5%) in der Sparte Motoren, Generatoren, Transformatoren, die mit einem Anteil am Gesamtproduktionswert von 22,4% die größte Sparte innerhalb der EEI ist und daher auch wesentliche Einflüsse auf das Gesamtergebnis haben wird.
- Ederer über Beschäftigungssituation (1597 KB)
- Ederer über Österreichs Wettbewerbsvorsprung (713 KB)
- Ederer über Smart Grids als Wachstumstreiber (2673 KB)
- Ederer über Veränderungen durch Smart Grids (1662 KB)
- Ederer über Wirtschaftslage Elektroindustrie (2916 KB)
- Ederer_ Produktionswert SG bis 2015 417 Mio. (674 KB)
- Ederer_Forschungsgelder sollen erhöht werden (1874 KB)
- Roitner_Ausblick 2010 (767 KB)
Bis zu 725 Euro Prämie möglich
Lehrlinge, die sowohl den Praxistest zur Mitte der Lehrzeit als auch die Lehrabschlussprüfung bestehen, erhalten laut Kollektivvertragsregelung ab 1. Mai 2010 eine Prämie von insgesamt 600 Euro. Darüber hinaus gebührt eine zusätzliche Prämie von 100 Euro, wenn der Lehrling beim erstmaligen Antritt zur Lehrabschlussprüfung diese mit gutem Erfolg absolviert, beziehungsweise 125 Euro bei ausgezeichnetem Erfolg.
„Die Lehrlingsausbildung in Österreich ist schon jetzt eine sehr gute. Für die Qualität sind Ausbildungsbetriebe und Lehrlinge gleichermaßen verantwortlich, beide sollten daher für ihre Bemühungen um die Qualitätssicherung der Ausbildung belohnt werden“ so Gewerkschaft und Fachverband abschließend.
Innovationskraft der Elektro- und Elektronikindustrie in Österreich stärken
Mit mehr als einem Drittel der F&E-Aufwendungen ist die Elektro- und Elektronikindustrie der innovativste Sektor innerhalb der österreichischen Industrie. „Die Branche revolutioniert mit ihren intelligenten Produkten, Systemen und Komponenten unseren Alltag. Ob im Gesundheitswesen, in der Telekommunikation, im Verkehr oder in den Bereichen Energie und Umwelt – die Technologien leisten einen wichtigen Beitrag zur Modernisierung der Infrastruktur unseres Landes. Daher ist es unser oberstes Ziel durch die Mitgestaltung der wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen die Innovationskraft und damit auch die internationale Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Elektro- und Elektronikindustrie zu stärken“, erklärte Ederer anlässlich ihrer Wahl. Eine zielgerichtete Forschungsförderung sei dabei unumgänglich, um die Technologiekompetenz und damit auch die Wertschöpfung im Inland zu halten. Als Beispiel nannte Ederer den Bereich Energie- und Umwelttechnologien. „Auf diesem Sektor sind wir in vielen Bereichen bereits jetzt Technologieführer. Durch gezielte Forschungsförderung sichern wir uns nicht nur die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und damit die Arbeitsplätze, sondern leisten mit den modernen Technologien auch einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz“.
Weniger Pflichtbeiträge, mehr Leistungen
Mit der erfolgreichen Umsetzung seiner Strategie 2005+ ist der FEEI auch organisatorisch bereits seit einigen Jahren gut aufgestellt. Durch die Konzentration auf sechs wesentliche Kernthemen im Bereich der Interessenvertretung und den kontinuierlichen Ausbau des freiwillig finanzierten Leistungsangebotes hat sich der Fachverband zu einer effizienten Interessenvertretung mit schlanken Strukturen entwickelt, die mit ihrem Leistungsangebot flexibel auf die Bedürfnisse der Unternehmen eingehen kann. Dadurch konnten nicht nur die Pflichtmitgliedsbeiträge in den vergangenen Jahren um 30% reduziert werden. Mittlerweile stammen auch über 60% des Gesamtbudgets der Interessenvertretung aus freiwilligen Leistungen.
Anträge können bis 30. Juni 2010 an das UFH geschickt werden, das letztgültige Rechnungsdatum für den Erhalt der UFH Trennungsprämie ist der 31. Mai 2010.
Die Förderung gilt für Waschmaschinen, deren Stromverbrauch pro Kilogramm Wäsche 0,15 kWh oder weniger beträgt, sowie Wäschetrockner mit Wärmepumpentechnologie und Energieeffizienzklasse A. Die aktuelle Geräteliste kann online unter www.trennungspraemie.at abgerufen werden.
„Die Trennungsprämie ist eine Aktion, die sowohl die Geldbörse als auch die Umwelt schont“, so Umweltminister Niki Berlakovich, „und die ersten Ergebnisse zeigen: Sie ist ein voller Erfolg!“ Durch die Aktion wird der österreichische Energiebedarf um 8,26 Millionen kWh gesenkt. Denn der Energiebedarf der Altgeräte, die im Durchschnitt 15 Jahre alt sind, beläuft sich auf 14.111 MWh pro Jahr. Der Energiebedarf für die ausgetauschten Neugeräte ist mit 5.848 MWh wesentlich niedriger. Die eingesparte Differenz von 8.263 MWh entspricht einer Jahresleistung von zwei kleinen Laufkraftwerken oder dem durchschnittlichen Jahresbedarf von 1.900 Haushalten.
Durch Trennungsprämie CO2 eingespart
Mit der Energieersparnis geht auch eine CO2-Ersparnis einher und die beträgt für die ausgetauschten Geräte der Aktion UFH Trennungsprämie 1.339 Tonnen pro Jahr. Diese Zahl ergibt sich aus den getauschten 32.816 Kühlgeräten unter Verwendung des Emissionsfaktors von 0,162 t CO2/MWh für den Ö-EVU-Mix. „Auf die durchschnittliche Lebensdauer von 15 Jahren der eingesetzten Geräte gerechnet ergibt dies eine Einsparung von etwa 20.000 Tonnen CO2“, resümiert Umweltminister Niki Berlakovich. „Deshalb begrüßen und unterstützen wir die UFH-Aktion, die den Tausch von alten Energiefressern gegen neue energieeffiziente Geräte fördert, weil damit auch große Mengen CO2 eingespart werden.“
Großes Potential besteht jedenfalls. 1,55 Millionen Kühl- und Gefriegeräte sind älter als 10 Jahre. Bei Austausch aller dieser Geräte könnten etwa 300.000 Millionen kWh eingespart werden. Die sich daraus ergebende CO2-Einsparung beträgt 50.000 Tonnen pro Jahr oder etwa 750.000 Tonnen auf deren Lebensdauer gerechnet!
Das UFH zieht ein höchst erfolgreiches Resümee über die Aktion Trennungsprämie. Von September bis Dezember 2009 förderte das UFH den Tausch von alten Kühl- und Gefriergeräten gegen neue, energieeffiziente A++ Geräte mit der Trennungsprämie, die bis zu 100 Euro pro Gerät betrug. Mag. Erich Scheithauer, Vorstandsvorsitzender der UFH Privatstiftung, kann den Erfolg auch mit Zahlen dokumentieren: „Von den 37.000 Anträgen, die bis Ende Jänner 2010 eingereicht wurden, haben wir bereits 32.816 ausbezahlt – und damit das geplante Förderbudget um rund 20 % auf 2,94 Millionen Euro aufgestockt.“ Österreichs 3,54 Millionen Haushalte tauschten im Aktionszeitraum 8.186 Kühlschränke, 7.251 Kühl- und Gefrierkombinationen, 12.847 Gefrierschränke sowie 4.532 Kühltruhen.
Neue Trennungsprämie auch für andere Haushaltsgeräte geplant
Großes Energie- und CO2-Einsparpotenzial findet sich auch bei anderen Haushaltsgeräten. Deshalb startet das UFH eine neue Aktion Trennungsprämie. „Damit wollen wir erreichen, dass Konsumentinnen und Konsumenten sich von alten Großgeräten trennen, die im Durchschnitt eine Lebensdauer von 15 Jahren haben, und sie durch neue energieeffiziente Maschinen ersetzen“, erklärt Dr. Helmut Kolba, Geschäftsführer UFH Umweltforum Haushalt GmbH & Co KG, das Aktionsziel. Es werden immer nur Geräte der höchsten Energieeffizienzklasse gefördert.
Breite Unterstützung durch den Handel
Der Handel, als wichtigster Ansprechpartner für die Konsumentinnen und Konsumenten, hat bereits die Trennungsprämie für Kühlgeräte unterstützt und wird das auch bei der neuen Aktion machen. „Schließlich konnten wir die Umsätze für Kühl- und Gefriergeräte im Aktionszeitraum um über 20 Prozent steigern und so auch die Wirtschaft ankurbeln“, freut sich Ing. Wolfgang Krejcik, Obmann des Bundesgremiums Radio und Elektrohandel in der Wirtschaftskammer Österreich. „Diese Aktion hat das Bemühen unserer geschulten Verkäufer mehr als unterstützt, beim Kauf eines Kühlgerätes verstärkt auf die Energiebilanz hinzuweisen, denn innerhalb von ein bis zwei Jahren ist der Mehrpreis eines Energiesparmodells durch den geringeren Stromverbrauch für den Konsumenten meist schon verdient!“
Mehr als 300 Spezialisten für Informationstechnologien von über 90 Firmen werden zur diesjährigen Veranstaltung erwartet, einem intensiven, fünftägigen „connectivity marathon“ zum Test der Interoperabilität von Anwendungen in Gesundheitsinformationssystemen.
Parallel zu den Testaktivitäten wird beim Connectathon 2010 ein zwei Tage umfassendes Konferenzprogramm angeboten. Ein Tag konzentriert sich auf die Fortschritte in der Interoperabilität der europäischen Programme für Gesundheits-IT, ein weiterer Tag befasst sich mit den Entwicklungen in Frankreich.
Beim IHE Connectathon haben alle Firmen, die Spezifikationen des IHE Technical Frameworks bei ihren Produkten implementieren, die einzigartige Möglichkeit, Interoperabilitäts-Tests ihrer Anwendungen mit den Systemen und Produkten anderer Anbieter in einer Echtzeitumgebung durchzuführen.
Laut Aussagen von Anbietern, welche bereits an vorhergehenden Connectathons teilgenommen haben, kann festgehalten werden, dass „die Kosten zur Fehleridentifizierung und -beseitigung während des Connectathons nur ein Zehntel der Kosten ausmachen, die anfallen, wenn der Fehler im Echtbetrieb entdeckt wird“.
Die Ergebnisse des Connectathons werden auf der IHE-Europe Webseite publiziert. Dadurch haben Anbieter von Anwendungen die Möglichkeit, die Übereinstimmung ihrer Produkte mit den IHE Integration Profiles durch den Verweis auf die IHE Integration Statements zu zeigen. Das ist ein eindeutiger Vorteil für Anbieter bei der Teilnahme an Anwenderausschreibungen.
Für weitere Informationen über IHE-Europe besuchen sie bitte: www.ihe-europe.net . Des Weiteren finden Sie auf der Webseite von IHE-Europe Berichte über erfolgreiche IHE-Implementierungen in Europa, sowie häufig gestellte Fragen zum Connectathon, zu den IHE Frameworks und Spezifikationen.
IHE-Europe ist die europäische Organisation von IHE-International. ‘Integrating the Healthcare Enterprise’ (IHE) ist eine gemeinsame Initiative von Experten des Gesundheitswesens und der Industrie zur Verbesserung des Informationsaustausches zwischen IT-Systemen im Gesundheitswesen. IHE fördert und koordiniert den Einsatz von Standards wie DICOM, XML und HL7 zur Unterstützung spezieller klinischer Anforderungen in der optimalen Patientenversorgung. Systeme die in Übereinstimmung mit den IHE-Spezifikationen entwickelt wurden kommunizieren besser miteinander, sind einfacher zu implementieren und ermöglichen es den Anwendern im Gesundheitswesen, Informationen effektiver zu nutzen.
Konjunkturklausel in 60 Unternehmen umgesetzt
Insgesamt haben 78 Unternehmen mit rund 20.000 Beschäftigten die Option beantragt. Das ist rund ein Drittel aller dem Kollektivvertrag unterliegenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 60 eingereichte Anträge, die rund 16.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betreffen, konnten erfolgreich bearbeitet werden.
Mit der Sonderregelung der Konjunkturklausel, die im Rahmen des diesjährigen Kollektivvertrags-Abschlusses vereinbart wurde, konnte die unterschiedliche wirtschaftliche Lage in den Unternehmen berücksichtigt werden. Für alle Betriebe, die im 1. Quartal 2009 gegenüber dem 1. Quartal 2008 einen Umsatzrückgang von 15% und mehr hatten, wurde die Möglichkeit für eine geringere Ist-Erhöhung von 1,4% statt 2,2% geschaffen. Die Einreichungen für eine Nutzung der Klausel mussten bis 19. Juni im FEEI bzw. bei den Gewerkschaften eingelangt sein. Die Bearbeitungsfrist der Anträge endete am 21. Oktober.
Kurzarbeit geht zurück
Seit November 2008 nahmen 26 Unternehmen der Elektro- und Elektronikindustrie Kurzarbeit in Anspruch, betroffen davon waren in diesem Zeitraum insgesamt 8.720 Beschäftigte. Per 10. Juli 2009 befanden sich 5.200 Personen in Kurzarbeit. Aktuell wird in elf Unternehmen mit 3.947 Beschäftigten kurzgearbeitet, und die Tendenz zeigt in Richtung eines weiteren Rückgangs.
Viele ÖsterreicherInnen betrachten die schrittweise Ablöse der Glühbirne mit Skepsis und fühlen sich über dieses Thema insgesamt unzureichend informiert. Diesem Informationsbedürfnis kommt das UFH entgegen und möchte Mythen und Unklarheiten mit der Fortsetzung der letztjährigen Informationskampagne "Fang das Licht" ausräumen. Bei der aktuellen Kampagne „Lampenduell“ geht es einerseits darum, KonsumentInnen umfassend über Energiesparlampen zu informieren und sie so für einen Umstieg auf intelligente Beleuchtung zu gewinnen. Andererseits bietet das UFH mit der Plattform www.lampenduell.at auch Energiesparlampen-SkeptikerInnen und GegnerInnen die Möglichkeit sich auszutauschen.
Das Lampenduell
Die Kampagnensite www.lampenduell.at wird mittels Banner über aufmerksamkeitsstarke Websites wie zum Beispiel orf.at, facebook.at oder google.at beworben. Direkt vom Banner kommt man zum Voting, bei dem alle SeitenbesucherInnen mitmachen und damit den aktuellen Stand des Duells mitentscheiden können. Die Facts & Figures zeigen auf einen Blick, wie sich Glühbirne und Energiesparlampe tatsächlich unterscheiden und bieten auch Features wie den Energiesparrechner oder den aktuellen Stand des Votingduells. Alle Fragen, die trotzdem offen bleiben, können an ein Team von Beleuchtungsexperten geschickt werden.
Die Expertise zum Thema liefern Komm.-Rat Ing. Roman Adametz, Gremialobmann des Wiener Elektro- und Elektronikgroßhandels und stv. Bundesgremialobmann des Elektrohandels, und Dr. Johann Hatzenbichler, Beleuchtungsexperte im FEEI – Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie.
Das UFH hat sich ganz bewusst dafür entschieden, auch ein Diskussionsforum anzubieten, das für alle offen ist und wo alle SeitenbesucherInnen ihre Meinung zum Thema abgeben können. Sowohl Glühbirnen-BefürworterInnen als auch Energiesparlampen-Fans können auf www.lampenduell.at miteinander in Dialog treten.
Weitere Infos gibt es unter www.ufh.at und auf Facebook: http://www.facebook.com/group.php?gid=319409640383&ref=nf
Best Ager als Kunde
Handel und Industrie haben in den Konsumenten zwischen 50 und 75, den so genannten Best Agern, eine neue Zielgruppe ausgemacht: Zu über 80% werden sie als bedeutende bis sehr bedeutende Kundenschaft eingestuft. Best Ager verbinden eine hohe Konsumbereitschaft gepaart mit hoher Kaufkraft. Sie sind - anders als häufig angenommen - keineswegs Technik-feindlich, sondern anspruchsvolle Nutzer, die erwarten, dass technische Produkte und neue Technologien, bedienerfreundlich sind. Und sie werden als qualitäts- und markenbewusste, treue Kunden geschätzt.
Produkte für Best Ager zumeist ungenügend
Produkte und Dienstleistungen für Best Ager müssen verschiedensten Ansprüchen gerecht werden. Besonders wichtig für Best Ager ist der Erhalt der geistigen und körperlichen Mobilität, Gesundheit und Unabhängigkeit. Das steigende Bedürfnis nach Sicherheit wird durch den Versuch, körperliches Unwohlsein zu vermeiden ergänzt. Während 83% der befragten Unternehmen davon ausgehen, dass sie auf die Wünsche der Best Ager eingehen, beklagen 80% der Best Ager, dass die Produkte ihre Bedürfnisse nicht ausreichend berücksichtigen.
Intergenerativ - das neue Schlagwort
Aber auch Produkte, deren Funktionalität an die Vorgaben angepasst sind, sind nicht nur selten erfolgreich, sondern stoßen sogar häufig auf große Ablehnung. Haftet einem Produkt der Geruch an, für "Ältere" zu sein, wird es große Schwierigkeiten haben. Alt zu sein, ist in unserer jugendorientierten Zeit äußerst negativ konnotiert, als alt eingestuft zu werden, wird als diskriminierend empfunden. Die Lösung liegt in der Entwicklung von intergenerative Produkten. Darunter versteht man, Produkte, die auf die Anforderungen von Best Agern ausgerichtet sind, sich von Design, Funktionalität und Marketing aber nicht von anderen unterscheiden. Damit verhindert man eine Segregierung der Best Ager und eEin erfreulicher Nebeneffekt ist, dass das besondere Maß an Benutzerfreundlichkeit, das von Best Agern gefordert wird, auch von anderen Kunden positiv bewertet wird.
Neue Plattform GEN_TT
Die FH Technkum Wien hat gemeinsam mit der BEST AGE Consulting GmbH die Studie: "Ist ein 'Haus der Generationen' sinnvoll und machbar? durchgeführt und im Rahmen der Veranstaltung "Die Zeit ist 'reif'" die Ergebnisse präsentiert. 75% der befragten Unternehmen aus Wirtschaft und Industrie und 63% der Best Ager befürworten eine solche Plattform, wie auch 12 befragte Experten.
Aufgrund dieses positiven Ergebnisses wird ein "Haus der Generationen" in Form der Plattform GEN_TT geschaffen werden. Die Aufgabe von GEN_TT ist die Gewinnung von Informationen zu Funktionalität, Bedienerfreundlichkeit, Aufmachung und Design von Produkten. GEN_TT ist als Generationenplattform konzipiert, an der sich Industrie, Handel, Best Ager, Erfinder und Geldgeber beteiligen können. Sie soll als Drehschreibe zum Wissensaufbau und -austausch zur Entwicklung intergenerativer Produkte und Dienstleistungen fungieren. GEN_TT steht dabei sehr treffend für "Generation Turntabel" (Gerationen Drehscheibe).
Die ersten Schritte in Richtung Umsetzung der GEN_TT-Plattform werden dem Thema Sicherheitstechnik und Bedienbarkeit gewidmet sein.
Begriff Best Ager
Best Ager sind 50 bis 75 Jahre alt und stehen kurz vor und nach kritischen Lebensphase wie z.B. dem Ruhestand oder dem Auszug der Kinder. Mit dem Begriff "Best Ager" wird eine 4. Lebensphase eingeführt, die man vor dem Eintritt ins Seniorenalter, ab 75 Jahren, durchlebt. Sie beschreibt die Zeit des "aktiven Alterns" und dauert derzeit ungefähr 25 Jahre. Best Ager sind zwar eine heterogene Gruppe, deren Gemeinsamkeit in ähnlichen Erfahrungen und Erlebnissen bedingt durch das Altersgefüge liegt.
FEEI goes Facebook: neuer Service für Mitglieder und alle mit Interesse an der Elektro- und Elektronikindustrie
Neuer Service
Mit der Fanpage auf Facebook möchte der FEEI seinen Mitgliedern eine weitere Möglichkeit bieten, die Aktivitäten des Fachverbandes zu verfolgen. Unter http://www.facebook.com/pages/FEEI-Fachverband-der-Elektro-und-Elektronikindustrie/132123508489 werden nicht nur die interessantesten Neuigkeiten gepostet, sondern es besteht auch die Möglichkeit, diese zu kommentieren, sich an einer Diskussion zu beteiligen oder Fragen zu stellen. Selbstverständlich sind wir auch für Kritik, Anregungen und Wünsche offen.
Soziale Plattformen
Facebook hat derzeit knapp 450.000 aktive Nutzer in Österreich und ist bei den 20 bis 49jährigen laut einer Studie von ambuzzador die am liebsten und am häufigsten besuchte Soziale Plattform. Facebook ist 2004 gegründet worden und gilt als Mutter der Sozialen Plattform. Soziale Plattformen dienen der Kontakpflege, dem Aufbau von Netzwerken und dem Austausch von Informationen aller Art.
Das UFH hat Anfang September mit Unterstützung des Lebensministeriums die Kühlschranktausch-Aktion UFH Trennungsprämie ins Leben gerufen. Mit der Initiative fördert das Unternehmen den Austausch alter Kühl- und Gefriergeräte gegen energiesparende A++ Geräte aller Hersteller. KonsumentInnen erhalten für den Kauf eines neuen Modells der höchsten Energieeffizienzklasse und bei gleichzeitiger Rückgabe eines Altgerätes eine einmalige Prämie von 50 Euro (für A++ Geräte bis 90 cm Höhe) bzw. 100 Euro (für A++ Geräte über 90 cm Höhe und Kühltruhen).
Die Aktionsdauer ist bis Jahresende vorgesehen, letztlich aber so lange, bis das verfügbare Förderbudget von 2,5 Millionen Euro ausgeschöpft ist. Derzeit sind noch zwei Millionen Euro Trennungsbudget vorhanden.
Mehr Informationen gibt es auf: www.trennungspraemie.at
Die Produktion von Smart Textiles Gütern basiert auf dem Zusammenspiel der Textiltechnologie, der Elektronik, der Sensorik, der Informations- und Kommunikationstechnologie oder auch der Medizintechnik. Um Synergien zu nutzen und die Zusammenarbeit zu erleichtern, wurde die Smart Textiles Plattform gemeinsam mit dem Fachverband der Textilindustrie, der ÖTI und der TU Wien geschaffen. Ziel ist es,
- den Bereich Smart Textiles in Österreich erfolgreich aufzubauen
- den Austausch zu erleichtern
- die Industriebranchen zu vernetzen
- eine gemeinsame, integrative Wissenbasis zu schaffen
- das Verständnis und damit die Akzeptanz für moderne Technologien in der Öffentlichkeit zu verbessern
- gemeinsam neue Technologiethemen zu identifizieren
- gemeinsam technologische Fragestellungen zu lösen und
- den produzierenden Unternehmen, die bestmöglichen Rahmenbedingungen für Arbeitswelt, F&E und Infrastruktur zu bieten.

v.l.n.r.: Ing. Reinhard Backhausen, Präsident der Österreichischen Textilindustrie (WKÖ) und DI Dr. h.c. Albert Hochleitner, Obmann des FEEI
Smart Textiles, so genannte "intelligente" Textilien, haben technische Komponenten, die z.B. der Überwachung der Körpervitalfunktionen dienen, Kommunikationsgeräte und Displays in Freizeitkleidung und Sitzbezüge von Autos integrieren oder die Belastung von Gurten und Seilen prüfen. Die Elektro- und Elektronikindustrie liefert dazu die elektronischen Komponenten von funktionalen Geweben, die für die eigentliche Intelligenz der Smart Textiles benötigt werden, wie Halbleiter, Bauelemente, Informations- und Kommunikationstechnologien, elektrischen Ausrüstungen, Beleuchtungstechnologien, Medizintechnik und Photovoltaik. Damit öffnet sich für die österreichische Elektro- und Elektronikindustrie ein interessantes, neues und technologieintensives Geschäftsfeld.
Mehr Informationen dazu gibt es unter: www.smart-textiles.at
Der Grundstein für das Interesse und die Neugier an einem Thema wird schon früh gelegt wird. Gerade die Fächer Mathematik, Naturwissenschaften und Informatik können oft nur schwer vermittelt werden, sind aber Basis für eine spätere, technische Karriere. Hier den richtigen Zugang zu den Schülerinnen und Schülern zu finden, ist daher auch für die Elektro- und Elektronikindustrie von großer Bedeutung. Aus diesem Grund fördert der FEEI die IMST-Projekte, als Mitsponsor und Jurymitglied, da der IMST-Award zeichnet Projekte aus, die besonders innovativ an das Lehren und Lernen von Stoff herangehen.
Dieses Jahr wurden 162 Projekte eingereicht, der IMST-Award wurde am 24. September 2009 im Rahmen der IMST-Tagung verliehen.
Die diesjährigen Gewinner sind:
- "Lernen in mathematischen Lernumgebungen im Fokus unterschiedlicher Begabungen. Schwerpunkt Geometrie" (Klassenprojekt, Schulstufe 1-4)
- "E-Portfolios als alternative Beurteilungsmethode in Physikklassen mit hohem Migrationshintergrund" (Klassenprojekt, Schulstufe 5-8)
- "Wechselwirkungen – Interactions" Verknüpfung der Fächer Physik, Informatik und Deutsch ( Klassenprojekt, Schulstufe 9-13)
- "Forscherwerkstatt Löwenschule" Naturwissenschaftliches Forschen in der Grundschule, "Installation eines Kartonhauses" Praxisbeispiel für das Thema Elektrischer Strom und Enegie und "Bipolar" Polarforschung (Klassenübergreifende Projekte) sowie
- "So kommt der Strom in die Steckdose. Experimentier-Partnerschaften im Sachunterricht" (Sonderkategorie Kärnten)

v.l.n.r.: Dr. Claudia Mischensky (Geschäftsführerin IV Kärnten), Prof. Dr. Peter Posch (IMST-Award-Juryvorsitzender), Prof. Dr. Konrad Krainer (IMST-Projektleiter), Andrea Holzinger, MR Mag. Augustin Kern (BMUKK) und Kinder des Projekts "So kommt der Strom in die Steckdose"
IMST ist ein österreichweites Bildungsprojekt, dass vom Institut für Unterrichts- und Schulentwicklung (IUS) an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt ausgeht und vom BMUKK in Kooperation mit Universitäten, Pädagogischen Hochschulen, Schulbehörden und Schulen getragen wird.
Die Bookmarks finden sich auf der Seite unter dem Login-Button. Führt man die Maus über das Feld Bookmark, kann man die gewünschte Funktionalität auswählen.
Die Vertreter der österreichischen Elektro- und Elektronikindustrie haben anlässlich des Pressegesprächs im Vorfeld der FUTURA 2009 in Salzburg, der größten heimischen Fachmesse für Unterhaltungselektronik, Haushaltstechnik und Telekommunikation, über die aktuelle Marktsituation und Trends in ihrem Segment berichtet. Der Gesamtumsatz der Branche in Österreich blieb mit 1,85 Milliarden EUR im ersten Halbjahr 2009 trotz Wirtschaftskrise gegenüber dem ersten Halbjahr 2008 (zum Vergleich: 1,84 Milliarden EUR) nahezu stabil. „Weg von Billigprodukten, hin zu robusten, qualitativ hochwertigen Markenprodukten, lautet die Antwort der Konsumentinnen und Konsumenten auf die Krise“, beschrieb Manfred Müllner, Geschäftsführer-Stv. des Fachverbandes des Elektro- und Elektronikindustrie, das aktuelle Konsumentenverhalten. „Durch das stabile Konsumklima erwarten wir für das Gesamtjahr 2009 sogar noch ein Wachstum gegenüber dem Vorjahr. Der Trend zur Marke und zu besonders energiesparenden Produkten treibt diese Entwicklung an“, fasste Müllner zusammen.
Erweitertes HDTV-Programmangebot beflügelt DVB-Branche
In den vergangenen Jahren bescherten jährliche Wachstumsraten von 50% und mehr dem Markt für Hersteller von DVB-Receivern (digital SAT, DVB-T und Kabel-Receiver) einen massiven Aufschwung. Für das Geschäftsjahr 2009 rechnet Christian Koller, Sprecher des DVB-Forums, aufgrund des hohen Digitalisierungsgrades der österreichischen SAT- und terrestrischen Haushalte mit einem fast unveränderten Absatz von 500.000 Receivern (2008: 492.000 Receiver). Die Umsatzprognose liegt bei 68 Millionen Euro (2008: 64,2 Millionen Euro). Grund dafür ist ein kräftiges Wachstum bei hochpreisigen HDTV-Receivern.
Für Auftrieb sorgte der HDTV-Start von Eins-Festival-HD Mitte 2009 und von ARD-HD sowie ZDF-HD zur Leichtathletik-WM. Die WM war für die beiden Sender der Probedurchlauf für den HDTV-Vollbetrieb ab Jänner des kommenden Jahres. Zudem stehen weitere HDTV-Programmanbieter - wie etwa ServusTV von Red Bull - in den Startlöchern. Bis Ende 2010 rechnen Experten mit einem Angebot von mindestens 30 deutschsprachigen HDTV-Programmen über Satellit. Das bedeutet: Der HDTV-Receiver wird den Standard-Receiver bald zur Gänze ablösen.
Einen weiteren Impuls für die Branche bringt die „High Definition“-Förderaktion der RTR-GmbH (Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH) und des Fachverbandes Telekom-Rundfunk der WKO. Die Aktion soll KundInnen dazu bewegen, auf digitales Kabelfernsehen umzusteigen: Der Kauf von HD-fähigen DVB-C-Endgeräten wird von 1. September 2009 bis 28. Februar 2010 mit je 40 Euro gefördert.
Trends im DVB-Markt
Ein gewichtiges Thema der DVB-Branche ist es, die Entwicklung energieeffizienter Geräte voranzutreiben. Zudem verpflichtet die EU-Verordnung Nr. 107/2009, die Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung von Set-Top-Boxen stellt, die Hersteller ab 25. Februar 2009 dazu, nur noch Boxen mit einem maximalen Standby-Stromverbrauch von 1 Watt anzubieten.
Eine Innovation ist der Irdeto-HD-Sat-Receiver, der das neue Irdeto ORF-Enschlüsselungssystem bereits integriert hat und ab Herbst verfügbar ist. Die aktuelle hochwertige Receiver-Generation ist darüber hinaus mit der „PVR-Ready“-Funktion ausgestattet. Diese Funktion ermöglicht Aufnahmen auf externe Festplatten über den USB-2.0-Anschluss in bester HDTV-Qualität, das Abspielen von MP3-Files über die HIFI-Anlage und die Wiedergabe von JPEG-Fotos direkt am Flat-TV. Somit wird aus dem herkömmlichen SAT-Receiver eine echte Multimedia-Maschine mit Allroundeigenschaften, die dem DVD-Recorder langsam das Wasser abgräbt.

v.l.n.r.: Dir. Dkfm. Franz Schlechta, Thomas Poletin, Dr. Manfred Müllner, Christian Koller, Ing. Christian Blumberger
Run auf Flat-TVs bringt Unterhaltungselektronik-Branche kräftiges Umsatzplus
„Steigende Verkaufsmengen und fallende Preise kennzeichnen die Situation auf dem Markt für Unterhaltungselektronik im ersten Halbjahr 2009“, fasste Christian Blumberger, Sprecher des forum consumer electronic die aktuelle Lage zusammen. Einem Umsatzminus von 6% (1. Halbjahr 2008: 370 Millionen Euro; 1. Halbjahr 2009: 349 Millionen Euro) stand ein Absatzplus von 4% gegenüber. „Full-HD Flat-TVs mit großen Bildschirmdiagonalen, LED als Hintergrundbeleuchtung und Cinemascope-Format bieten ein neues Entertainment-Vergnügen. Und die TV-Sender rüsten in Sachen High Definition auf. ORF1 ist beispielsweise schon jetzt in HD-Qualität zu empfangen. Ein Ende des Runs auf flache LCDs ist daher nicht in Sicht, die Penetration von Flat-TV-Geräten liegt zudem erst bei etwas mehr als 30% in Österreich“, erklärte Blumberger den anhaltenden Boom bei Flachbildschirmen.
Blu-ray und Vernetzung als Megatrends
Einen Durchbruch sagen Experten Blu-ray voraus. Vor allem Blu-ray-Player, die abwärtskompatibel sind und zu leistbaren Preisen in den Handel kommen, werden noch heuer zum Mainstream. Unter dem Schlagwort „einfache Usability“ gibt es darüber hinaus Geräte am Markt, die das Internet drahtlos mit TV, Blu-ray-Player, Homecinema, Camcorder oder Digicam miteinander verschmelzen lassen. Immer mehr KonsumentInnen wollen moderne Fernseher unkompliziert mit ihrem PC verbinden und beispielsweise Fotodateien mittels Wi-Fi vom Rechner zum TV-Gerät senden und dort ansehen.
Die Produkte der Unterhaltungselektronik werden immer energieeffizienter. Eine wichtige Technologie in diesem Bereich ist LED-Backlight bei flachen Fernsehern. Die LED-Hintergrundbeleuchtung bietet neben einer deutlichen Verbesserung der Bildqualität auch Vorteile in punkto Umweltschutz wie bis zu 40% niedrigeren Energieverbrauch und bessere Recyclingmöglichkeiten.
Starkes Wachstum im Markt für Elektro-Kleingeräte
„Von Kaufzurückhaltung war in den ersten sechs Monaten des Kalenderjahres im Elektro-Kleingerätebereich nichts zu merken. Dieses Produktsegment konnte mit einem wertmäßigen Wachstum von rund 8% den stärksten prozentuellen Zuwachs im gesamten Elektrobereich erzielen“, beschrieb Thomas Poletin, Sprecher des Elektro-Kleingeräte Forums, die positive Marktlage. „Mit einem mengenmäßigen 4%-igen Wachstum in diesem Zeitraum wurden auch die Verkäufe erhöht“, so Poletin weiter.
Der bereits im letzten Jahr spürbare „Cocooning-Effekt“ hat sich auch im ersten Halbjahr 2009 fortgesetzt und lässt daher auf ein positives Weihnachtsgeschäft schließen. Die KonsumentInnen investieren weiter in qualitativ hochwertige und robuste Elektrokleingeräte, die mit bis zu 15 Jahren Garantie punkten. Ebenfalls zulegen konnte der Bereich Personal-Care – vor allem im Männerbereich. So verzeichnen Bartschneider und Herrenganzkörperrasierer zweistellige Wachstumsraten.
Lifestyle-Produkte als Zugpferde der nächsten Saison
„Viele Produktneuheiten und Aktivitäten im Kleingerätebereich werden im starken Herbst/Weihnachtsgeschäft an den POS gebracht, daher ist die 2. Jahreshälfte mit über 55% Umsatzanteil ein strategisch äußerst wichtiger Zeitraum“, erläuterte Poletin. Weiteren Aufschwung in den kommenden Monaten sollen innovative Kaffeevollautomaten mit neuartigen Heizsystemen für geringeren Energieverbrauch bringen. Lifestyle-Produkte gehören ebenso zu den Umsatzpushern. Dazu zählen Bodygroomer im Bereich Haarentfernung, Mundhygienegeräte sowie Haarstyling- und Pflegeprodukte.
Steigendes Qualitäts- und Umweltbewusstsein treibt den Umsatz der Hausgeräte-Branche
Im ersten Halbjahr 2009 wurden in Österreich 598.000 Haushaltsgeräte abgesetzt. Dies entspricht einem Plus von 4,1% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres, in dem rund 574.000 Produkte aus dem Bereich Weiße Ware über die Ladentische wanderten. Der Umsatz legte um 4,9% von 269 Millionen auf 282 Millionen zu.
„Das Konsumklima war trotz der weltweiten Finanz- und Konjunkturkrise freundlich zu unserer Branche. Offenbar steigt das Qualitätsbewusstsein der Österreicherinnen und Österreicher in Krisenzeiten“, kommentierte Franz Schlechta, Sprecher der Hausgeräte-Branche, die Marktlage im ersten Halbjahr 2009. „Die Konsumentinnen und Konsumenten haben anderswo gespart – nicht bei der Ausstattung ihrer Haushalte“, so Schlechta weiter. Haupttreiber dieser Entwicklung sind sinnvolle Innovationen in allen Segmenten der Weißen Ware. So punkten beispielsweise neue Geschirrspüler mit „gemischten Ladungen“, einem Wasserverbrauch von deutlich unter 10 Litern und einem Energieverbrauch von unter 1 kWh. Bei Wäschetrockner steht Wärmepumpentechnik und bei Kühl- und Gefriergeräten No-Frost-Technik sowie 0-Grad-Frische-Zonen hoch im Kurs.
Energie sparen und Ressourcen schonen im Mittelpunkt
Kosten- und Umweltbewusstsein gehören auch im kommenden Jahr zu den Top-Trends der Branche. Bei aktuellen Produkten der Weißen Ware lassen sich enorme Einsparungspotenziale ausmachen: So sind bereits Waschmaschinen am Markt erhältlich, deren Energieverbrauch um 20% niedriger ist als bei Geräten der Energieeffizienzklasse A. Zudem gibt es Wäschetrockner, bei denen der Grenzwert der Energieeffizienzklasse A um 40% unterschritten wird. Am deutlichsten wird dies bei Kühl- und Gefriergeräten sichtbar: Ein A++ Gerät benötigt um 45% weniger Strom als ein vergleichbares A Produkt und um 58% weniger als ein Kühl- und Gefriergerät der Klasse B. Ein Wechsel zu A++ Kühl- und Gefriergeräten könnte in Österreich mehr als 100 Millionen Euro an Energiekosten einsparen.
- Blumberger über Blu-Ray (660 KB)
- Blumberger über neue Technologien (1204 KB)
- Blumberger über Run auf Flat-TVs (734 KB)
- Poletin über bis zu 15 Jahre Garantie (1400 KB)
- Schlechta über Innovationen bei Haushaltsgeräten (956 KB)
- Koller über neue Programme und TV-Geräte (1591 KB)
- Koller über neuer Geräte (1336 KB)
- Koller über Wachstum (828 KB)
- Müllner über Qualität (1601 KB)
Nach fast zweijährigem Stillstand soll wieder Bewegung in den Ausbau von eHealth-Anwendungen in Österreich kommen. In einem ersten Schritt ist der Aufbau wesentlicher Infrastrukturelemente geplant. Die eMedikationsdatenbank soll schließlich als erste sektorenübergreifende eHealth-Anwendung bis 2011 flächendeckend umgesetzt werden. Nach Meinung der betroffenen Wirtschaftszweige ein unter den derzeitigen Rahmenbedingungen unrealistisches Vorhaben. „Der Aufbau von eHealth in Österreich scheitert seit mittlerweile fünf Jahren an einem fehlenden Dachmanagement mit den notwendigen Kompetenzen und an der mangelhaften Vernetzung der verschiedenen Stakeholder. Wenn wir an der Prozessstruktur nichts ändern, werden wir auch in den nächsten Jahren keine flächendeckenden Realisierungen haben“, kritisieren Manfred Müllner, Geschäftsführer-Stv. des FEEI – Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie und Wilfried Seyruck, Obmann-Stv. des Fachverbandes Unternehmensberatung und Informationstechnologie (UBIT). Darüber hinaus ist es nach Meinung beider Branchenvertreter inakzeptabel, dass die Wirtschaft als Technologieanbieter nicht als gleichberechtigter Partner in den eHealth-Prozess einbezogen ist. Die Unternehmen investierten seit 2005 in die Entwicklung von Anwendungen und sind daher aufgrund ihres technischen Know-hows und ihrer Lösungskompetenz unverzichtbare Experten. Trotzdem wird das hier zur Verfügung stehende Wissen bis dato nicht wirklich - und wenn dann nur auf der Basis ehrenamtlicher Mitarbeit in Projektgruppen - in Form von Anwendungen umgesetzt. Seyruck weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass „beispielsweise seit Jahren Lösungen von privaten Gesundheitsdiensteanbietern im Bereich der elektronischen Gesundheitsakte bestehen. Diese funktionierenden Lösungen müssen über offene Standards in ein Gesamtsystem eingebunden werden. Nur damit kann sowohl für die Ärzte als Nutzer der Systeme als auch für die privaten Softwareanbieter Investitionsschutz erreicht werden und die Umsetzung von eHealth an Geschwindigkeit gewinnen.“
Wirtschaft fordert Gesellschaftersitz in neuer ELGA GmbH
„Das Beispiel eMedikation zeigt deutlich, dass noch immer Anwendungen bis ins kleinste Detail politisch gestaltet werden, anstatt nur Funktionalitäten zu definieren, anhand derer dann von den Technologieanbietern eine passende Lösung erarbeitet wird. Dieses Vorgehen ist extrem ineffizient. Es dauert Jahre, bis Details festgelegt sind und am Ende werden hausinterne IT-Dienstleister mit der Umsetzung bevorzugt, die über Trägerorganisationen in den politischen Prozess integriert sind.“, bemängelt Müllner. Daher bleibt zu befürchten, dass sich der Aufbau einer integrierten Versorgung weiter verzögert und neben den vielen Millionen, die bis jetzt von der Wirtschaft in eHealth Entwicklungen investiert wurden, auch Arbeitsplätze in für Österreich technologisch wichtigen Bereichen verloren gehen. Denn laut einer aktuellen Roland Berger Studie hat eHealth ein hohes Wachstumspotential. Unter passenden Rahmenbedingungen ist ab 2010 eine Marktsteigerung von 11% pro Jahr möglich (von 24,6 Mrd. Euro 2010 auf 37,6 Mrd. Euro 2014). Konkret fordern die Branchenvertreter daher einerseits eine Dachorganisation, die mit ausreichenden Finanzmitteln und Kompetenzen ausgestattet ist und den Prozess sowie alle Anwender koordinieren soll. Andererseits geht es vor allem um die aktive und gleichberechtigte Rolle der Unternehmen im vorwettbewerblichen Umfeld. „Die naheliegendste Lösung ist für uns die Teilnahme der Wirtschaft an der neuen ELGA GmbH, die als Nachfolgerin der ARGE ELGA im Herbst 2009 gegründet wird, z.B. als Gesellschafter“, sind sich Müllner und Seyruck einig. Dass ein Miteinander von Politik und Wirtschaft bei komplexen Technologieprojekten nicht nur notwendig, sondern auch möglich ist, zeigen internationale Beispiele wie das Projektbüro eGesundheit.nrw in Nordrhein-Westfahlen.
Verzögerung bei eMedikation verhindert Einsparungen von 150 Mio. Euro pro Jahr
Müllner sieht sich in seiner Kritik unter anderem durch die aktuellen Entwicklungen rund um das Thema eMedikation bestätigt. Nach einem erfolgreichen Pilotversuch („Arzneimittelsicherheitsgurt“) in Salzburg im Jahr 2007 hätte der österreichweite Rollout einer eMedikationsdatenbank bereits Ende 2008 erfolgen können. Was jedoch folgte, war ein politisch motivierter Projektstopp bis Mai 2009. Das Projekt liegt seither in der Verantwortung des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger. Für die Wirtschaft ist dieses Vorgehen in keinster Weise nachvollziehbar. „Dank der Eigeninitiative der Unternehmen während des Projektstopps sind die für eine erfolgreiche Realisierung erforderlichen Technologien mittlerweile längst entwickelt und verfügbar. Trotzdem wird das Projekt vom Hauptverband jetzt neu aufgerollt. Es wurde ein eigener Lenkungsausschuss eingesetzt, der die rechtlichen und technischen Rahmenbedingungen klären soll. Wir beginnen also wieder von Null. Alarmierend an diesem Vorgehen ist, dass kein Vertreter der Wirtschaft in diesem Prozess vertreten ist, eine Expertise der technischen Lösungsanbieter daher nicht möglich, vielleicht auch nicht erwünscht ist“, kritisiert Müllner den Hauptverband.
Selbst ein in Wien bereits zwischen der Ärzte- und Apothekekammer sowie der pharmazeutischen Gehaltskasse vereinbartes Pilotprojekt liegt derzeit auf Eis, solange bis man sich laut Hauptverband über alle „standespolitischen Fragen“ einig sei. Diese Verzögerungen kosten laut Seyruck bares Geld. Einerseits liegen die bereits von den Unternehmen getätigten Investitionen in Millionenhöhe brach. Anderseits könnten jährlich durch eine flächendeckende eMedikation 150 Mio. Euro im österreichischen Gesundheitswesen eingespart werden bzw. für andere notwendige zusätzliche Aufgaben verwendet werden. Darüber hinaus hat eine Hochrechnung nach der erfolgreichen Durchführung in Salzburg ergeben, dass dank dieser eHealth-Anwendung die Rettung von mehr als 1.000 Menschenleben pro Jahr möglich wäre.
Vorgehen bei eHealth-Pilotprojekten konterkariert sektorübergreifende Lösungen
Zweiter aktueller Anlass sind die geplanten Pilotierungen bei den ersten eHealth Kernanwendungen Entlassungsinformation, Laborbebefund und Röntgenbefund. In 20-monatiger Arbeit hat die Wirtschaft gemeinsam mit allen anderen relevanten Stakeholdern an den Umsetzungsleitfäden für die sogenannte Clinical Document Architecture (CDA) als kostenlose Vorrausleistung für in Zukunft zu erwartende Aufträge gearbeitet. Allerdings wurden ausschließlich die Krankenanstalten von der Bundesgesundheitskommission zur Durchführung von Pilotprojekten eingeladen. „Dieses Vorgehen hat nichts mit der Errichtung einer integrierenden eHealth-Architektur zu tun. Vielmehr werden die individuellen Umsetzungen der einzelnen Trägerorganisationen forciert. Das bringt weder positive Effizienz- noch Kosteneffekte. Der Aufbau einer integrierten Gesundheitsversorgung wird nur gelingen, wenn alle Stakeholder einbezogen werden. Das gilt für die Unternehmen als Technologieanbieter ebenso wie für die Gesundheitsdiensteanbieter als Anwender“, fordert Seyruck. Die von der Wirtschaft angebotenen Anwendungen basieren bereits seit langem auf international anerkannten Standards und stellen damit den uneingeschränkten systemübergreifenden Datenaustausch sicher. Wie wichtig das Vermeiden von Insellösungen ist, hat das Gesundheitsministerium mit seiner Unterstützung des Vereins IHE-Austria, in dem alle wesentlichen Anbieter vertreten sind, sehr gut erkannt. Daher appelliert Seyruck abschließend an die Politik alle Stakeholder in den gesamten Prozess der Umsetzung von eHealth miteinzubeziehen.
Am 1. September 2009 tritt die EU-Verordnung 244/2009 in Kraft, die alle Mitgliedstaaten zu einem schrittweisen Ausstieg aus ineffizienten Lampentechnologien verpflichtet. Das sukzessive Aus für die Glühbirne löst in der Bevölkerung jedoch heftige Debatten aus: Mehr als 60% der Österreicherinnen und Österreicher halten die EU-Verordnung für „eher weniger“ oder „überhaupt nicht“ sinnvoll. Dies ist eines der zentralen Ergebnisse einer Meinungsumfrage zu Energiesparlampen, die Helmut Kolba, Geschäftsführer der UFH Altlampen Systembetreiber GmbH, Marktführer unter den Sammel- und Verwertungssystemen für Altlampen, heute im Rahmen eines Pressegesprächs im FEEI – Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie vorstellte.
Mehr als die Hälfte der Befragten (60,4%) fühlt sich zudem schlecht bis gar nicht über die Thematik informiert. Diese Aussage war für den UFH-Geschäftsführer der Anlass, eine Fortsetzung der Informationskampagne „Fang das Licht“ zu starten. Ziel der Nachfolgekampagne ist es, den Dialog mit Energiesparlampen-Skeptikern und -Gegnern zu verstärken. „Die Studie zeigt, dass noch immer zahlreiche Mythen und Missverständnisse über die Energiesparlampe im Umlauf sind. So glaubt mehr als die Hälfte der Befragten (53,6%), dass Energiesparlampen aufgrund ihres Quecksilbergehalts ein gesundheitliches Risiko darstellen, sobald sie zerbrechen. Diese Angst ist jedoch nachweislich unbegründet. Die in modernen Beleuchtungsmitteln enthaltene Menge Quecksilber von bis zu 2 Milligramm ist dafür einfach zu gering. Zum Vergleich: Ein Quecksilber-Fieberthermometer enthält rund 150 bis 500 Milligramm des Metalls“, stellte Kolba klar.
80% weniger Energieverbrauch durch Energiesparlampen
„Durch einen sinnvollen Umstieg (zwei Drittel aller Lampen) auf Energiesparlampen könnte schon jetzt in Österreich über 1 Million Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden“, zeigte sich Johann Hatzenbichler, Beleuchtungsexperte im FEEI, überzeugt. „Moderne Lampen verbrauchen rund 80% weniger Energie als Glühbirnen, halten bis zu 15-mal länger als ineffiziente Beleuchtungsmittel, schonen Umwelt und Klima und rechnen sich trotz höherer Anschaffungskosten bereits im ersten Jahr“, brachte der Beleuchtungsexperte die wichtigsten Vorteile der Energiesparlampe auf den Punkt. Ein Vergleich zwischen einer 60 Watt-Glühbirne, die rund 0,75 Euro kostet, und einer in der Leistung vergleichbaren 11 Watt-Energiesparlampe, die um etwa 6 Euro zu haben ist, macht dies deutlich: Die jährlichen Stromkosten für die Glühbirne liegen bei 10,80 Euro, und die Lebensdauer beträgt durchschnittlich ein Jahr. Eine Energiesparlampe hingegen kostet rund 1,98 Euro an Strom pro Jahr, bringt es auf eine durchschnittliche Lebensdauer von 8 Jahren und die totale Ersparnis kommt auf 70,56 Euro. Dennoch haben erst 4,8% der österreichischen Haushalte komplett auf die moderne Beleuchtungstechnologie umgestellt.
Dürftig ist auch das Wissen der Konsumentinnen und Konsumenten über die Produktvielfalt von Energiesparlampen. 43,5% der Befragten sind der Ansicht, dass es „eher weniger“ oder „überhaupt nicht“ zutrifft, dass Energiesparlampen im Handel in vielen Designs und Größen erhältlich sind. Ein weiterer Mythos ist, dass nicht alle Lampen in jede Fassung passen. „Fakt ist jedoch, dass Energiesparlampen heute in einer Vielzahl an Größen und Formen zu haben sind. Mit den beiden Standardgewindegrößen E14 und E27 passen die modernen Beleuchtungskörper in jede Fassung, in der vorher eine Glühbirne eingeschraubt war“, erklärte dazu Roman Adametz, Gremialobmann des Wiener Elektro- und Elektronikgroßhandels und stv. Bundesgremialobmann des Elektrohandels.
Marktanteil von Energiesparlampen gewachsen
„Trotz der zahlreichen Kontroversen über Energiesparlampen haben sich die Absatzzahlen in Österreich in den letzten Jahren positiv entwickelt. Während 2005 lediglich 0,8 Millionen der energiesparenden Lampen abgesetzt wurden, lag diese Zahl 2008 bei 3 Millionen. Für 2009 wird mit weiterem Wachstum gerechnet.
Der Glühbirnen-Verkauf nahm hingegen ab. 2005 wanderten 25,5 Millionen Exemplare über die Ladentische, 2008 nur noch 24,4 Millionen Stück“, kommentierte Adametz die aktuelle Marktlage. Für 2009 seien allerdings aufgrund der Vorziehkäufe Steigerungen zwischen 50-100% gegenüber 2008 zu erwarten.
Glühbirne verschwindet stufenweise aus Verkaufsregalen
Die Glühlampen-Verordnung der EU sieht vor, Glühbirnen bis 2016 Schritt für Schritt vom Markt zu nehmen. Die erste Phase wird am 1. September 2009 eingeläutet. Ab diesem Zeitpunkt dürfen in der EU keine matten Glühbirnen und keine klaren 100 Watt-Glühbirnen mehr in Verkehr gesetzt werden. Vor dem Stichtag in den Handel gebrachte Lampen dürfen jedoch weiter verkauft werden, Glühbirnen in Gebrauch müssen nicht ausgetauscht werden. Ein Jahr später beginnt Phase 2, in der 75-Watt-Glühlampen wegfallen. Phase 3 im Herbst 2011 markiert das Ende der 60-Watt-Birne und Phase 4, die 2012 startet, besiegelt das endgültige Aus der Glühlampe. Nachfolgetechnologien sind die Halogenglühlampe, die 30-50% Energieersparnis bringt, sowie die Energiesparlampe. Die EU-Verordnung 244/2009 ist jedoch kein Glühlampenverbot, wie oft in den Medien fälschlicherweise berichtet wird, sondern bedeutet einen schrittweisen Ausstieg aus ineffizienter Lampentechnologie bis 2016.
Über die UFH Altlampen Systembetreiber GmbH
Die UFH Altlampen Systembetreiber GmbH ist der österreichische Marktführer bei der Sammlung und Verwertung von Altlampen. Sie ist eine 100% Tochter der UFH Holding GmbH mit Sitz in Wien. Das UFH erzielte 2008 mit 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Umsatz von 7,5 Millionen Euro und betreute 1.200 Kunden. Das UFH ist ein Netzwerkpartner des FEEI - Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie.
Das UFH, Marktführer unter den Dienstleistern für die Sammlung, Entsorgung und Verwertung von Elektroaltgeräten, startet heute mit Unterstützung des Lebensministeriums die Kühlschranktausch-Aktion UFH Trennungsprämie. Mit der Initiative fördert das Unternehmen den Austausch alter Kühl- und Gefriergeräte gegen energiesparende A++ Geräte aller Hersteller. Rückwirkend mit 1. September 2009 erhalten KonsumentInnen für den Kauf eines neuen Modells der höchsten Energieeffizienzklasse und bei gleichzeitiger Rückgabe eines Altgerätes eine einmalige Prämie von 50 Euro (für Geräte bis 90 cm Höhe) bzw. 100 Euro (für Geräte über 90 cm Höhe und Kühltruhen). Die Aktionsdauer ist bis Jahresende vorgesehen, letztlich aber nur so lange, bis das verfügbare Förderbudget von 2,5 Millionen Euro ausgeschöpft ist.
Im Mittelpunkt der UFH Trennungsprämie steht, die heimischen KonsumentInnen dazu zu bewegen, energiesparende A++ Kühl- und Gefriergeräte zu kaufen und alte Stromfresser aus dem Verkehr zu ziehen. „Damit leistet die Trennungsprämie nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz, sondern kurbelt auch die Wirtschaft an“, umreißt Ing. Wolfgang Krejcik, Obmann des Bundesgremiums Radio und Elektrohandel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die Ziele der Aktion. 
v.l.n.r.: Roman Gregory (Testimonial der Kühlschranktausch-Aktion), Dr. Helmut Kolba (Geschäftsführer UFH Umweltforum Haushalt GmbH & Co KG)
Einsparungspotenzial mit energieeffizienten Kühl- und Gefriergeräten
Ein Rechenbeispiel belegt das enorme Einsparpotenzial von A++ Geräten: In österreichischen Haushalten stehen rund 6,5 Millionen Kühl- und Gefriergeräte, die durchschnittlich 12 bis 15 Jahre alt sind. Ein Gerät dieser Art verbraucht etwa 280 kWh pro Jahr. Geht man davon aus, dass ein A++ Kühl- und Gefriergerät um 45% weniger Energie als ein vergleichbares A Produkt benötigt und um 58% weniger als ein Gerät der Klasse B, so können hier über 750 MWh eingespart werden. Setzt man nun einen durchschnittlichen Strompreis von 15 Cent pro Kilowattstunde an, lassen sich in ganz Österreich die Energiekosten um 100 Millionen Euro jährlich reduzieren.
Finanziert wird die UFH Trennungsprämie laut Mag. Erich Scheithauer, Vorstandsvorsitzender der UFH Privatstiftung, durch die UFH Privatstiftung, die die Kühlschrankpickerl-Gelder verwaltet. „Mit dieser Prämie werden die Gelder sinnvoll eingesetzt und kommen sowohl den österreichischen Konsumentinnen und Konsumenten als auch der Umwelt zu Gute“, so Scheithauer.
Über die Kampagne
„Herzstück der Kampagne UFH Trennungsprämie ist ein 25-sekündiger Online-Werbespot mit dem charismatischen, werbewirksamen Musiker und TV-Star Roman Gregory als Testimonial. Der Spot lässt sich auf aufmerksamkeitsstarken österreichischen Webseiten wie orf.at, msn.at oder geizhals.at aufrufen“, erklärt Dr. Helmut Kolba, Geschäftsführer der UFH Umweltforum Haushalt GmbH & Co KG. Begleitend dazu hat das UFH unter http://www.trennungspraemie.at/ eine Aktions-Website gelauncht, die KonsumentInnen und HändlerInnen über die Initiative und die Vorteile von A++ Geräten informiert. Eine Inseratenkampagne in regionalen Medien und Direct Mails an den österreichischen Elektrofachhandel mit POS-Material ergänzen das Maßnahmenpaket.
Testimonial Roman Gregory serviert im Spot zur UFH Trennungsprämie seinen alten Kühlschrank eiskalt ab. In einem Abschiedsbrief an seinen ineffizienten Stromfresser drückt er deutlich seine Gefühle aus: „Ich hab mich jetzt all die Jahre, die wir zusammen sind, so an dich gewöhnt, dass ich die Augen vor der Realität verschlossen hab. Aber jetzt brauch ich eine Veränderung. Ja, ich trenne mich von dir! All diese ungewissen Momente, wo ich dachte, warum ist die Milch schon wieder vor Ablaufdatum hin oder warum hört es sich in meiner Küche an, als würde ich am Flughafen wohnen. Dieses schlechte Gefühl beim Öffnen der Stromnachzahlung, die mich sogar dazu zwang, als Juror bei einer Fernseh-Casting-Show mitzumachen. Es war zuviel! Sorry, aber so wie du mein Geld zum Fenster raus wirfst, muss ich einfach glauben, du bist nicht mehr ganz dicht! Machs gut, aber hau ab!“
Kooperationspartner
Folgende Partner unterstützen die UFH Trennungsprämie: Lebensministerium – Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, Elektrizitätswerke Reutte AG, Energie AG Vertrieb, Energie Klagenfurt GmbH, IKB | Innsbrucker Kommunalbetriebe AG, Linz Strom Vertrieb, TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG, VERBUND – Austrian Power Sales GmbH und Wien Energie.
Am 1. September 2009 tritt die EU-Verordnung 244/2009 in Kraft, die alle Mitgliedstaaten zu einem schrittweisen Ausstieg aus ineffizienten Lampentechnologien verpflichtet. Das sukzessive Aus für die Glühbirne löst in der Bevölkerung jedoch heftige Debatten aus: Mehr als 60% der Österreicherinnen und Österreicher halten die EU-Verordnung für „eher weniger“ oder „überhaupt nicht“ sinnvoll. Dies ist eines der zentralen Ergebnisse einer Meinungsumfrage zu Energiesparlampen, die Helmut Kolba, Geschäftsführer der UFH Altlampen Systembetreiber GmbH, Marktführer unter den Sammel- und Verwertungssystemen für Altlampen, heute im Rahmen eines Pressegesprächs im FEEI – Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie vorstellte.
Mehr als die Hälfte der Befragten (60,4%) fühlt sich zudem schlecht bis gar nicht über die Thematik informiert. Diese Aussage war für den UFH-Geschäftsführer der Anlass, eine Fortsetzung der Informationskampagne „Fang das Licht“ zu starten. Ziel der Nachfolgekampagne ist es, den Dialog mit Energiesparlampen-Skeptikern und -Gegnern zu verstärken. „Die Studie zeigt, dass noch immer zahlreiche Mythen und Missverständnisse über die Energiesparlampe im Umlauf sind. So glaubt mehr als die Hälfte der Befragten (53,6%), dass Energiesparlampen aufgrund ihres Quecksilbergehalts ein gesundheitliches Risiko darstellen, sobald sie zerbrechen. Diese Angst ist jedoch nachweislich unbegründet. Die in modernen Beleuchtungsmitteln enthaltene Menge Quecksilber von bis zu 2 Milligramm ist dafür einfach zu gering. Zum Vergleich: Ein Quecksilber-Fieberthermometer enthält rund 150 bis 500 Milligramm des Metalls“, stellte Kolba klar.
80% weniger Energieverbrauch durch Energiesparlampen
„Durch einen sinnvollen Umstieg (zwei Drittel aller Lampen) auf Energiesparlampen könnte schon jetzt in Österreich über 1 Million Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden“, zeigte sich Johann Hatzenbichler, Beleuchtungsexperte im FEEI, überzeugt. „Moderne Lampen verbrauchen rund 80% weniger Energie als Glühbirnen, halten bis zu 15-mal länger als ineffiziente Beleuchtungsmittel, schonen Umwelt und Klima und rechnen sich trotz höherer Anschaffungskosten bereits im ersten Jahr“, brachte der Beleuchtungsexperte die wichtigsten Vorteile der Energiesparlampe auf den Punkt. Ein Vergleich zwischen einer 60 Watt-Glühbirne, die rund 0,75 Euro kostet, und einer in der Leistung vergleichbaren 11 Watt-Energiesparlampe, die um etwa 6 Euro zu haben ist, macht dies deutlich: Die jährlichen Stromkosten für die Glühbirne liegen bei 10,80 Euro, und die Lebensdauer beträgt durchschnittlich ein Jahr. Eine Energiesparlampe hingegen kostet rund 1,98 Euro an Strom pro Jahr, bringt es auf eine durchschnittliche Lebensdauer von 8 Jahren und die totale Ersparnis kommt auf 70,56 Euro. Dennoch haben erst 4,8% der österreichischen Haushalte komplett auf die moderne Beleuchtungstechnologie umgestellt.

v.l.n.r: Dr. Johann Hatzenbichler (Beleuchtungsexperte im FEEI – Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie), Dr. Helmut Kolba (Geschäftsführer UFH Altlampen Systembetreiber GmbH), Komm.-Rat Ing. Roman Adametz (Gremialobmann des Wiener Elektro- und Elektronikgroßhandels und stv. Bundesgremialobmann des Elektrohandels)
Dürftig ist auch das Wissen der Konsumentinnen und Konsumenten über die Produktvielfalt von Energiesparlampen. 43,5% der Befragten sind der Ansicht, dass es „eher weniger“ oder „überhaupt nicht“ zutrifft, dass Energiesparlampen im Handel in vielen Designs und Größen erhältlich sind. Ein weiterer Mythos ist, dass nicht alle Lampen in jede Fassung passen. „Fakt ist jedoch, dass Energiesparlampen heute in einer Vielzahl an Größen und Formen zu haben sind. Mit den beiden Standardgewindegrößen E14 und E27 passen die modernen Beleuchtungskörper in jede Fassung, in der vorher eine Glühbirne eingeschraubt war“, erklärte dazu Roman Adametz, Gremialobmann des Wiener Elektro- und Elektronikgroßhandels und stv. Bundesgremialobmann des Elektrohandels.
Marktanteil von Energiesparlampen gewachsen
„Trotz der zahlreichen Kontroversen über Energiesparlampen haben sich die Absatzzahlen in Österreich in den letzten Jahren positiv entwickelt. Während 2005 lediglich 0,8 Millionen der energiesparenden Lampen abgesetzt wurden, lag diese Zahl 2008 bei 3 Millionen. Für 2009 wird mit weiterem Wachstum gerechnet.
Der Glühbirnen-Verkauf nahm hingegen ab. 2005 wanderten 25,5 Millionen Exemplare über die Ladentische, 2008 nur noch 24,4 Millionen Stück“, kommentierte Adametz die aktuelle Marktlage. Für 2009 seien allerdings aufgrund der Vorziehkäufe Steigerungen zwischen 50-100% gegenüber 2008 zu erwarten.
Glühbirne verschwindet stufenweise aus Verkaufsregalen
Die Glühlampen-Verordnung der EU sieht vor, Glühbirnen bis 2016 Schritt für Schritt vom Markt zu nehmen. Die erste Phase wird am 1. September 2009 eingeläutet. Ab diesem Zeitpunkt dürfen in der EU keine matten Glühbirnen und keine klaren 100 Watt-Glühbirnen mehr in Verkehr gesetzt werden. Vor dem Stichtag in den Handel gebrachte Lampen dürfen jedoch weiter verkauft werden, Glühbirnen in Gebrauch müssen nicht ausgetauscht werden. Ein Jahr später beginnt Phase 2, in der 75-Watt-Glühlampen wegfallen. Phase 3 im Herbst 2011 markiert das Ende der 60-Watt-Birne und Phase 4, die 2012 startet, besiegelt das endgültige Aus der Glühlampe. Nachfolgetechnologien sind die Halogenglühlampe, die 30-50% Energieersparnis bringt, sowie die Energiesparlampe. Die EU-Verordnung 244/2009 ist jedoch kein Glühlampenverbot, wie oft in den Medien fälschlicherweise berichtet wird, sondern bedeutet einen schrittweisen Ausstieg aus ineffizienter Lampentechnologie bis 2016.
Über die UFH Altlampen Systembetreiber GmbH
Die UFH Altlampen Systembetreiber GmbH ist der österreichische Marktführer bei der Sammlung und Verwertung von Altlampen. Sie ist eine 100% Tochter der UFH Holding GmbH mit Sitz in Wien. Das UFH erzielte 2008 mit 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Umsatz von 7,5 Millionen Euro und betreute 1.200 Kunden. Das UFH ist ein Netzwerkpartner des FEEI - Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie.
Links
www.ufh.at
www.fangdaslicht.at
Wien, am 26. August 2009
Rückfragehinweis:
Mag. Isabelle-Nadine Müller
FEEI Kommunikation
FEEI Management-Service GmbH
Mariahilfer Straße 37-39
1060 Wien
Firmenbuch: Handelsgericht Wien, FN 201203m
T: +43 1 588 39 63
F: +43 1 588 69 71
M: +43 664 619 25 09
E: mueller@feei.at
I: www.feei.at/kommunikation
- Adametz über die Haltbarkeit (499 KB)
- Hatzenbichler über den Grund der Skepsis (453 KB)
- Hatzenbichler über die Vorteile der neuen Lampen (662 KB)
- Hatzenbichler über Produktbeschriftungen (610 KB)
- Kolba über den Quecksilbergehalt (358 KB)
- Kolba über die Entsorgung (555 KB)
- Kolba über Halogenlampen als idealen Ersatz (490 KB)
Interoperabilität ist eine der wesentlichen Säulen für den Aufbau einer integrierten Versorgung im Gesundheitswesen. In der weltweiten IHE-Community (Integrating the Healthcare Enterprise) arbeiten bereits seit mehr als 10 Jahren Anwender und Hersteller zusammen, um die Anwendung von bereits existierenden Standards (z.B. HL7 oder DICOM) auf internationaler Ebene zu forcieren. Die Beiträge der IHE-Mitglieder bestehen darin in so genannten „Show Cases“ die Praxisanforderungen zu formulieren, die relevanten Standards zu identifizieren und einen technischen Leitfaden (IHE-Technical Framework für die unterschiedlichen Profile) für die Realisierung von Produkten zu schaffen. Die Erarbeitung dieses technischen Rahmenwerks passiert auf einem kontinuierlichen interaktiven Prozess zwischen Experten aus der ganzen Welt. Basierend auf den so etablierten IHE-Standards lassen sich schneller lauffähige vernetzte Systeme aus Einzelkomponenten verschiedener Hersteller umsetzen.
Einmal im Jahr veranstaltet die IHE in Europa, Asien und Nord-Amerika den sogenannten Connectathon, wo Hersteller medizinischer Software aus der ganzen Welt zusammentreffen. Im Rahmen des Europa-Connectathon, der heuer von 20.-24. April 2009 in Wien stattfinden wird, werden die entworfenen IHE-Profile einem Test unterzogen. Dabei werden den Veranstaltungsbesuchern nicht nur Fachvorträge, sondern auch ein umfassender Begleitworkshop angeboten. Dieser bietet eine einmalige Gelegenheit, internationale Erfahrungen auf dem Gebiet der Interoperabilität im Gesundheitswesen vor allem aus der Sicht der Anwender und Beschaffer kennenzulernen.
Weitere Details zu den Begleitworkshops entnehmen Sie den downloadbaren Einladungen.
Der Connectathon wird organisiert von IHE-Europa, in Kooperation mit IHE-Austria und dem FEEI-Netzwerkpartner FH Technikum Wien, der größte Fachhochschul-Anbieter für technische Studien in Österreich.
Weitere Informationen:
www.ihe-austria.at
http://www.ihe-europe.net/
http://www.ihe.net
Wien, 22. Juli 2009. – Die österreichische Elektro- und Elektronikindustrie konnte sich im 1. Quartal 2009 dem weltweiten Konjunkturrückgang nicht entziehen. Aufgrund der schlechten Wirtschaftslage liegt der Produktionswert im Branchenschnitt um -18% unter dem Wert des Vorjahreszeitraumes. Nahezu alle Sparten waren in ihrer Entwicklung negativ. Einzig die Bereiche Energietechnik und Dienstleistungen konnten Zuwächse verzeichnen. Neben rückläufigen Aufträgen macht der EEI vor allem der Einbruch der Exporte um -24,8% von Jänner bis März 2009 zu schaffen. „Die österreichische Elektro- und Elektronikindustrie ist zu 90 Prozent auf Herstellung von Investitions- und Vorleistungsgüter konzentriert. Über 70% der Produkte werden exportiert. Die EEI ist somit in höchstem Maß von der Entwicklung anderer Industriebereiche in der ganzen Welt abhängig und spürt daher die Auswirkungen der Krise besonders stark“, erklärt Albert Hochleitner, Obmann des FEEI – Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie, die Ursachen für die rückläufige Branchenentwicklung. Eine Prognose für die kommenden Monate ist derzeit aufgrund der großen Unsicherheiten schwierig. In der Sparte Bauelemente, die als ein Frühindikator für die Entwicklungen in der EEI gilt, verstärken sich bereits die positiven Signale. Allerdings wird die Konjunktur noch über einen längeren Zeitraum von der allgemein schlechten Investitionsnachfrage und den Entwicklungen auf den Exportmärkten beeinträchtigt werden. Für das Jahr 2009 rechnet der Fachverband mit einem Produktionsminus von mindestens 10%. 
v.l.n.r.: Dr. Lothar Roitner, Geschäftsführer des FEEI und Dipl.-Ing. Dr. h. c. Albert Hochleitner, Obmann des FEEI
Die schwierige Situation spiegelt sich auch bei den Beschäftigten wider. Im ersten Quartal 2009 waren mit 58.854 Mitarbeitern 2,6% weniger Personen in der EEI beschäftigt als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. In Anbetracht des deutlichen Produktionsrückgangs ist Hochleitner aber positiv überrascht: „Wir haben einen wesentlich stärkeren Personalabbau befürchtet. Das zeigt, dass unsere Unternehmen in den vergangenen Monaten alles daran setzten, mit Kurzarbeit und anderen Maßnahmen ihre Mitarbeiter zu halten“. Im März 2009 befanden sich 3.000 Beschäftigte in Kurzarbeit. Per 10. Juli 2009 waren es 5.200 Personen. Spannend ist, wie sich die Situation in den kommenden Monaten entwickeln wird. „Den Unternehmen kommen jetzt die Sommermonate mit Werksferien etc. zugute. Wir befürchten allerdings, dass es ab Herbst keine neue Kurzarbeitswelle gibt, da das Instrument als langfristige Überbrückungsmaßnahme zu teuer ist“, erklärt der FEEI-Obmann.
78 Unternehmen wollen Konjunkturklausel in Anspruch nehmen
Durch ihre große Produktbandbreite und internationale Ausrichtung sind die Unternehmen der EEI nicht nur sehr stark, sondern auch sehr unterschiedlich von der Krise betroffen. Das Ziel der diesjährigen KV-Verhandlungen war es daher, einen Abschluss zu erzielen, der der Branchensituation gerecht wurde. Mit der Einführung einer Konjunkturklausel ist ein differenzierter Ist-Abschluss gelungen, der allen Unternehmen, die im 1. Quartal 2009 gegenüber dem 1. Quartal 2008 einen Umsatzrückgang von 15% und mehr erlitten haben, eine geringere Ist-Erhöhung von mindestens 1,4% statt 2,2% ermöglicht. Für eine Nutzung der Klausel mussten die Betriebe bis 19. Juni die hierfür nötigen Anträge im FEEI und bei den Gewerkschaften einreichen. Insgesamt nahmen diese Option 78 Unternehmen in Anspruch. Betroffen sind knapp 20.000 Beschäftigte. Das ist mehr als ein Drittel aller dem KV unterliegenden Mitarbeiter. Über 20 dieser Unternehmen verzeichneten im 1. Quartal 2009 einen Umsatzrückgang von 40% und mehr, weitere 20 Unternehmen Rückgänge zwischen 25% und 40%. Bis 21. September 09 werden die Anträge geprüft und die für die Umsetzung nötigen Betriebsvereinbarungen ausgearbeitet. Beide Sozialpartner müssen diesen in der Folge zustimmen.
FEEI erwartet zügige Umsetzung der Konjunkturklausel in die Praxis
Bereits bei den ersten Abwicklungen der Konjunkturklausel zeigte sich allerdings, dass die Gewerkschaften Hebel in Bewegung gesetzt haben, um von den Unternehmen Zugeständnisse für eine Realisierung der Klausel zu erzwingen. „Wir hatten bis letzte Woche das Problem, dass sich die Gewerkschaften in die Verhandlungen auf Betriebsebene eingemischt haben bzw. allgemein gültige Bedingungen für eine Umsetzung aussprechen wollten wie z.B. die Befristung der geringeren Ist-Erhöhung, einen gebundenen Verwendungszweck für die „eingesparten Mittel“ oder keine Produktionsverlagerungen für einen gewissen Zeitraum. Damit wird die zwischen den Sozialpartnern ursprünglich vereinbarte Vorgehensweise eindeutig konterkariert. Details zur Konjunkturklausel sind individuell auf Betriebsebene zwischen Betriebsrat und Unternehmensführung zu vereinbaren“, kritisiert Hochleitner die Gewerkschaften und ergänzt, dass das einzig relevante Kriterium für die Umsetzung der Klausel der Umsatz bleiben muss. Natürlich steht es jedem Unternehmen individuell frei, dem Betriebsrat weitere Zugeständnisse zu machen. Allgemein gültige zusätzliche Bedingungen lehnt man von Seiten des FEEI jedoch strikt ab.
Um die Umsetzung der Klausel durch die fordernde Haltung der Gewerkschaften nicht zu gefährden, wurde am 15. Juli vom FEEI nochmals ein Spitzengespräch mit der GMTN und GPA einberufen. Ergebnis war die erneute gemeinsame Verständigung über das Ziel der Konjunkturklausel: die Zukunft der Betriebe am Standort Österreich und die damit verbundenen Arbeitsplätze zu sichern. „Nachdem uns sowohl Herr Wimmer als auch Herr Proyer bestätigt haben, die Umsetzung der Konjunkturklausel im Sinne der am
4. Juni unterzeichneten Sozialpartnervereinbarung zu unterstützen, erwarten wir, dass die Anträge in den kommenden Wochen zügig geprüft und über die überwiegende Mehrheit positiv entschieden wird“, erklärt der FEEI-Obmann abschließend.

v.l.n.r.: Dr. Lothar Roitner, Geschäftsführer des FEEI und Dipl.-Ing. Dr. h. c. Albert Hochleitner, Obmann des FEEI
Die wirtschaftliche Lage der Elektro- und Elektronikindustrie im Detail
Die Abwärtstendenzen in der heimischen Elektro- und Elektronikindustrie zeigten sich erstmals im 4. Quartal 2008 deutlich (-9,8%). Das Minus im Gesamtjahr 2008 blieb aber dank einer stabilen Entwicklung bis September mit nominell -2,4% im Rahmen (11,8 Mrd. Euro Produktionswert 2008). Im ersten Quartal 2009 hat sich das Bild weiter verdüstert (-18%). Der Produktionswert in der Sparte Bauelemente sank im ersten Quartal 2009 um -51,6%, der Rückgang bei Elektrischen Ausrüstungen für Kfz betrug -80,7%, die Kommunikationstechnik ging um -14,8% zurück, Verteilungs- und Schalteinrichtungen um -24,5%. Die Sparte Motoren, Generatoren und Transformatoren verzeichnete im ersten Quartal 2009 neben den Dienstleistungen als einzige Zuwächse (+37,7%). Grund dafür ist einerseits der hohe Stellenwert, den Investitionen im Bereich Energietechnik bereits seit geraumer Zeit haben. Der Wirtschaftssektor zählt derzeit zu den wachstumsstärksten Sparten überhaupt. Andererseits profitieren die Hersteller von Motoren von einer langfristigen Auftragsabwicklung. Diese Unternehmen werden die Auswirkungen der Krise erst in den kommenden Monaten zu spüren bekommen.
Exporte brachen ab dem 4. Quartal 2008 ein
Einer der wichtigsten Impulsgeber für eine positive Entwicklung der EEI, die Exporte, sind seit dem
4. Quartal 2009 deutlich im Minus (-6,8%). Der Rückgang beschleunigte sich von Jänner bis März 2009
(-24,8%). Analog zur Produktion sind auch hier einzelne Sparten stark betroffen. So mussten Bauelemente und Automobilzulieferer Einbrüche von mehr als -52% bzw. -34% in den ersten drei Monaten des Jahres 09 hinnehmen. Die Ausfuhren bei Kommunikationstechnik gingen um 21,7% zurück, bei Verteilungs- und Schalteinrichtungen um -21,3%. Die einzige Ausnahme blieb auch hier die Sparte Motoren mit einem Exportplus von 8%. Betrachtet nach Ländergruppen bleibt die EU mit 65,3% im ersten Quartal 2009 der wichtigste Exportraum der EEI. Die dortigen Ausfuhren sanken um 29,8%. Rückläufig sind erstmals auch die Ausfuhren nach Asien (-3,9%).
Ausblick 2009
Laut aktuellen Umfragen des WIFO von Ende Juni 2009 sollte die Talsohle für die Sachgütererzeugung im 3. Quartal 2009 erreicht sein. Auch in der EEI mehren sich die positiven Signale. In der Sparte Bauelemente, die ein Frühindikator für die Branchenentwicklung ist, verbessert sich die Auftragslage bereits seit geraumer Zeit kontinuierlich. Allerdings ist auch in den kommenden Monaten von einer allgemein rückläufigen Investitionsnachfrage auszugehen. Ebenso wird die Entwicklung auf den Exportmärkten den Außenhandel und damit auch die Entwicklung der Elektro- und Elektronikindustrie noch über einen längeren Zeitraum belasten. Für das Jahr 2009 rechnet die Elektro- und Elektronikindustrie daher mit einem Produktionsrückgang von mindestens 10%. Auch ein weiterer Rückgang der Beschäftigten ist zu befürchten.
| Der Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie vertritt in Österreich die Interessen von rund 300 Unternehmen mit knapp 63.000 Beschäftigten und einem Produktionswert von mehr als 12 Milliarden Euro (Stand 2007). Gemeinsam mit seinen Netzwerkpartnern – dazu gehören u. a. die Fachhochschule Technikum Wien, das Forum Mobilkommunikation (FMK), ICT Austria, das UFH, das Umweltforum Starterbatterien (UFS), der Verband Alternativer Telekom-Netzbetreiber (VAT) und der Verband der Bahnindustrie (bahnindustrie.at) – ist es das oberstes Ziel des FEEI, die Position der österreichischen Elektro- und Elektronikindustrie im weltweit geführten Standortwettbewerb zu stärken. Weitere Informationen und Pressemeldungen sowie Bildmaterial finden Sie unter http://www.feei.at/presse/. |
Für Rückfragen:
Dipl.-Ing. Dr. h. c. Albert Hochleitner, Obmann des FEEI
T: 051707-20000
Dr. Lothar Roitner, Geschäftsführer des FEEI
T: 01/58839-12, E-Mail: roitner@feei.at
Mag. (FH) Kathrin Mück-Puelacher, FEEI Kommunikation
T: +43 1 588 39 29, M: +43 664 619 25 08, E: mueck@feei.at
- Jahrespressekonferenz Präsentation (192 KB)
- Hochleitner ueber -25% beim Aussenhandel (641 KB)
- Hochleitner ueber Ausblick 2009 (548 KB)
- Hochleitner ueber Auswirkungen der Krise (745 KB)
- Hochleitner ueber Kurzarbeit (864 KB)
- Roitner ueber Exporteinbruch (907 KB)
- Roitner ueber Kollektivvertrag (778 KB)
- Roitner ueber wirtschaftliche Lage (1180 KB)
Das UFH hat vertragliche Vereinbarungen mit den Kommunen, die die flächendeckende Sammlung von Elektroaltgeräten nach Marktanteil regeln. Diesen Verpflichtungen ist das UFH immer nachgekommen und wird das auch in Zukunft tun.
Die momentane – durchaus prekäre – Situation rührt daher, dass im vergangenen Jahr ein Mitbewerbersystem weit mehr als vorgeschrieben gesammelt hat und diese Übererfüllung heuer sukzessive abbaut. Diese Vorgehensweise wurde erst durch eine Gesetzesänderung im Dezember 2008 ermöglicht.
Dadurch resultieren Untererfüllungen der anderen Systeme in den jeweiligen Kategorien, wie es auch beim UFH der Fall ist. Das UFH sieht sich nun also mit den Forderungen konfrontiert, massive Mehrmengen im Vergleich zum bestehenden Marktanteil und den aufrechten Verträgen zu übernehmen.
Das UFH ist zuversichtlich, dass die österreichischen Sammel- und Verwertungssysteme auch künftig ihrer vereinbarten Sammlung gemäß Marktanteil nachkommen und es in weiterer Folge zu keinen derartigen Verzerrungen mehr kommen wird.
EAG Sammlung – die Hintergründe
Laut Elektroaltgeräte-Verordnung (EAG-VO) hat die Sammlung gemäß dem durch die Elektroaltgeräte Koordinierungsstelle quartalsweise berechneten Marktanteil zu erfolgen.
Einmal jährlich wird ein Jahresmarktanteil ermittelt (§ 24 Meldung), der eventuelle Über- bzw. Untererfüllungen der Sammelverpflichtungen aufzeigt. Diese Meldung erfolgt im April des Folgejahres, die Über- oder Untererfüllung wird im darauf folgenden 3. Quartal berücksichtigt.
Maximal 10% durfte ein System pro Sammel- und Behandlungskategorie laut EAG-VO im Jahr 2008 ursprünglich übererfüllen, d.h. mehr als vorgeschrieben sammeln. Diese Regelung diente dem Zweck, Situationen wie die derzeit am Markt stattfindende Nicht-Abnahme von Sammelmassen zu vermeiden.
Kurz vor Jahresende ist diese 10% Hürde gefallen. Ein Mitbewerber des UFH hat im Jahr 2008 – gewollt oder ungewollt - massiv übersammelt, und hat nun geringere Verpflichtungen als es dem eigentlichen Marktanteil entspräche.
Dadurch entstehen Ungleichbehandlungen der anderen Systeme, die gemäß Marktanteil sammeln und darüber hinaus zusätzliche Massen – weitaus mehr als vereinbart – abnehmen müssten, um den Gesamtmarkt abzudecken.
Rückfragehinweis:
Viktoria Handler
Marketing
UFH Holding GmbH
A-1060 Wien, Mariahilfer Straße 37–39
(+43.1) 588 39.52 phone · 588 39.94 fax
viktoria.handler@ufh.at · www.ufh.at
Das Stipendium
Bereits zum vierten Mal wurden je fünf Studentinnen der FH Technikum Wien und der FH Kärnten mit dem vom FEEI und den beiden FHs gesponserten Stipendium „1000 Euro statt Blumen“ ausgezeichnet. Voraussetzung sind ein technisches Studium und ein Notenschnitt unter 1,5 im vorangegangenen Studienjahr. Die Nominierung wird von der jeweiligen Fachhochschule vorgenommen. Das Stipendium soll unter dem Motto „So ausgezeichnet kann Technik sein“ die erstklassigen Leistungen der Studentinnen honorieren.
FH Technikum Wien
Am 14. April 2009 verliehen der Rektor der FH Technikum Wien, DI Dr. Fritz Schmöllebeck, der Geschäftsführer des FEEI, Dr. Lothar Roitner, und die stellvertretende Geschäftsführerin der FH Technikum Wien, Mag. Angelika Ott, 1000€ an:
Cornelia Buchinger (Bachelorstudiengang Internationales Wirtschaftsingenieurwesen)
Gusarova Ecaterina, MSc (Masterstudiengang Multimedia und Softwareentwicklung)
Iris Klawatsch (Bachelorstudiengang Informations- und Kommunikationssysteme)
Stefanie Schlembach (Bachelorstudiengang Informations- und Kommunikationssysteme)
Lucia Schoderböck (Masterstudiengang Technisches Umweltmanagement)
Zum zweiten Mal in Folge konnten alle Stipendiatinnen sogar einen Notenschnitt von unter 1,2 vorweisen. 
v.l.n.r.: Gusarova Ecaterina, Iris Klawatsch, Stefanie Schlembach, Lucia Schoderböck, FH-Prof. DI (FH) Alexander Hofmann, Dr. Lothar Roitner, Mag. Angelika Ott, FH-Prof. DI Dr. Fritz Schmöllebeck , FH-Prof. DI Peter Balog und Dr. Dominik Rünzler (c) FEEI Management-Service GmbH/APA-OTS/Denk
FH Kärnten
Infineon-CEO, Mag. Monika Kircher-Kohl und FH-Marketingleiterin, Mag. Petra Antenreiter, überreichten am 1. Juli 2009 das Stipendium an:
Martina Hebein (Masterstudiengang Spatial Information Management)
Rosina Kreutzer (Masterstudiengang Health Care IT)
Christine Skrabl (Bachelorstudiengang Systems Engineering)
Astrid della Mea (Bachelorstudiengang Maschinenbau)
Alexandra Bruckner (Bachelorstudiengang Telematik/Netzwerktechnik)
v.l.n.r.: Mag. Monika Kircher-Kohl, Mag. Martina Hebein, Rosina Kreutzer, Christine Skrabl, Astrid della Mea, Alexandra Bruckner (c) FH Kärnten
Unter dem Motto „Öffentlicher Verkehr: Die richtige Verkehrsmittelwahl“ fand vom 8. Juni bis 11. Juni 2009 der 58. UITP-Weltkongress für den öffentlichen Personenverkehr im städtischen und urbanen Raum auf dem Gelände der Messe Wien statt. Im Zentrum der Veranstaltung, die alle zwei Jahre an einem anderen Austragungsort stattfindet, stehen die nachhaltige und umweltverträgliche Mobilität des öffentlichen Nahverkehrs. Die heimische Bahnindustrie spielt dabei eine große Rolle, ist sie doch am Weltmarkt überproportional stark mit innovativen Produkten sowie Dienstleistungen für nachhaltige Mobilität vertreten. Parallel zum UITP findet auch eine Fachmesse statt. Zahlreiche in Österreich aktive Unternehmen sind hier mit eigenen Ständen bzw. am Gemeinschaftsstand der österreichischen Bahnindustrie präsent, um ihr eindrucksvolles Leistungsspektrum zu präsentieren.
v.l.n.r.: Ing. R. Chodász (Geschäftsführer Verband der Bahnindustrie), BM Doris Bures (Bundesministerin für Infrastruktur), KommR. Ing. F. Hrachowitz, Traktionssysteme Austria (Präsident Verband der Bahnindustrie), Dr. L. Roitner, Geschäftsführer Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie. Foto: Niko Formanek
Mit Investitionen der Wirtschaftskrise trotzen
Im Anschluss an die feierliche Eröffnung des UITP-Kongresses besuchten Verkehrsministerin Doris Bures sowie weitere hochrangige Vertreter der Verkehrsbranche den Stand der österreichischen Bahnindustrie.
Der Präsident des Verbandes der Bahnindustrie, KommRat Ing. Franz Hrachowitz berichtete bei diesem Empfang von einer "positiven Branchenentwicklung getragen vor allem durch Investitionen in zukunftsorientierte Personenverkehrsprojekte". Sowohl die Beschaffung von modernen und energiesparenden Fahrzeugen als auch die Modernisierung der Infrastruktur sorgen laut Hrachowitz dafür, dass die Bahnindustrie "derzeit relativ gut mit Aufträgen versehen ist". Lediglich im Bereich Güterverkehr sei wegen der allgemeinen wirtschaftlichen Situation die für alle Verkehrsträger spürbare Zurückhaltung an Neuaufträgen merkbar, welche sich derzeit auch in den Investitionsaktivitäten der Eisenbahn-Verkehrsunternehmen widerspiegelt.
Langfristig betrachtet stellt die Bahnindustrie einen weiterhin nachhaltig wachsenden Wirtschaftszweig dar, insbesondere bei zunehmender Bedeutung von Ökologie und dem schonenden Umgang mit Ressourcen. Die Mitgliedsunternehmen des Verbandes der Österreichischen Bahnindustrie liefern dazu innovative Produkte und Dienstleistungen für Bahnbetreiber und deren Kunden, mit einem Gesamtjahresumsatz von ca. 2,5 Mrd EUR und ca. 9.000 Mitarbeitern. Wie sich auf dem UITP-Kongress zeigt, ist die in Österreich tätige Bahnindustrie in zahlreichen Bereichen Markt- und Technologieführer, was sich in einer Forschungs- und Entwicklungsquote (inkl. Engineeringleistungen) von 8,8% widerspiegelt. Österreichs Bahnindustrie liefert ihre Produkte dementsprechend in alle Welt und hat eine Exportquote von 65%!
Weitere Informationen finden Sie auch unter:
www.BAHNINDUSTRIE.at
www.uitp.org
Bilder:
http://pressefotos.at/m.php?g=1&u=1&dir=200906&e=20090608_b&a=event
Für Rückfragen:
Verband der Bahnindustrie Österreichs
Ing. Ronald Chodász (Geschäftsführer)
Tel.: 0664/619 25 05
E-Mail: office@bahnindustrie.at
IHE praxisnah und live erleben
Im Rahmen des diesjährigen Connectathon treffen Hersteller medizinischer Software sowie medizintechnischer Geräte und Anwender derartiger Systeme aus der ganzen Welt zusammen und bieten umfassende Begleitworkshops sowie erstmalig auch Show Cases an. Dazu DI Dr. Alexander Schanner, Vorstandsmitglied der IHE-Austria: „Die Teilnehmer haben die einmalige Gelegenheit, die Integration von IT-Systemen und Medizintechnik praxisnah und live zu erleben. Der Connectathon ist ein einzigartiger Event, wo Hersteller und Anwender, hauptsächlich Ärzte, gemeinsam aktiv sind“.
Die Begleitworkshops bieten einen Überblick an internationalen, nationalen und regionalen Vernetzungsprojekten im Gesundheitswesen auf Basis von IHE. Die Show Cases zeigen an Hand von realen IT-Systemen aus dem Gesundheitswesen sowie echter Ultraschallgeräte, wie einfach der Informationsaustausch zwischen diesen Systemen zum Nutzen der Patienten bewerkstelligt werden kann. Dabei wird sowohl der innerorganisatorische Datenaustausch - also etwa zwischen einer Ambulanz und der Radiologie in einem Krankenhaus - als auch der überorganisatorische Datenaustausch - wie zwischen mehreren Krankenhäusern auch in unterschiedlichen Bundesländern und den niedergelassenen Haus- und Fachärzten - demonstriert. „Wir zeigen, dass der reibungslose Datenaustausch in der Medizin zwischen verschiedenen Systemen und Geräten der unterschiedlichsten Hersteller keine Illusion, sondern dank IHE zur alltäglichen Realität geworden ist. Durch die konsequente und optimale Anwendung von internationalen Standards werden aus Schnittstellen im Gesundheitswesen Nahtstellen und eine optimierte Funktion der Abläufe im Zuge von Diagnose und Therapie ist garantiert. So werden medizinische Daten - wie etwa Befunde - behandelnden Ärzten zum Nutzen der Patienten bereitgestellt und Systeme kompatibel und somit beliebig austauschbar gemacht. Diese Austauschbarkeit von Systemen und Geräten bietet den Anwendern wie Ärzten und Krankenhäusern höchstmöglichen Investitionsschutz und öffnet den Herstellern den gesamten internationalen Markt“, erläutert das Vorstandsmitglied der IHE-Austria. „Was für die Computer- und Multimedia-Welt der USB-Stecker ist, ist für die Informationstechnologie im Gesundheitswesen IHE“, bringt es Schanner auf den Punkt.
IHE-Europe ermöglicht Mitarbeit an Projekten der EU-Kommission
„1999 wurde die IHE von einer Handvoll enthusiastischer Radiologen und IT-Spezialisten ins Leben gerufen. Die Entwicklung war Anfangs sehr USA-lastig. Doch nach kurzer Zeit gab es immer mehr Interessenten aus Europa, und bereits 2000 wurde die IHE-Europe gegründet. Der erste europäische Connectathon fand 2001 in Paris statt“, skizziert DI Peter Künecke, CoChair-Vendor von IHE-Europe, die ersten Jahre der Initiative in Europa. Die IHE-Europe ist allerdings erst seit April 2008 als offizielle Institution nach europäischem Recht in Brüssel angemeldet. Diese offizielle Organisationsform erlaubt es ihr, auch an Projekten der EU-Kommission mitzuarbeiten.
Den Nutzen des europäischen Vereins legt Künecke klar dar: „Die IHE-Europe ist notwendig, da sie eine Verbindung zur Europäischen Kommission herstellt und die verschiedenen Staaten Europas mit ihren sehr unterschiedlichen medizinischen Verwaltungen, Datenschutzrichtlinien und Sprachen vernetzt. Sie fungiert als zentraler Koordinator für die EU-Staaten mit nationalen IHE-Organisationen. Die IHE-Europe entwickelt zudem Test-Tools mit weltweiten Kooperationspartnern, stellt eine Eingangstür für viele Hersteller in den internationalen Markt dar und bietet mehr Auswahl für die Anwender. Darüber hinaus unterstützt sie die Gründung nationaler IHE-Organisationen und die Organisation des europäischen Connectathon“.
Die FH Technikum Wien vernetzt Gesundheitswesen und Wissenschaft
„Die FH Technikum Wien setzt sich seit Jahren für die Weiterentwicklung des Gesundheitswesens aus technischer Sicht ein und hat an der Gründung des Vereins IHE-Austria mitgewirkt“, beschreibt Gabriele Költringer, Geschäftsführerin der Technikum Wien GmbH, das Engagement der Fachhochschule für IHE. Ein Beispiel für die Arbeit der FH in diesem Bereich ist die Leitung des Arbeitskreises „Interoperabilität-Standardisierung“ im Rahmen der e-health-Initiative. Die Ergebnisse sind in die Empfehlung für die Architektur der österreichischen Gesundheitsakte eingeflossen.
„Unser Ziel ist, dass unsere Absolventinnen und Absolventen einerseits am neuesten Stand der Technik ausgebildet werden und damit ihr Wissen professionell in der medizinischen Informationsverarbeitung einsetzen. Andererseits sehen wir unsere Aufgabe darin, Gesundheitswesen und Wissenschaft zu vernetzen. Die Interoperabilitätsveranstaltung Connectathon, die wir gemeinsam mit der IHE-Europe und IHE-Austria organisieren, ist eine ideale Plattform dafür“, erläutert Költringer abschließend.
Über Integrating the Healthcare Enterprise (IHE)-Austria
IHE-Austria ist eine nationale Organisation von IHE. Ziel der in Österreich als Verein organisierten Initiative ist die Forcierung der Integration von IT- und Medizintechnik im Gesundheitswesen. Dabei arbeiten Experten, Anwender, Hersteller und Interessenvertretungen in einem kontinuierlichen Prozess zusammen, um durch die konsequente Anwendung von anerkannten internationalen Standards eine lückenlose Interoperabilität von IT-Systemen zu erzielen und damit die Qualität und Effizienz im Gesundheitswesen zu steigern.
Über die Fachhochschule Technikum Wien
Mit derzeit über 2.000 AbsolventInnen und mehr als 2.500 Studierenden sowie 11 Bachelor- und 16 Masterstudiengängen ist die FH Technikum Wien der größte Fachhochschul-Anbieter für technische Studien in Österreich. Das wissenschaftlich fundierte und gleichzeitig praxisnahe Studienangebot ist vielfältig und individuell kombinierbar. Die Studiengänge werden in Vollzeit- und/oder berufsbegleitender Form angeboten. Neben einer qualitativ hochwertigen technischen Ausbildung wird an der FH Technikum Wien auch großer Wert auf Sprachausbildung sowie wirtschaftliche und persönlichkeitsbildende Fächer gelegt. Sehr gute Kontakte zu Wirtschaft und Industrie eröffnen den Studierenden bzw. AbsolventInnen beste Karrierechancen. Die FH Technikum Wien wurde 1994 gegründet und erhielt im Jahr 2000 als erste Wiener Einrichtung Fachhochschulstatus. Sie ist ein Netzwerkpartner des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI).
Rückfragehinweise
IHE-Austria:
Schiffamtsgasse 15
1020 Wien
E: office@ihe-austria.at
I: http://www.ihe-austria.at
M: +43 664 23 53 139
Anfragen zum Connectathon/Begleitworkshops
Gabriele Költringer
Geschäftsführung Technikum Wien GmbH
Höchstädtplatz 5
1200 Wien
T: +43 1 333 40 77 630
M: +43 664 619 25 20
E: gabriele.koeltringer@technikum-wien.at
Für Medienanfragen:
Mag. Isabelle-Nadine Müller
FEEI Management-Service GmbH
Mariahilfer Straße 37-39
1060 Wien
M: +43 664 619 25 09
E: mueller@feei.at
Das gesamte Bildmaterial zum Pressegespräch „IT- und Medizintechnik zum Angreifen“ finden Sie unter www.pressefotos.at
Angesichts der weltweiten Finanz- und Konjunkturkrise sind zahlreiche Wirtschaftszweige mit einem Nachfragerückgang sowie massiven Absatz- bzw. Umsatzeinbrüchen konfrontiert. Die Elektro-Branche hingegen verbucht weiterhin positive Verkaufszahlen. Im Rahmen einer Pressekonferenz berichten die Branchenvertreter sowie das Bundesgremium Radio- und Elektrohandel und Kooperationspartner über die aktuelle wirtschaftliche Situation des Sektors. „Die Elektro-Branche trotzt der weltweiten Krise mit innovativen, energieeffizienten Produkten, die sich als echte Verkaufsschlager erweisen. Bester Beweis dafür ist die aktuelle Marktsituation. Insgesamt freute sich der Bereich über einen Gesamtumsatz von 4,1 Mrd. Euro im vergangenen Jahr. Dies entspricht einem Plus von 3,5% gegenüber 2007“, lautet das Resumée der anwesenden Branchenvertreter.
Elektrohandel fordert Maßnahmen der Geldinstitute
„Viele Wirtschaftszweige befürchten, dass die Auswirkungen der aktuellen Finanz- und Konjunkturkrise erst 2009 voll durchschlagen werden. Der Elektrohandel hingegen ist für die nächsten Monate guter Dinge. Wir rechnen auch weiterhin mit ungebremster Kauflust“, beschreibt Wolfgang Krejcik, Obmann des Bundesgremiums Radio und Elektrohandel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), den Optimismus des Sektors. Damit die Branche mit ihren rund 2.000 Geschäften, mit je zwei Mio. Euro Umsatz und ca. 10.000 Mitarbeitern auch zuversichtlich in die Zukunft blicken könne, sei allerdings ein Umdenken der Geldinstitute notwendig: „Die Krise bei einzelnen Handelsunternehmen, auch bei der Großfläche, ist hausgemacht und darf nicht auf den gesamten Elektrohandel übertragen werden. Sie muss jeweils als Einzelfall betrachtet werden und darf nicht dazu führen, dass Banken auch renommierten Betrieben keine finanzielle Unterstützung mehr gewähren und Kreditversicherer höhere Liquidität einfordern. Eine ausreichende Finanzierung des Elektrohandels muss sichergestellt sein“, fordert der Obmann abschließend.
Chancen des Elektrofachhandels in schwierigen Zeiten
„Krise hin oder her, es gibt auch positive Aspekte, wie z.B. zuletzt relativ hohe Lohnabschlüsse, die sinkende Inflation oder auch das niedrige Zinsniveau. Liquidität und Kaufkraft sind grundsätzlich vorhanden und der private Konsum hat sich außerdem schon in vielen Krisen als stabilisierender Faktor erwiesen“, meint Peter Osel, Geschäftsführer der Händlerkooperation Euronics Austria / Red Zac. Ebenfalls stabil sei der Ersatzbedarf, denn geht ein wichtiges Gerät wie Waschmaschine, Kühlschrank oder Fernseher kaputt, werde dieses umgehend ersetzt, wobei die Wahl dann sehr oft auf ein höherwertigeres, energiesparendes und komfortableres Geräte fällt. „Gerade professionell aufgestellte kleinere und mittlere Elektrofachhändler werden heuer profitieren, denn der Konsument ist bei der Produktauswahl vorsichtiger geworden und legt daher gesteigerten Wert auf Beratung, Vertrauen und Sicherheit beim Einkauf immer komplexer werdender Technologie“, argumentiert Osel. „Der Energiespargedanke sowie der technische Fortschritt sind unsere stärksten Verbündeten.“
Flachbildfernseher pushen den consumer electronics-Markt
Die Unterhaltungselektronik-Branche hat 2008 eine Umsatzsteigerung von 776 auf 804 Mio. Euro verbucht. Dies entspricht einem Plus von 4%. Das Zugpferd der Branche sind Christian Blumberger, Sprecher des forum consumer electronics, zufolge Flat-TVs. So wurden 2008 um 40% mehr Flachbildfernseher verkauft als im Jahr davor. „Allen negativen Nachrichten zum Trotz entwickelt sich gerade das TV-Geschäft äußert positiv. Bei Fernsehern ist ein Trend zu höheren Preisklassen feststellbar. Grund dafür ist, dass der Konsument bei einer derartigen Investition technologisch up to date sein will. Darüber hinaus spielen Garantie und Service eine große Rolle“, betont Blumberger. Daneben ist eine hohe Auflösung für Kunden unverzichtbar. „TV-Bildern in High Definition gehört die Zukunft“, zeigt sich der Branchensprecher überzeugt. Bereits 2010 sollen in Europa 160 HD-Kanäle zu empfangen sein. Ein wesentlicher Grund dafür, dass sich immer mehr Konsumenten einen neuen Flachbildfernseher zulegen, ist der Rückzug in die häusliche Privatsphäre, ausgelöst durch die derzeitige Finanz- und Konjunkturkrise. Gleichzeitig sind das Bewusstsein und die Notwendigkeit für Energiesparmaßnahmen in den eigenen vier Wänden gestiegen. Die Kunden setzen daher auf hochwertige und energieeffiziente Geräte.
Im laufenden Geschäftsjahr geht der Trend klar zu Flat-TVs in neuen Dimensionen. Umsatztreiber sind immer größere und flachere Fernseher. Laut Blumberger sind die künftigen Big Player der Branche Geräte mit einer Bildschirmdiagonale von 42-Plus.
Elektro-Kleingerätemarkt weiter im Aufwärtstrend
„Die Marktentwicklung bei Elektro-Kleingeräten ist mit einer Wertsteigerung von +3,6% im letzten Jahr erfreulich“, beschreibt Thomas Poletin, Branchensprecher des Elektro-Kleingeräte Forums, die wirtschaftliche Situation. Dies ergibt ein Plus von rund zehn Mio. Euro. „Neuheiten und Angebote wurden vom Konsumenten wahrgenommen und vor allem im Weihnachtsgeschäft angenommen: Wertmäßig konnte die Branche um 5,8% wachsen, das kommt einem Plus von etwa 3,5 Mio. Euro gleich“, freut sich der Branchensprecher über die gute Entwicklung des Sektors.
Der anhaltende Trend zu Beauty- und Wellness-Produkten wie Geräten aus den Bereichen Epilation, Body-Grooming oder Zahnpflege sorgt für Umsatzsteigerungen. „Aber auch Innovationen, die den Spaßfaktor im Haushalt erhöhen, zählen zu den Verkaufshits“, erläutert Poletin. Dazu gehören Lifestyle-Kochprodukte, die durch die zahlreichen TV-Kochshows an Bedeutung gewinnen und ganz klar Geräte für die qualitativ hochwertige Zubereitung von Kaffee. „Die anhaltende Debatte über das Nichtrauchen in Lokalen führt dazu, dass viele Konsumenten das gemütliche Beisammensein zu Hause vorziehen. Dieser Trend wird sich auch dieses Jahr weiter fortsetzen. Dazu kommt, dass die Branche heuer mit einem wahren Feuerwerk an Produkten aufwartet, das zu starken Umsatzzuwächsen führen wird“, versichert der Branchensprecher.
Innovationen und zurückhaltende Preispolitik sorgen für stabiles Umsatzniveau
Im vergangenen Jahr hat sich die Weiße Ware laut Franz Schlechta, Branchensprecher des Forums Hausgeräte, positiv entwickelt. „Nach Stückzahlen konnte 2008 bei Großgeräten ein Zuwachs von +2,6% auf 1.260.000 Stück verzeichnet werden. Wertmäßig sieht es mit 593 Mio. Euro (+3,7%) auch sehr gut aus“, berichtet Schlechta.
„Der drohende Jobverlust könnte die Konsumenten jedoch dazu veranlassen, auch ‚kleinere’ Investitionsentscheidungen zu verschieben. Dem ist entgegenzuhalten, dass die Branche mit weiteren Innovationen wie den Megatrends Energiesparen und Nachhaltigkeit sowie mit einer zurückhaltenden Preispolitik kontert. Dies beschert uns auch 2009 Umsatzzuwächse. Objektiv betrachtet gibt es genügend Grund zu der Annahme, dass im laufenden Jahr das Umsatzniveau gehalten werden kann“, stellt der Branchensprecher fest.
Allerdings müsse die Politik unterstützend eingreifen. Gefragt ist eine „Energie- bzw. Ökoprämie“ für besonders energie- und ressourcenschonende Hausgeräte. Geht es nach Schlechta, ist das nicht nur gut für die Umwelt, sondern kann auch nützlich für die Wirtschaft sein.
Rückfragehinweise:
Vertreter des Handels
Bundesgremium Radio und Elektrohandel in der Wirtschaftskammer Österreich
Das Bundesgremium Elektrohandel der Wirtschaftskammer Österreich ist die offizielle Standesvertretung des österreichischen Elektrohandels sowie des Musikinstrumente- und des Tonträgerhandels. Auch alle österreichischen Videotheken sind hier zugehörig. Bei den ca. 11000 Mitgliedern finden sich alle Betriebsgrößen, vom Ein-Mann-Betrieb bis zur größten Filialkette, vom kleinen Elektrohändler bis zum Großimporteur und Großhändler.
Ing. Wolfgang Krejcik
Obmann
Radio Krejcik KG
Alserstraße 45-47
1080 Wien
T: +43 1 405 55 36
E: office@radiokrejcik.at
Red Zac
Red Zac ist die erfolgreiche Handelsmarke der EURONICS Austria reg. Gen.m.b.H. (ehemals „Funkberaterring“), der bedeutendsten Kooperation im österreichischen Elektrohandel und –gewerbe.
Unsere 200 Mitglieder betreiben 230 inhabergeführte mittelständische Fachgeschäfte und Fachmärkte. Gemeinsam mit den angeschlossenen Servicewerkstätten und Elektroinstallationsbetrieben steht die Red Zac-Organisation für ein Höchstmaß an Qualität, Service, Kundennähe und Professionalität.
Mag. Peter Osel
Geschäftsführer
EURONICS Austria reg. Gen.m.b.H.
Georg-Humbhandl-Gasse 7
2362 Biedermannsdorf
T: +43 2236 47140
E: p.osel@redzac.at
Vertreter der FEEI-Branchenforen
forum consumer electronics
Das forum consumer electronics ist ein Netzwerkpartner des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie und vertritt die Interessen der Unternehmen SHARP Electronics (Europe) GmbH, Robert Bosch AG, Loewe Austria GmbH, HB Multimedia electronic products Vertriebs GmbH , JVC Austria GmbH, Sony Austria GmbH, Philips Austria GmbH, Panasonic Eastern Europe HandelsgmbH, und Grundig Intermedia GmbH.
Branchensprecher:
Ing. Christian Blumberger
CEO
HB Austria GmbH
Pfarrgasse 52
1230 Wien
M: +43 676 33 22 334
E: cblumberger@hbaustria.at
Elektro-Kleingeräte Forum
Das Elektro-Kleingeräte Forum ist ein Netzwerkpartner des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie und vertritt die Interessen der Unternehmen BSH Hausgeräte GmbH, Dyson GmbH, Kenwood Manufacturing GmbH, Philips Austria GmbH, Saeco Austria AG, SEB Österreich Handels GmbH und Spidem Handelsgesellschaft mbH., Turmix GmbH, Procter & Gamble Austria GmbH.
Branchensprecher:
Thomas Poletin
National Sales Manager Non-Food
Procter & Gamble Austria GmbH
Guglgasse 7-9
1030 Wien
T: +43 1 588 57 204
M: +43 664 242 4245
E: poletin.t@pg.com
Forum Hausgeräte
Das Forum Hausgeräte, ein Netzwerkpartner des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie, ist eine Interessengruppe der wichtigsten Hersteller und Importeure von Haushaltsgroßgeräten. Im Forum Hausgeräte sind folgende Marken vertreten: AEG. ARDO, Bauknecht, Bosch, Elektra Bregenz, Electrolux-Juno-Zanussi, Eudora, Gorenje, Liebherr, Miele, Neff, Siemens und Whirlpool.
Branchensprecher:
Dir. Dkfm. Franz Schlechta
Geschäftsführer
BSH Hausgeräte GmbH
Quellenstrasse 2
1100 Wien
T: +43 1 605 75-0
E: franz.schlechta@bshg.com
Das gesamte Bildmaterial zur Branchen-Pressekonferenz „Kauflaune im E-Handel trotz Krise“ finden Sie unter www.pressefotos.at
Pressefotos der Branchensprecher unter Bildarchiv
Wien, 18. Dezember 2008. IT- und Medizintechnik sind die Schlüsseltechnologien für mehr Effizienz und damit weniger Kosten im Gesundheitswesen. Dank ihrem Einsatz werden modernste medizinische Verfahren in Prävention, Diagnostik und Therapie erst möglich gemacht. Voraussetzung für die optimale Nutzung der Technologien ist jedoch eine höchstmögliche Interoperabilität der verschiedenen Systeme, um einen nahezu lückenlosen Informationsfluss im Gesundheitswesen zu ermöglichen. Eine wichtige Rolle nimmt in diesem Zusammenhang die weltweit agierende Initiative „Integrating the Healthcare Enterprise (IHE)“ ein, die auf Basis international anerkannter Standards die technischen Voraussetzungen für die optimale Integration von IT-Systemen und medizintechnischen Geräten verschiedenster Hersteller in medizinischen Prozessabläufen definiert. Ab sofort ist IHE auch in Österreich mit einem eigenen Verein vertreten.
IHE-Austria setzt auf breite Basis – Ärzte und Wirtschaft mit gemeinsamen Ziel
„Mit der Gründung von IHE-Austria ist es erstmals gelungen die verschiedensten Interessengruppen aus dem Bereich Gesundheit für ein gemeinsames Ziel an einen Tisch zu holen. Dieses lautet, die Anwendung von IT-Systemen auf Basis international anerkannter Standards im Gesundheitswesen zu forcieren und damit einen wesentlichen Beitrag zur Qualitätssicherung, Effizienzsteigerung, Investitionsschutz und mehr Patientenkomfort zu leisten“, erklärt Alexander Schanner (ARGE ELGA) anlässlich der Konstituierung des Vereins. Die enge Zusammenarbeit von Gesundheitsexperten, Anwendern, Herstellern und Interessenvertretungen soll die rasche technische Umsetzung von E-Health-Anwendungen wie einrichtungsübergreifenden Behandlungsketten, z.B. auf Basis der von der Bundesgesundheitskommission beschlossenen ELGA-Architektur sowie im Bereich der beiden diagnostischen Säulen Labormedizin und Radiologie, aber auch der nötigen technischen Infrastruktur sicherstellen. „Die breite Know-how Basis von IHE-Austria ist mit Sicherheit eine Besonderheit. Wir vereinigen bereits jetzt beinahe alle bedeutenden Stakeholder des Bereichs Gesundheit unter unserem Dach und sind natürlich auch an weiteren Mitgliedern von Wirtschaftsseite und Anwenderseite interessiert, die sich im Sinne des Vereinsziels einbringen möchten“, so Wilfried Seyruck (Fachverband Unternehmensberatung und IT) und Manfred Müllner (Fachverband der Elektro-und Elektronikindustrie FEEI).
Internationale anerkannte Standards garantieren Investitionssicherheit
In der weltweiten IHE-Community arbeiten bereits seit mehr als 10 Jahren Anwender und Hersteller zusammen. IHE entwickelt selbst jedoch keine Standards, sondern beschreibt detailliert, wie bereits existierende Standards (z.B. HL7 oder DICOM) anzuwenden sind. Die Beiträge der IHE-Mitglieder bestehen darin in so genannten „Use Cases“ die Praxisanforderungen zu formulieren, die relevanten Standards zu identifizieren und einen technischen Leitfaden (IHE-Technical Framework für die unterschiedlichen Profile) für die Realisierung von Produkten zu schaffen. „Die Erarbeitung dieses technischen Rahmenwerks passiert auf einem kontinuierlichen interaktiven Prozess zwischen Experten aus der ganzen Welt. Für den Ausbau der österreichischen Infrastruktur im Gesundheitswesen kann daher die Anwendung von IHE-Standards nur empfohlen werden, da sie allen Beteiligten eine entsprechende Investitionssicherheit für Gesundheitsdiensteanbieter und Ärzte garantiert“, erklären Johannes Bretbacher (OÖ Gesundheits-und Spitals AG) und Michael Schriefl (Österreichische Ärztekammer).
Connectathon im April 2009 in Wien
Einmal im Jahr veranstaltet die IHE in Europa, Asien und Amerika den sogenannten Connectathon. Im Rahmen dieses Events, der von 20.-24. April 2009 erstmals in Österreich stattfinden wird, werden die entworfenen IHE Profile einem Test unterzogen. „Allein im vergangenen Jahr nahmen allein in Europa 84 Firmen mit über 300 Entwickler aus verschiedensten Ländern teil, um die Interoperabilität zwischen den Systemen unter realistischen Bedingungen zu prüfen und die Systeme auf den Praxiseinsatz vorzubereiten“, so Jürgen Brandstätter, einer der 4 IHE-Gründungsmitglieder, die den Connectathon nach Wien holen konnten. Der Connectathon 2009 wird von IHE-Austria und der Fachhochschule Technikum Wien in Kooperation mit IHE-Europe organisiert.
Über Integrating the Healthcare Enterprise (IHE) Austria
IHE Austria ist eine nationale Organisation von IHE weltweit. Ziel der in Österreich als Verein organisierten Initiative ist die Forcierung der Integration von IT- und Medizintechnik im Gesundheitswesen. Dabei arbeiten Experten, Anwender, Hersteller und Interessenvertretungen in einem kontinuierlichen Prozess zusammen, um durch die konsequente Anwendung von anerkannten internationalen Standards eine lückenlose Interoperabilität von IT-Systemen zu erzielen und damit die Qualität und Effizienz im Gesundheitswesen zu steigern.
Links:
IHE Austria: http://www.ihe-austria.at/
Connectathon 2009: http://www.ihe-europe.net/content/connectathon_vienna.htm; http://www.ihe-austria.at/index.php?id=20&L=1
IHE International: http://www.ihe.net
IHE Austria:
z.H. "Sekretariat Arge ELGA"
Schiffamtsgasse 15
1020 Wien
E-Mail: office@ihe-austria.at
Internet: http://www.ihe-austria.at
Für Medienanfragen:
Mag. (FH) Kathrin Mück-Puelacher
FEEI Management-Service GmbH
Mariahilfer Straße 37-39
1060 Wien
M: +43 664 619 25 08
E: mueck@feei.at
Bildnachweis:
Bildtext: Der Vorstand der IHE Austria, v.l.n.r. Dr. Michael Schriefl, Dr. Manfred Müllner, DI Wilfried Seyruck, DI Jürgen Brandstätter, DI Dr. Alexander Schanner, Johannes Bretbacher
Quelle: IHE Austria
Abdruck honorarfrei
Die UFH Altlampen Systembetreiber GmbH, Marktführer unter den Sammel- und Verwertungssystemen für Altlampen, hat mit Unterstützung von Philips, Osram, GE Lighting, Sylvania und dem Lebensministerium eine Kampagne ins Leben gerufen, um KonsumentInnen die Vorteile von Energiesparlampen aufzuzeigen und sie so zum Umstieg auf Energiesparlampen zu bewegen. Türhänger in allen österreichischen Haushalten und Inserate in regionalen Medien führten die KonsumentInnen auf das zentrale Kampagnenelement, die Website www.fangdaslicht.at. Im Oktober und November 2008 informierten sich bereits 20.000 NutzerInnen auf der Seite, die weiterhin online bleibt, über die effizienten Dauerbrenner.
„WebsitebesucherInnen aus ganz Österreich hat die Initiative auf effektive Weise gezeigt, wie leicht sich mit dem Einsatz von Energiesparlampen Strom und Geld sparen lässt und wie einfach es ist, damit einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. So kann der CO2-Ausstoß um 1 Million Tonnen pro Jahr reduziert werden, wenn alle österreichischen überall dort, wo es sinnvoll ist, herkömmliche Glühbirnen durch Energiesparlampen ersetzen. Zudem verbrauchen Energiesparlampen 80% weniger Strom als Glühbirnen bei gleicher Lichtleistung. Wir hoffen, dass auch nach dem Abschluss der überaus erfolgreichen Kampagne die KonsumentInnen auf die moderne Beleuchtung setzen“, fasst Dr. Helmut Kolba, Geschäftsführer der UFH Altlampen Systembetreiber GmbH, den Nutzen der Kampagne zusammen.
Gewinnspiel als Höhepunkt
Über 14.000 www.fangdaslicht.at-UserInnen erwarben mit der auf der Website integrierten Energiespar-Tour nützliches Wissen rund um die modernen Dauerbrenner und konnten damit auch die Fragen zum Online-Gewinnspiel richtig beantworten. Der Hauptpreisträger hat eine Jahresstromrechnung im Wert von max. 1.000 Euro gewonnen und 100 Preisträger freuen sich jeweils über ein Paket mit einem Sortiment an Marken-Energiesparlampen.
Über die UFH Altlampen Systembetreiber GmbH
Die UFH Altlampen Systembetreiber GmbH ist der österreichische Marktführer bei der Sammlung und Verwertung von Altlampen. Sie ist eine 100% Tochter der UFH Holding GmbH mit Sitz in Wien. Das UFH erzielte 2007 mit 15 MitarbeiterInnen einen Umsatz von 9,2 Millionen Euro und betreute 1060 Kunden.
www.ufh.at
www.fangdaslicht.at
Rückfragehinweis
Viktoria Handler
UFH Altlampen Systembetreiber GmbH
Kundenbetreuung & Marketing:
T: (+43.1.) 588 39.52
F: (+43.1.) 588 39.94
E: viktoria.handler@ufh.at
Der Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI) begrüßt den am 8. Dezember 2008 getroffenen EU-Beschluss über das schrittweise Auslaufen von Glühbirnen und freut sich darüber, dass in Zukunft energieeffizientere Lampen zum Einsatz kommen. Mit dem umfassenden Angebot an energieeffizienten Alternativen leistet die Lampenindustrie einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz und trägt zur europaweiten Einsparung von 23 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr bei.
Die Lampenindustrie hat in den vergangenen Jahren mit Hochdruck an der Weiterentwicklung von energieeffizienten Lampen gearbeitet und zahlreiche attraktive alternative Lampen entwickelt. Alle Alternativen, die bereits heute am Markt verfügbar sind, sind wesentlich energieeffizienter und haben eine deutlich längere Lebensdauer als die inzwischen weit über 100 Jahre alte Glühlampentechnologie.
Schritt für Schritt bis 2012
Glühbirnen werden, gestaffelt nach Wattagen, schrittweise auslaufen. Ab September 2009 dürfen Glühbirnen mit mehr als 100 Watt nicht mehr produziert und nicht mehr erstmalig in Verkehr gebracht werden. 2010 laufen Glühbirnen mit über 75 Watt aus, 2011 werden über 60 Watt-Glühbirnen ausscheiden und ab 2012 dürfen auch alle anderen Glühbirnen nicht mehr produziert und nicht mehr in Verkehr gebracht werden.
Eine besondere Regelung gibt es für ineffiziente Halogenlampen. Das sind Halogenlampen, die in die Energieeffizienzklasse C oder schlechter eingestuft werden. Sie werden erst ab September 2016 auslaufen, damit die Industrie genügend Zeit hat, den Konsumenten auch für diese Lampentype eine entsprechende energieeffiziente Alternative zur Verfügung zu stellen. Halogenlampen, die in die Energieeffizienzklassen B und höher eingestuft werden, bleiben auch nach 2016 im Einsatz.
Ersatztechnologien sind schon jetzt verfügbar
Verunsicherte Verbraucher befürchten, dass bestimmte Anwendungen zukünftig nicht mehr möglich sind. Diese Angst ist in jedem Fall unbegründet. Die Beleuchtungsqualität und der Einsatz von verschiedensten Beleuchtungskörpern sind durch das breite Angebot alternativer Lampentypen auf jeden Fall sichergestellt. Schon heute steht vor allem ein sehr breites Angebot an Energiesparlampen, Halogenlampen und Lampen mit LED-Technologie zur Verfügung. Aktuell wird in den Bereich LED-Technologie viel Entwicklungsarbeit investiert, denn im Fokus der Lampenindustrie steht die ständige Weiterentwicklung von energieeffizienten und qualitativ guten Lichtquellen.
Energiesparlampen sparen Strom, CO2 und Geld
Während eine herkömmliche Glühbirne nur 5% der verbrauchten Elektroenergie in Licht umsetzt und die restlichen 95% als Wärme verpuffen, benötigt eine Energiesparlampe bis zu 80% weniger Strom, um die selbe Lichtausbeute zu erzielen und hat einen deutlich geringeren Wärmeausstoß. Die Umstellung von Standardlampen auf Energiesparlampen bringt deshalb ein großes Potenzial mit sich, wenn es um die Verminderung des CO2 Ausstoßes geht. Jede eingesparte Kilowattstunde reduziert die CO2-Emission um etwa ein halbes Kilogramm. Gleichzeitig können Konsumenten ihre Stromrechnung jährlich um bis zu 12 Euro pro Lampe senken. Pro Haushalt kommt bei geschätzten 15 Energiesparlampen eine finanzielle Ersparnis von durchschnittlich 100 Euro pro Jahr zusammen.
Die neuen Generationen der Energiesparlampen sind formschön und lichtstark, in unterschiedlichen Designs verfügbar, sie passen in die gebräuchlichen Gewinde und geben warm-gelbes oder klar-weißes Licht. Inzwischen gibt es auch dimmbare Modelle. Energiesparlampen überzeugen durch ihre lange Lebensdauer: zwischen 6000 und 15000 Stunden. Für Lichtpunkte, für die die Energiesparlampe nicht ideal geeignet ist (z.B. Kristallluster), bieten sich energiesparende Lösungen wie Halogenlampen mit infrarotreflektierenden Schichten und zunehmend LED an. Parallel zum Ausphasen der Glühlampen aus dem Markt werden weitere neue Energiesparlampen, Halogenlampen und LED-Lampen entwickelt und für die unterschiedlichsten Anwendungen künftig angeboten werden.
Für Rückfragen:
FEEI – Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie
Dr. Manfred Müllner
Mariahilfer Straße 37-39
1060 Wien
T: +43 1 588 39 20
F: +43 1 586 69 71
E: muellner@feei.at
Der Preis für Stahlschrott, um ein prominentes Beispiel zu nennen, war noch im Sommer bei rd. 380 €/Tonne angesiedelt und liegt derzeit bei knapp 150 €/Tonne.
Durch den bestehenden Wettbewerb in Österreich wurden die Lizenztarife seit 2005 im Schnitt um 60% gesenkt. Durch die Ablöse alter Technologien – (Beispiel Fernseher mit Bildröhre gegen Flachbildschirme) – kommt es auch zu immer höheren Rücklaufmengen, die zu verarbeiten sind.
Gleichzeitig steigen die Kosten für Energie und Arbeit signifikant. Eine Schere, die immer weiter aufgeht und ein entsprechendes Gegensteuern notwendig machen wird.
Das UFH, marktführendes Sammel und Verwertungssystem für Elektroaltgeräte in Österreich, geht davon aus, dass bei gleich bleibend angespannter Erlössituation am internationalen Rohstoffmarkt die Tarife für die Inverkehrsetzung um bis zu 10% angepasst werden müssten. „Es wäre unverantwortlich, bei den künftigen Kalkulationen die bestehende Kosten/Erlössituation nicht zu berücksichtigen“, so GF Dr. Helmut Kolba.
Um angesichts der angespannten Situation kostendeckend zu bleiben, müssen nun erstmalig seit Bestehen des Systems Inverkehrsetzungs-Gebühren nach oben angepasst werden – die Tarife in der Kategorie Bildschirme werden per 1. Jänner um 5% erhöht.
Rückfragehinweis:
Viktoria Handler
Kundenbetreuung & Marketing
UFH Holding GmbH
A-1060 Wien, Mariahilfer Straße 37–39
(+43.1) 588 39.52 phone · 588 39.94 fax
viktoria.handler@ufh.at · www.ufh.at
Als erster Alumni der FH Technikum Wien und einer heimischen Fachhochschule überhaupt hat Dipl.-Ing. (FH) Franz Nirschl sein Doktoratsstudium mit der höchsten Auszeichnung für Studienleistung in Österreich abgeschlossen. Der 40-Jährige beendete 1997 sein FH-Studium der Elektrotechnik in Mindestzeit. Im Jahr 2006 begann er an der Technischen Universität (TU) Wien seine Doktorarbeit zum Thema Kompetenzmanagement in sicherheitskritischen Bereichen, die er 2008 – ebenfalls in Mindestdauer – fertig stellte. Für seine außerordentliche Leistung wurde er am 10. November mit dem Würdigungspreis im Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung ausgezeichnet, am 12. März 2009 findet die Promotionsfeier in Anwesenheit des österreichischen Bundespräsidenten statt.
Universitätskarriere nach der Lehre
„Aufbauend auf der Lehre als Radio- und Fernsehmechaniker sowie der Ausbildung an der HTL Elektronik wollte ich mein Wissen um die theoretischen Zusammenhänger in der Elektronik erweitern und die praktischen Erfahrungen damit festigen“, beschreibt Nirschl seine Beweggründe für das Studium an FH Technikum Wien. „Angespornt von meinem ehemaligen Vorgesetzten habe ich nach acht Jahren meinen Beruf am Flughafen Wien im Luftfahrzeugwartungsbetrieb an den Nagel gehängt und mit dem Studium an der FH Technikum Wien begonnen. Im Jahr 2006 bündelte ich erneut meine Energien und entschied mich in Anlehnung an meine damalige Tätigkeit im Bereich Kompetenzmanagement in sicherheitskritischen Bereichen für eine zusätzliche Hochschulausbildung an der TU Wien“, so der Safety Quality Management-Experte weiter.
Nirschl beweist mit seiner Karriere, dass nach dem erfolgreichen Absolvieren eines Studiums an einer Fachhochschule die Hochschullaufbahn noch lange nicht vorbei sein muss. Immer mehr StudentInnen interessieren sich für ein weiterführendes Doktoratsstudium an einer Universität. Darüber hinaus veranschaulicht der Hobbypilot das hohe Ausbildungsniveau an der FH Technikum Wien, das es erst möglich gemacht hat, sein Studium mit Sub Auspiciis Praesidentis Rei Publicae zu vollenden.
Promotio sub auspiciis Praesidentis rei publicae
Promotio sub auspiciis Praesidentis rei publicae steht für Promotion unter Auspizien des Bundespräsidenten und wird oftmals mit sub-auspiciis-Promotion abgekürzt. Die Ehrung stellt die höchstmögliche Auszeichnung von Studienleistungen in Österreich dar. Um Sub Auspiciis promoviert zu werden, müssen folgende Kriterien erfüllt werden:
- Alle Oberstufenklassen müssen mit Ausgezeichnetem Erfolg abgeschlossen worden sein.
- Die Matura muss mit Auszeichnung abgelegt worden sein.
- Alle Diplom- und Rigorosenprüfungen sowie die Diplomarbeit und Dissertation müssen mit Sehr Gut bewertet worden sein.
- Die Studiendauer darf maximal der Durchschnittsdauer entsprechen, es sei denn, es liegen für eine Verzögerung triftige Gründe vor.
- Die Lebensführung in- und außerhalb der Universität muss auszeichnungswürdig sein (Prüfung anhand von Lebenslauf und Strafregisterauszug).
Die Voraussetzungen werden vom akademischen Senat der Universität per Bescheid festgestellt und dem Bundesministerium für Wissenschaft und der Präsidentschaftskanzlei zur Genehmigung vorgelegt. Hier zu Lande promovieren im Schnitt etwa 10 StudentInnen jährlich Sub Auspiciis.
Fotograf: N.N. (v. l. n. r.): Andrea Sack, SektionsChef Mag.iur. Friedrich Faulhammer (Wissenschaftsministerium), KR Doris Felber (Bäckereikonzern Felber - Wien), Dipl.-Ing.(FH) Franz Nirschl
Rückfragehinweis:
Gabriele Költringer
Geschäftsführung
Mariahilfer Straße 37-39
1060 Wien
T: +43 1 333 40 77 630
M: +43 664 619 25 20
E: gabriele.koeltringer@technikum-wien.at
Dieser Schritt soll allen Kunden die Möglichkeit bieten, neben den Elektroaltgeräten und Batterien auch Verpackungen in einer „One-Stop-Shop“ Lösung entsorgen zu lassen. Darüber hinaus verfügt das UFH europaweit als erstes Sammelsystem über eine eigene Kühlgeräte Recyclinganlage in Kematen/Ybbs.
Als besonderes Zuckerl werden die künftigen Verpackungskunden von der klimaneutralen Sammlung und Verwertung ihrer Packstoffe profitieren. Bereits mit der Inverkehrsetzung wird so ein aktiver Beitrag zum Klima- und Umweltschutz geleistet – ohne Mehrkosten für den Kunden.
Dr. Helmut Kolba, GF der UFH Holding, macht aus seiner Erwartung einer raschen Novellierung der Verpackungsverordnung kein Hehl: „Wir brauchen eine zeitgemäße Anpassung der bestehenden Verpackungsverordnung, die einen qualitativen fairen Wettbewerb sichert und eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft unterstützt.“
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Viktoria Handler
Kundenbetreuung & Marketing
UFH Holding GmbH
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„Wenn alle österreichischen Haushalte überall dort, wo es sinnvoll ist, herkömmliche Glühbirnen durch Energiesparlampen ersetzen, entspricht das einer Reduzierung des CO2-Ausstoßes um 1 Million Tonnen pro Jahr. Das zeigt, wie wichtig es ist, die KonsumentInnen davon zu überzeugen, auf die intelligente Beleuchtung umzusteigen“, beschreibt Dr. Helmut Kolba, Geschäftsführer der UFH Altlampen Systembetreiber GmbH, die Beweggründe für die Kampagne.
Moderne Energiesparlampen verbrauchen 80% weniger Strom als Glühbirnen bei gleicher Lichtleistung. Weitere Pluspunkte: Energiesparlampen halten bis zu 15-mal länger als Glühbirnen und rechnen sich trotz höherer Anschaffungskosten schon im ersten Jahr. Rüstet man gleich den ganzen Haushalt um, kann man damit mehr als 100 Euro pro Jahr sparen. Darüber hinaus bieten Markenprodukte eine absolut vergleichbare Lichtqualität wie normale Glühbirnen. Zudem sind sie in zahlreichen Formen, Designs und Lichtfarben sowie für alle Fassungen erhältlich.
Energiesparlampen gehören nicht in den Restmüll
Ein wichtiges Ziel der UFH-Kampagne ist auch, KonsumentInnen darüber zu informieren, dass Energiesparlampen nicht in den Restmüll gehören, sondern gesammelt und fachgerecht recycelt werden müssen. Verbrauchte Energiesparlampen können zu einem Mistplatz gebracht oder beim Kauf einer neuen beim Elektrofachhändler abgegeben werden. Herkömmliche Glühbirnen können bedenkenlos in den Restmüll geworfen werden.
Über Energiesparlampen informieren und gewinnen
Auf der Kampagnensite www.fangdaslicht.at steht KonsumentInnen ein Energiesparrechner zur Verfügung, der die Geld- und Stromersparnis beim Umstieg von herkömmlichen Glühbirnen auf Energiesparlampen konkret und individuell ermittelt. Weiteres Feature ist eine einfache Umrechnungstabelle, die die Lampenleistungen von herkömmlichen und modernen Modellen vergleicht. Im Menü „Richtig oder falsch?“ räumt das UFH mit den gängigsten Mythen über Energiesparlampen auf. Mit dem Wissen, das KonsumentInnen in der „Energiespar-Tour“ erwerben, sind darüber hinaus attraktive Preise zu gewinnen – eine Jahresstromrechnung im Wert von max. 1.000.- Euro und 100 Pakete mit einem Sortiment an Energiesparlampen.
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Angst vor Schädigung des Auges durch bläuliches Licht unbegründet
Im Farbspektrum von Energiesparlampen sind auch geringe Mengen an ultraviolettem Licht enthalten. Es besteht jedoch keinerlei Gefahr, denn das bläuliche Licht, die UV-Komponente, ist um ein Vielfaches geringer als das UV-Licht, das in Tageslicht enthalten ist. An einem durchschnittlichen Sommertag ist man einer 80.000fach höheren UV-Strahlung vom Tageslicht ausgesetzt, als sie von normalen Energiesparlampen ausgeht. Energiesparlampen schädigen weder das Auge noch stellen sie ein Risiko für die Netzhaut dar. Im Übrigen werden Energiesparlampen inzwischen standardmäßig in der Farbtemperatur „warmweiß“ erzeugt. Dieses Licht von niedrigerer Farbtemperatur wird als angenehmer empfunden und ist auch eine Entlastung für photosensitive Augen.
Energiesparlampen reduzieren Quecksilberausstoß
Quecksilber ist das Leuchtmittel einer Energiesparlampe, also jener Stoff, der von den Elektronen zum Leuchten gebracht wird. Die Technologieentwicklungen der letzten Jahre stellen sicher, dass nur mehr sehr geringen Mengen an Quecksilber, rund 2 Milligramm, in einer Energiesparlampe verwendet werden. Das gesamte Quecksilber bleibt bis zur fachgerechten Entsorgung und Verwertung in der Energiesparlampe, denn es kann vor, in und nach Betrieb nicht entweichen. Würde das passieren, könnte die Energiesparlampe aufgrund des fehlenden Leuchtmittels nach kurzer Zeit nicht mehr leuchten. Selbst wenn eine Lampe versehentlich zerbricht, ist die enthaltene Quecksilbermenge so gering, dass sie für Menschen unbedenklich ist. Im Übrigen werden bei der konventionellen Stromerzeugung durch die Verbrennung von Kohle weit größere Mengen an Quecksilber freigesetzt. Somit helfen Energiesparlampen auch Quecksilber zu sparen. Da sie 80 % weniger Strom brauchen, können 80 % Quecksilber bei der Stromerzeugung durch kalorische Kraftwerke eingespart werden.
Elektromagnetischen Felder wie bei Glühbirnen
Elektromagnetische Felder gehören für Menschen in Industrieländern zum täglichen Leben. Wie jedes Gerät, das mit Strom funktioniert, haben auch Energiesparlampen elektromagnetische Felder. Sie bewegen sich allerdings im Rahmen der Felder herkömmlicher Glühbirnen. Das zeigt eine im Auftrag des schweizerischen Bundesamts für Gesundheit und des Bundesamts für Energie durchgeführte Studie. Zum Schutz vor elektromagnetischen Feldern gibt es außerdem international anerkannte Grenzwerte der Weltgesundheitsorganisation WHO und der International Radiation Protection Agency. Diese Grenzwerte werden auch von Energiesparlampen um ein Vielfaches unterschritten.
Elektro-Kleingeräte-Markt verzeichnet Plus von 2,6%
Im ersten Halbjahr 2008 wurden 1.866.000 Elektro-Kleingeräte verkauft, während die Branche im Vergleichszeitraum des Vorjahres 1.818.900 Stück absetzen konnte. (+2,6%). Die Umsätze stiegen in diesem Zeitraum von 124 auf 125 Millionen Euro (+1,3%).
„Die Big Player in diesem Segment sind Küchengeräte, Wellness & Care und Haushalt“, fasst Peter Pollak, Sprecher des Elektro-Kleingeräte Forums, die aktuelle Entwicklung am Elektro-Kleingeräte-Markt zusammen. Vor allem Geräte für die Zubereitung von Kaffee spielen in der Top-Liga. Dabei steht der Begriff Convenience im Vordergrund - das heißt, einfachste Zubereitung und Tasse für Tasse die Wahl der gewünschten Geschmacksrichtung.
Highlights für die kommende Saison
Der schonende Umgang mit wertvollen Ressourcen hat bei innovativen Kaffeevollautomaten einen besonders hohen Stellenwert. Aktuelle Produkte kommen nicht nur mit individuell programmierbaren Funktionen auf den Markt, sondern auch mit neuartigen Heizsystemen, die den Energieverbrauch deutlich drosseln. Weitere Einsparungspotenziale bringen spezielle „Energie-Spar-Schalter“, die das Produkt gänzlich vom Stromnetz trennen. Somit wird keine Standby-Energie verbraucht.
Auch bei Staubsaugern steht durch innovative, ausgefeilte Technologien ein deutlich geringerer Stromverbrauch bei gleich bleibend perfekter Sauberkeit im Vordergrund. Bis zu 50% Energieersparnis sind mittlerweile möglich.
Ebenfalls im Trend liegen Lifestyle-Geräte, die das körperliche Wohlbefinden steigern. Bei der Herrenhaarentfernung bringen verbesserte Produktfeatures wie etwa Funktionen zum Bartformen ein Umsatzplus. Zudem wächst das Segment der Ganzkörper-Haarentfernung mit dem so genannten Bodygroomer bei Männern. Der Bereich Mundhygiene wartet ebenso mit großem Wachstumspotenzial auf, denn erst die Hälfte aller heimischen Haushalte besitzt eine elektrische Zahnbürste. Die Empfehlung von Zahnärzten die Bürstchen regelmäßig in kürzeren Zeitabständen zu tauschen, lässt zudem Zuwächse im Markt für Zubehör erwarten. Mit neuen Technologien und Materialien zur maximalen Schonung des Haares punkten innovative Hairstyling-Produkte. Gefragt sind noch mehr Glanz sowie schnelles und schonenderes Glätten.
Energieeffiziente Geräte als Zugpferd der Hausgeräte-Branche
Im ersten Halbjahr 2008 wanderten in Österreich rund 575.000 Haushaltsgeräte über die Ladentische. Dies entspricht einem Plus von 3,3% gegenüber dem vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres, in dem 556.000 Produkte aus dem Bereich Weiße Ware abgesetzt wurden. Der Umsatz zog um 5% von 256 Millionen auf 269 Millionen Euro an.
Das Segment Waschmaschinen machte dem Sprecher der Hausgeräte-Branche Franz Schlechta zufolge, die größten Sprünge hinsichtlich der verkauften Mengen und Umsätze. In diesem Bereich sind Automatikfunktionen und Kurzprogramme der Renner. Daneben haben die Produkte, die die Bereiche Gesundheit, Komfort und Zeitersparnis abdecken, großen Aufwind erfahren. Im Segment Gesundheit sind vor allem Dampfgarer und Geräte, die Frischekühlen ermöglichen, on top. Pyrolyse, Induktion, No Frost sind die Trends in Sachen einfache Bedienung und Zeit-Ersparnis.
„Megatrend“ Energiesparen und Nachhaltigkeit
Seit Mitte der 1990er-Jahre wird bei Kühl- und Gefriergeräten kein FCKW mehr eingesetzt. Darüber hinaus hat sich der Ressourceneinsatz in den vergangenen Jahren drastisch reduziert. So hat sich bei Kühl- und Gefrierkombinationen der Stromverbrauch gegenüber dem Jahr 1993 um 66% verringert. Bei Geschirrspülern liegen diese Zahlen bei -35% und der Wasserverbrauch bei -50%. Waschmaschinen schlagen mit -35% beim Stromverbrauch und -46% beim Wasserverbrauch zu Buche. Und Wärmepumpentrockner (im Vergleich zu Kondenswäschetrockner) punkten mit einem Stromkonsum von -50%.
Elektrowerkzeuge und Gartengeräte stehen europaweit hoch im Kurs
Der Markt für Elektro- und Gartengeräte wuchs in Europa im Jahr 2007 in der Menge und im Wert mit zweistelligen Raten. Insgesamt wurden 13,7 Millionen elektrisch betriebene Gartengeräte verkauft, dies entspricht einem wertmäßigen Marktvolumen von 850 Millionen Euro. „Diese Entwicklung lässt sich auch auf Österreich übertragen“, betont Ing. Gerhard Schwab, stellvertretender Sprecher des Forum-Elektrowerkzeuge und Gartengeräte.
Vorangetrieben wurde die Geschäftsentwicklung von der Nachfrage nach handlichen, leichten Elektrowerkzeugen für Haus und Garten. Der Grund dafür liegt in der demografischen Entwicklung: Die Anzahl der über 55-Jährigen steigt seit Jahren signifikant an und diese wichtige Zielgruppe betätigt sich gerne und vermehrt in der Freizeit. Die Arbeit soll mühelos vonstatten gehen, weil die körperliche Leistungsfähigkeit im Alter abnimmt.
Energiesparende Technologien als Innovationstreiber
Energieeffizienz prägt auch den Elektrowerkzeuge- und Gartengeräte-Sektor. Energiesparende Technologien gewinnen immer mehr an Bedeutung, da immer mehr Menschen heute umweltbewusst handeln.
Ebenfalls eine große Relevanz hat das Thema der Akku-betriebenen Geräte. Mehr als 60% der Heimwerker und Gartenliebhaber bevorzugen Produkte mit Akku. Der Tatbestand, dass Werkzeuge ohne störendes Kabel immer leistungsstärker werden, begünstigt deren den.
Starker Notebook-Absatz beschert der IT-Branche deutliche Zuwächse
Für das Jahr 2008 rechnen die IDC-(International Data Corporation)Experten für Österreich mit einem Notebook-Absatz von rund +25% stückmäßig. Während 2007 hier zu Lande knapp 571.000 Stück verkauft wurden, prognostiziert Robert Gerstbauer, Sprecher des IT-Industrie Forums, für das heurige Jahr einen Absatz von rund 717.000 tragbaren Computern. Das wertmäßige Wachstum liegt bei 3,5%: 2007 wurde ein Umsatz von 478 Millionen erwirtschaftet, für 2008 gehen IDC-Spezialisten von 496 Millionen aus.
Eines der stärksten Zugpferde des IT-Sektors ist der Bereich Vernetzung und Verschmelzung mit der Unterhaltungselektronik, Blu-ray und High Definition. Aber auch immer höhere Speicherkapazitäten, das 16:9-Breitbildformat sowie „Billig-Notebooks“ mit zum Teil eingeschränkter Funktionalität (auch als Netbook bezeichnet) setzen sich mehr und mehr durch. Der Faktor Lifestyle, sowie eingebaute Netzwerkfunktionalität über Mobilfunknetze spielen ebenso eine immer stärkere Rolle. Das Notebook wird immer mehr zum ständigen Begleiter, was auch den Trend zu kleineren Bildschirmdiagonalen unterstreicht.
ORF HDTV-Start: ein neuer Impuls für die DVB-Branche
Nach außergewöhnlich erfolgreichen Jahren 2006 und 2007 mit jährlichen Wachstumsraten von 80% und mehr hat sich der Markt für die Hersteller von DVB-Receivern (digitale SAT, DVB-T und Kabel-Receiver) auf hohem Niveau eingependelt. Für das Geschäftsjahr 2008 rechnet Christian Koller, Branchensprecher des DVB-Forums, mit einem Absatz von 650.000 Receivern (2005: 302.000 Receiver, 2006: 545.000 Receiver, 2007: 933.000 Receiver). Beim Umsatz liegt die Prognose bei 98 Millionen Euro (2007: 128,6 Millionen Euro).
Die Stückzahlen sind aufgrund eines bereits hohen Digitalisierungsgrades der österreichischen SAT- und terrestrischen Haushalte zwar rückläufig gegenüber 2007, doch ermöglichte der Sendestart von ORF 1 HD verbunden mit der EM 2008 der Branche ein kräftiges Wachstum bei den hochpreisigen HDTV-SAT-Receivern.
Im Juni 2008 hat sich der HDTV-SAT-Receiver-Absatz gegenüber 2007 – wenn auch von einer niedrigen Basis ausgehend – fast verzehnfacht. Der Start von Arte-HD im Juli 2008 belebte den Markt weiter. Bis 2010 rechnen Experten mit einem Angebot von mindestens 20 deutschsprachigen HDTV-Programmen über Satellit. Diese Entwicklung hat zur Folge, dass der HDTV-Receiver den Standard-Receiver ablösen wird.
Trends im DVB-Markt
Die Entwicklung energieeffizienter Geräte wird auch von der DVB-Branche vorangetrieben. War unter anderem 2006 ein Netzschalter bei DVB-Receivern noch die Ausnahme, so sind diese nunmehr ab der Mittelklasse zum Standard geworden. Verbesserungen der Netzteile und neue Chiptechnologien machten es der Industrie möglich, den Energieverbrauch der Geräte weiter zu reduzieren.
Neu entwickelt und bereits im Handel verfügbar sind HD-Sat-Recorder. Diese Geräte kombinieren die Vorteile von HDTV-SAT-Receivern mit den Fähigkeiten von digitalen Festplattenaufnahmegeräten. Die Ausstattung dieser Geräte mit der neuen „PVR ready“ Funktion ermöglicht die Aufnahme und Wiedergabe von HDTV-Inhalten und Standard-TV-Inhalten auf externe Festplatten. Auf die Festplatte gespeicherte Aufnahmen können über den PC auf DVD gebrannt werden. Der neue HDTV-SAT-Corder wird laut Koller zum harten Konkurrenten für den DVD-Recorder und öffnet der DVB-Branche neue Märkte.
HDTV setzt neue Maßstäbe in Sachen Unterhaltungselektronik
Die Unterhaltungselektronik-Branche hat im ersten Halbjahr 2008 eine Umsatzsteigerung von 338 Millionen auf 378 Millionen Euro. Das ist ein Wachstum von 12%.
Christian Blumberger, Sprecher des forum consumer electronics, zufolge war einer der wichtigsten Umsatzbringer in der vergangenen Saison HDTV. Bereits über 700.000 heimische Haushalte verfügen über ein hoch auflösendes Fernsehgerät – Tendenz stark steigend. Einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg des revolutionären Standards trug der ORF bei: Seit dem Anpfiff zur Fußball-EM gibt es ORF 1 auch in High Definition. Und zu den Olympischen Spielen in Peking bot ORF 1 rund 250 Stunden sattes HD-Fernseherlebnis. Aber nicht nur Sportbegeisterte freuen sich über hoch auflösendes TV. Hollywood-Fans können ihre Lieblings-Blockbuster und -Serienhits künftig in High Definition verfolgen.
Innovationen im Unterhaltungselektronik-Sektor
HDTV heißt auch in den nächsten Jahren das Zauberwort. Bester Beweis dafür: In Europa sollen bis 2010 160 HD-Kanäle zu empfangen sein. Aber nicht nur hoch auflösendem Fernsehen wird eine rosige Zukunft vorhergesagt. Ein anderer Fernseh-Trend sind Flat-TVs in neuen Dimensionen. Gefragt sind immer größere und flachere Fernseher. Zwar ist weiterhin 32 Zoll die meistverkaufte Größe, starkes Wachstum zeigt sich aber vor allem bei den 42-Plus-Größen. Während vor zwei Jahren die Bautiefe der Geräte noch deutlich über zehn Zentimetern lag, sind die neuen ultra-flachen Flat-TVs kaum noch fünf Zentimeter tief.
Neben Fernsehern und den neuen Blu-ray-Playern, die mit dem interaktiven Service „BD-Live“ und Bild-in-Bild-Funktion kommen, sind digitale tragbare Video-Player (MPEG-4-Player) die klaren Trendsetter der Branche. Hier geht die Tendenz eindeutig in Richtung Konvergenz. Das heißt Multifunktionsgeräten mit großem Bildschirm, zahlreichen Anwendungen und Touchscreens gehört hier die Zukunft.
Ein weiterer, zunehmend wichtiger Faktor für die Kaufentscheidung ist der Stromverbrauch. Flachfernseher mit einem Meter Diagonale verbrauchen heute nur noch bis zu 300 Watt. Vergleicht man diesen Verbrauch in Relation zu herkömmlichen Röhren Fernsehgeräten, so ist der Stromverbrauch um in etwa 10% geringer bei LCD, wenn man dies jeweils in Relation mit der Bildschirmdiagonale sieht. Noch deutlicher wird der geringere Verbrauch bei der Standby-Funktion: Bei aktuellen Modellen sollte maximal ein Watt nicht mehr überschritten werden. Darüber hinaus liegen zahlreiche Trends in den Details: So steht der Farbkontrast bei LCD-Geräten hoch im Kurs. Bislang konnten die Geräte Schwarz nur als Grauton darstellen, doch das hat sich geändert. Ermöglicht wird dies durch eine Bildschirm-Hintergrundbeleuchtung aus LEDs, wobei Kontrastraten bis zu 2 Millionen und mehr möglich sind.
Rückfragehinweise:
Elektro-Kleingeräte Forum
Das Elektro-Kleingeräte Forum ist ein Netzwerkpartner des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie und vertritt die Interessen der Unternehmen BSH Hausgeräte GmbH, Dyson GmbH, Kenwood Manufacturing GmbH, Philips Austria GmbH, Saeco Austria AG, SEB Österreich Handels GmbH und Spidem Handelsgesellschaft mbH., Turmix GmbH, Procter & Gamble Austria GmbH.
Branchensprecher:
Peter Pollak
Managing Director
Dyson Austria GmbH
Engerthstraße 151
A-1020 Wien
T: +43 1 280 73 50
M: +43 664 450 60 10
E: p.pollak@a1plus.at
Forum Hausgeräte
Das Forum Hausgeräte, ein Netzwerkpartner des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie, ist eine Interessengruppe der wichtigsten Hersteller und Importeure von Haushaltsgroßgeräten. Im Forum Hausgeräte sind folgende Marken vertreten: AEG. ARDO, Bauknecht, Bosch, Elektra Bregenz, Electrolux-Juno-Zanussi, Eudora, Gorenje, Liebherr, Miele, Neff, Siemens und Whirlpool.
Branchensprecher:
Dir. Dkfm. Franz Schlechta
Geschäftsführer
BSH Hausgeräte GmbH
Quellenstrasse 2
A-1100 Wien
T: +43 1 605 75-0
E: franz.schlechta@bshg.com
Forum–Elektrowerkzeuge und Gartengeräte
Das Forum-Elektrowerkzeuge und Gartengeräte ist Netzwerkpartner des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie, als Verein organisiert und vertritt die Interessen folgender Unternehmen: Alfred Kärcher GesmbH, Black & Decker Vertriebsges.m.b.H., FEIN Elektrowerkzeuge Ges.m.b.H, Hilti Austria Ges.m.b.H., Hitachi Power Tools Österreich GmbH, Honda Austria GmbH, MAKITA Werkzeug Ges.m.b.H, Metabo Austria GmbH, Robert Bosch AG, Tooltechnic Systems GmbH.
Branchensprecher:
Ing. Peter H. Feichtenberger
Leitung Organisation, Qualitätsmanagement, Legal Compliance und Datenschutz
Robert Bosch AG
Geiereckstraße 6
A-1110 Wien
T:+43 1 79722-5621
M : +43 664 2139141
E: peter.feichtenberger@at.bosch.com
IT-Industrie Forum
Seit Sommer 2006 ist das IT-Industrie Forum Netzwerkpartner des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie. Der Verein vertritt die Interessen aller wesentlichen Unternehmen der IT-Hardware-Industrie in Österreich und beschäftigt sich mit aktuellen Themen der Branche. Die Mitglieder sind Acer Austria GmbH, Apple Computer GmbH, Dell GmbH, Fujitsu Siemens Computers GmbH, Hewlett Packard GmbH, Maxdata Computer GmbH, Sony Austria GmbH, Toshiba Europe GmbH.
Branchensprecher:
Robert Gerstbauer
Head of IT-Marketing
SONY Austria GmbH
EURO Plaza Gebäude F/5. Stock
A - 1120 Wien, Wienerbergstraße 41
T: +43 1 61 050-2639
E: robert.gerstbauer@eu.sony.com
DVB-Forum
Das DVB-Forum (Digital Video Broadcasting) ist ein Netzwerkpartner des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie und agiert als Verein zur Förderung der Verbreitung des digitalen Fernsehens. Seine Mitglieder sind die Unternehmen HB Eurotech VertriebsgmbH, Kleinhappl Electronic, Hirschmann Austria Empfangstechnik GmbH, Kathrein VertriebsgmbH, Philips Austria GmbH und Wilhelm Sihn Jr. & Co GesmbH.
Branchensprecher:
Christian Koller
Prokurist
WISI Austria
Wilhelm Sihn Jr. & Co Ges.m.b.H.
Pfarrgasse 79
A-1230 Wien
T: +43 1 616 34 12 11
E: c.koller@wisi.at
forum consumer electronics
Das forum consumer electronics ist ein Netzwerkpartner des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie und vertritt die Interessen der Unternehmen SHARP Electronics (Europe) GmbH, Robert Bosch AG, Loewe Austria GmbH, HB Multimedia electronic products Vertriebs GmbH , JVC Austria GmbH, Sony Austria GmbH, Philips Austria GmbH, Panasonic Eastern Europe HandelsgmbH, und Grundig Intermedia GmbH.
Branchensprecher:
Ing. Christian Blumberger
CEO
HB Austria GmbH
Pfarrgasse 52
A-1230 Wien
M: +43 676 33 22 334
E: cblumberger@hbaustria.at
Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie
Der FEEI vertritt in Österreich die Interessen von rund 300 Unternehmen mit knapp 60.000 Beschäftigten und einem Produktionswert von mehr als 11 Milliarden Euro (Stand 2006). Gemeinsam mit seinen Netzwerkpartnern – dazu gehören neben den einschlägigen Industriebranchenforen u.a. die Fachhochschule Technikum Wien, das Forum Mobilkommunikation (FMK), ICT Austria, das Umweltforum Haushalt (UFH), das Umweltforum Starterbatterien (UFS), der Verband Alternativer Telekom-Netzbetreiber (VAT) und der Verband der Bahnindustrie (VBI) – ist es das oberstes Ziel des FEEI, die Position der österreichischen Elektro- und Elektronikindustrie im weltweit geführten Standortwettbewerb zu stärken.
Dr. Manfred Müllner
Geschäftsführer-Stv.
Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie
Mariahilfer Straße 37-39, A-1060 Wien
T: +43 1 588 39 20
E: muellner@feei.at
I: http://www.feei.at
Das gesamte Bildmaterial zur Branchen-Pressekonferenz 2008 finden Sie unter www.pressefotos.at
Pressefotos der Branchensprecher unter www.feei.at >Presse >Pressemeldungen >Bildarchiv
„Das Ergebnis 2008 ist das Resultat langer und schwieriger Verhandlungen, die durch zwei gegenläufige Trends, nämlich einerseits die gestiegene Inflationsrate und andererseits die deutlich abflauende wirtschaftliche Lage gekennzeichnet waren. Dadurch gestaltete sich die Kompromissfindung äußerst kompliziert“, kommentiert FEEI-Obmann Albert Hochleitner das Ergebnis. Die vereinbarte Einmalzahlung in Höhe von 180,- Euro stellt eine nicht dauerwirksame Prämie dar, lässt aber die Mitarbeiter an den im Durchschnitt der Elektro- und Elektronikindustrie guten Jahresergebnissen 2007 teilhaben. Zusätzlich positiv ist, dass der Abschluss auch dieses Jahr wieder mit der Einmalzahlungsoption und der Verteiloption verschiedene Varianten für die Erhöhung der Ist-Gehälter und -Löhne vorsieht. Die Unternehmen können dadurch das Entgeltmodell wählen, das ihren individuellen betrieblichen Anforderungen am besten gerecht wird. Insgesamt unterstreicht der Abschluss der Elektro- und Elektronikindustrie einmal mehr die Vorreiterrolle der Branche bei der Gestaltung von modernen arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen, die einen wichtigen Beitrag zur Standortsicherung, Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und damit auch Wertschöpfung der Branche leisten.
Der Abschluss im Detail:
Die Ist-Löhne und –Gehälter werden um 3,4 %, die KV-Löhne und -Gehälter um 3,5 % erhöht. Anstelle einer allgemeinen Anhebung der Ist-Löhne und -Gehälter kann durch Betriebsvereinbarung eine Verteilungsoption mit einer Ist-Erhöhung von mindestens 3,2% plus 0,4% der Lohn- und Gehaltssumme des April-Gehalts 08 zur individuellen Verteilung vorgesehen werden. Die zweite Optionsmöglichkeit sieht eine Ist-Erhöhung von 3,2 % plus eine Einmalzahlung von 8,4% des Gehalts von April 08 vor. Die Zulagen wurden um 3,5 % erhöht. Die Reiseaufwandsentschädigungen steigen um 3,5 %, ebenso die kollektivvertragliche Lehrlingsentschädigung.
Der Kollektivvertrag tritt rückwirkend mit 1. Mai 2008 in Kraft. Seine Gültigkeitsdauer beträgt 12 Monate.
Weitere Details zum Abschluss entnehmen Sie bitte dem nachfolgenden Dokument. Für Rückfragen stehen Ihnen unsere Arbeitsrechtsexperten Dr. Bernhard Gruber (01/588 39 -56) und Dr. Peter Winkelmayer (01/588 39-55) zur Verfügung.
Die Vertreter der österreichischen Elektro- und Elektronikbranche berichteten anlässlich eines Pressegesprächs im Vorfeld der Futura 2007 in Salzburg, der größten heimischen Fachmesse für Unterhaltungselektronik, Haushaltstechnik und Telekommunikation, über die aktuelle Marktsituation. Im Mittelpunkt standen darüber hinaus neueste Produktinnovationen, künftige Trends und Absatzentwicklungen sowie die Schwerpunktthemen Energieeffizienz und Energiesparen. „Die Branche konnte im ersten Halbjahr 2007 von der allgemein positiven Konjunkturentwicklung profitieren. Für das Gesamtjahr liegt das prognostizierte Wirtschaftswachstum mit 3,0% über den Vorhersagen für den EU-Raum. Aufgrund der vorherrschenden Hochkonjunktur, dem guten Investitionsklima und einer starken Nachfrage ist die Branche auch hinsichtlich einer weiteren positiven Wirtschaftsentwicklung zuversichtlich“, fasst Manfred Müllner, stellvertretender Geschäftsführer im Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie, die positiven Marktdaten und den Ausblick auf die kommenden Monate zusammen.
Elektro- und Elektronikindustrie als wichtiger Partner der Umweltpolitik
„Industrie und Umweltbewusstsein sind keine Widerspruch – ganz im Gegenteil: Die österreichische Elektro- und Elektronikindustrie leistet einen wesentlichen Beitrag, um Klimaziele zu erreichen und den Energieverbrauch trotz steigender Anwenderzahlen nicht weiter wachsen zu lassen. Denn bereits seit Jahren investiert die Branche, die mehr als 40% der F&E-Ausgaben der österreichischen Industrie tätigt, in energieeffiziente Technologien“, beschreibt Müllner die Aktivitäten in Sachen Energieeffizienz. Ohne den verstärkten Einsatz dieser innovativen Technologien und Produkte werde es nicht gelingen, die im Regierungsprogramm verankerten Ziele zur Energiepolitik zu erreichen – dazu gehören Vorgaben zur Sicherstellung der Energieversorgung, zur Erhöhung des Anteils der erneuerbaren Energiequellen oder auch zur Verbesserung der Energieintensität.
Durch den Einsatz von energieeffizienten Produkten können im Haushalt, in Gewerbe und Industrie sowie im öffentlichen Bereich wesentliche Einsparungspotenziale erreicht werden. So lassen sich laut Müllner beispielsweise allein im privaten Bereich durch den Umstieg auf moderne Haushaltsgeräte pro Jahr und Haushalt rund 2.000 kWh oder 300 Euro einsparen. Andererseits haben Pilotprojekte in den vergangenen Jahren gezeigt, dass private Haushalte mit einem finanziellen Einsatz von jeweils rund 500 bis 700 Euro kurzfristig und ohne Komfortverlust mindestens 25% ihres Stromverbrauchs einsparen können. Die Maßnahmen, die mit dieser Summe ermöglicht werden, reichen Müllner zufolge von der Überprüfung der Warmwasseranlage über den Wechsel von herkömmlichen Glühlampen zu Energiesparlampen bis hin zu zum Gerätetausch wie etwa bei Kühl- und Gefriergeräten.
Die österreichische Elektro- und Elektronikindustrie erwartet daher von der Politik, dass sie das Potenzial dieser Technologien anerkennt und mit dem gleichen Stellenwert versieht wie z. B. erneuerbare Energiequellen. Konkret bedeutet dies, dass Effizienztechnologien in den nationalen Förderprogrammen verankert werden müssen. Darüber hinaus besteht Handlungsbedarf bei der Bewusstseinbildung in Richtung eines effizienten Konsum- und Nutzungsverhaltens: Konsumenten müssen durch öffentliche Aufklärung und Kampagnen über den Nutzen und die Wirkungsweise energieeffizienter Technologien informiert werden, um sich in Folge bewusst für ein entsprechendes Gerät zu entscheiden. Zudem lassen sich durch Förderungen beim Austausch von alten Produkten durch moderne Alternativen zusätzliche Kaufanreize schaffen. „Energieeffizienztechnologien sind wichtige Säulen bei der Entwicklung und Umsetzung neuer, umfassender Strategien für eine umfassende Energie-Politik“, so Müllner abschließend.
Innovative Produkte sorgen für kräftiges Wachstum in Consumer Electronics-Branche
Die erfolgreiche Entwicklung der vergangenen Jahre im Bereich Consumer Electronics (CE) setzt sich auch heuer weiter fort. Laut CE-Branchensprecher Wolfgang Palfy konnte die Branche ein „ausgezeichnetes erstes Halbjahr 2007“ verbuchen. Dies verdeutlichen die aktuellen GfK-Daten: Gegenüber 2006 ist das Segment Consumer Electronics im ersten Halbjahr um 30% auf 420 Millionen Euro (exkl. Fotomarkt) gewachsen. Wachstumstreiber im Markt für Unterhaltungselektronik sind innovative und attraktive Produkte in den Trendbereichen Flat-TV, MP3-Player (bzw. Digital Portable Audio-Player), Camcorder und Navigationssysteme.
Größter Umsatzbringer für die Branche ist das Segment Flat-TVs mit einem Marktanteil von 47%. Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 2007 183.000 LCDs oder Plasma-Displays abgesetzt, während im Vergleichszeitraum des Vorjahres 90.000 flache Fernsehgeräte über die Ladentische wanderten - dies entspricht einer Steigerung von 102%. Umsatzmäßig legten Flat-TVs zudem um 47% auf rund 184 Millionen Euro zu. Der Markt für DVD-Player und -Rekorder war mit einem Minus von 13% insgesamt rückläufig. Allerdings sind DVD-Rekorder mit integrierter Harddisk mit einem Umsatzplus von 9% nach wie vor gefragt. Voll im Trend liegen digitale portable Audio- und Video-Player: Tragbare MP3-Abspielgeräte konnten in Sachen Verkaufszahlen ein Wachstum von 16% verbuchen, bei digitalen tragbaren Video-Playern bewegt sich das Plus bei 280%. Ebenfalls als echte Verkaufsschlager erwiesen sich Navigationssysteme mit einem Zuwachs von 108%.
Auch der zweiten Jahreshälfte blickt die Branche positiv entgegen: Zusätzlichen Antrieb sollen die Internationale Funkausstellung IFA in Berlin und die Futura bringen. Vor allem die Bereiche Flat-TVs, digitale portable Audio- und Video-Player, Navigationssysteme sowie Digicams sorgen für optimistische Prognosen. So rechnen die Marktexperten für das Gesamtjahr 2007 mit einem Umsatz für die CE-Branche von 950 Millionen bis 1 Milliarde Euro (exkl. Fotomarkt).
Trends bei Unterhaltungselektronik
Bei LCDs und Plasma-Displays sind so genannte Jumbo-Größen wahre Renner. Derzeit sind Geräte mit einer Bildschirmdiagonale von 32 Zoll (80 cm) das meistverkaufte Segment, doch der Trend zu Diagonalen ab 37 Zoll und mehr hält ungebrochen an. Darüber hinaus greifen die Konsumenten verstärkt zu Produkten, die mit Bildverbesserungstechnologien, High Definition und einfachen Lösungen wie etwa integriertem DVB-T-Empfänger den Weg in eine neue Fernsehzukunft ebnen. Ein Markt mit enormem Zukunftspotenzial sind digitale portable Audio- und Video-Player. So machen MP3-Player bereits 6% des gesamten CE-Umsatzes aus – Tendenz steigend.
Starke Impulse für die Branche sollen von den High Definition DVD-Nachfolgeformaten Blu-Ray und HD-DVD kommen. Die Hersteller bringen noch vor Weihnachten erste Abspielgeräte auf den Markt, die Blu-Ray oder HD-DVD oder beide Standards beherrschen. Darüber hinaus ebnen Filmstudios und Computerindustrie mit passendem Film-Content und neuen Speichermedien wie beispielsweise Vierfach-Layer-Scheiben den Weg zum hochauflösenden Filmvergnügen. High Definition steht auch bei Camcordern hoch im Kurs: Neue Produktgenerationen mit HD-Chips, High Definition-Auflösung, umfassenden Speicher- und Anschlussmöglichkeiten sowie kompakten Festplatten für HD-Aufnahmen erobern den Markt.
Ein weiteres wichtiges Thema sind Produktneuheiten im Bereich Audio-Systeme: Audiogeräte mit Docking Stations für MP3-Player schließen die Lücke zwischen portabler Musik für unterwegs und fix installiertem Gerät in den eigenen vier Wänden. Eine Vielzahl an unterschiedlichen Kombinationen vom Radio Wecker mit Docking Station bis hin zum Sound System soll der Branche in den nächsten Jahren ein kräftiges Umsatzwachstum bringen. Vielversprechend in Sachen mobile Navigation sind Systeme mit größeren Monitoren und Mehrausstattung wie z.B. integrierter Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Reiseführer oder TMC (Traffic Message Channel/Vorausschauende Stauumfahrungsfunktion), die zusätzlich zur „reinen“ Navigation zahlreiche Vorteile bietet. Auch Sicherheitsaspekte rücken in den Vordergrund: Dazu gehören Lösungen, die vor Geschwindigkeitsüberschreitungen warnen und Spurassistenten bzw. Fahrerassistenzsysteme. Mobilen Navigationssystemen räumen Experten hohe Wachstumschancen ein, denn bislang sind in Österreich weit über drei Millionen Pkws unterwegs, die noch nicht über ein entsprechendes Gerät verfügen.
Hausgeräte-Branche mit energieeffizienten Geräten auf Wachstumskurs
„Mindestens jeder dritte österreichische Haushalt hat 2006 ein Hausgerät angeschafft“, unterstreicht Franz Schlechta, Sprecher des Forums Hausgeräte, die positive Marktentwicklung der Hausgeräte-Branche. Während im vergangenen Jahr über 1.478.000 Haushaltsgroßgeräte abgesetzt wurden, so sollen aktuellen Schätzungen zufolge heuer rund 1.500.000 Produkte aus diesem Bereich über die Ladentische wandern. Dies entspricht einem Plus von 1,5%.
Motor sind laut Schlechta energieeffiziente Geräte, das heißt Produkte der Energieeffizienzklassen A, A+ und A++. (Die Energieeffizienzklasse ist eine Bewertungsskala zur Unterstützung von Kaufentscheidungen für Elektrogeräte, die besonders energiesparend arbeiten. A, A+ und A++ stehen für einen niedrigen bis sehr niedrigen Energieverbrauch). Das Thema Energieeffizienz wird in der österreichischen Hausgeräte-Branche groß geschrieben. Bester Beweis dafür: Während in Europa lediglich 36% aller abgesetzten Herde die Labels A, A+ oder A++ tragen, sind es hier zu Lande 67%. Bei Kühlgeräten liegt diese Zahl bei 78% in Europa und 80% in Österreich. Und auch bei Gefriergeräten ist der Unterschied signifikant: 61% der Produkte in Europa gehören den Energieeffizienzklassen A, A+ oder A++ an, 80% sind es in der Alpenrepublik.
Hausgeräte-Trends
Umweltschonung und Energiesparen gewinnen im Hausgeräte-Bereich in Zukunft immer mehr an Bedeutung. Die Innovationen auf diesem Sektor sind Schlechta zufolge enorm: Moderne Kühl- und Gefriergeräte brauchen heute nur halb so viel Strom wie vor zehn Jahren. Ein weiteres Beispiel sind Spüler: Die aktuellen Produkte benötigen 40% weniger Wasser als im Jahr 1990 und 57% weniger Energie pro Waschgang. Und Waschmaschinen kommen mit 37% weniger Wasser und 67% weniger Energie pro Waschgang aus. Diese Entwicklung soll sich in den kommenden Jahren weiter fortsetzen. Weitere Trends sind im Kühlgeräte-Bereich zu finden: Komfort, „No-Frost“ und „Null-Grad-Zonen“, d.h. zusätzliche Schubfächer in Kühlschränken, die leicht verderbliche Lebensmittel zwei- bis dreimal länger frisch halten als im herkömmlichen Kühlraum, sind dabei wichtige Themen. Bei Herden sind Pyrolyse, Induktion und gesundes Kochen mit Dampf wie beispielsweise Dampfgarer oder Dampfbacköfen angesagt. Im Waschmaschinen-Sektor steht optimale Wäscheschonung verstärkt im Mittelpunkt des Konsumenteninteresses.
Plus bei Elektro-Kleingeräten dank Beauty, Design und Convenience
Gegenüber 2006 ist die Elektro-Kleingeräte-Branche im ersten Halbjahr 2007 gemessen am Verkaufswert um knapp 10% auf 123,6 Millionen Euro gewachsen. Timm Uthe, Sprecher des Elektro-Kleingeräte Forums, zufolge sind die positiven Zahlen hauptsächlich auf Neuheiten in den Bereichen Wellness-, Beauty- und Gesundheitsprodukte sowie Kaffee-Portionssysteme zurückzuführen.
Mit einem Gesamtverbrauch von acht Kilogramm pro Kopf und Jahr liegt Österreich bereits vor den klassischen „Kaffeenationen“ Italien und Frankreich. Diese Entwicklung spiegelt sich in den aktuellen Absatzzahlen von Kaffeezubereitungsgeräten wider: Espressomaschinen legten in Sachen Absatz im ersten Halbjahr 2007 um 14% zu, Kaffeemaschinen mit Pad-Systemen um 9%. Großer Schwerpunkt im Bereich Elektro-Kleingeräte sind Wellnessprodukte- und Gesundheitsprodukte: So konnte der Absatz im Segment Hairstyler um 38% gesteigert werden. Ebenfalls ein Plus von 38% verzeichneten Herrenganzkörperrasierer. Kräftig zugelegt haben Damenrasierer mit +35% und Bartschneider mit einem Zuwachs von 31%. Gute Absatzentwicklungen zeigten die Kategorien Mundhygienegeräte mit +14% und Herrenrasierer mit +10%. Den Trend zu selbst gekochter gesunder Nahrung bestätigen die Verkaufszahlen der klassischen Küchengeräte: Hand- und Stabmixer, Zerkleinerer und Küchenmaschinen verbuchten ein Plus von 14%.
Optimistisch zeigt sich Uthe auch für das Gesamtjahr 2007: Der Branchensprecher prognostiziert einen Absatz von 3,9 Millionen Elektro-Kleingeräten mit einem Verkaufswert von 275 Millionen Euro.
Die aktuellen Trends bei Elektro-Kleingeräten
„Schönheit und Körperpflege sind längst keine Frauendomänen mehr. Immer mehr Männer stürzen sich selbstbewusst ins Beauty-Vergnügen“, kommentiert Uthe das neue Körperbewusstsein beim Mann. Im Beauty-Sektor haben vor allem stylische Produkte für Herren enormes Potenzial, denn der Trend geht hin zu Geräten, die Hightech, edle Materialien und cooles Design verbinden. Hohe Marktchancen erwartet sich Uthe zudem von Wellness-Produkten, die den Konsumenten dabei unterstützen, eine ausgeglichene Work-Life-Balance und Wohlbefinden zu erlangen. Die Bandbreite an Geräten in diesem Bereich reicht von Infrarot-Geräten über Solarien bis hin zu raffinierten, unkomplizierten Innovationen für die Nahrungszubereitung in den eigenen vier Wänden und im Büro. Bei Kaffeezubereitungsgeräten steht das Thema Convenience immer höher im Kurs: Gefragt ist die schnelle, saubere und einfache Zubereitung nach jedem Geschmack, wobei auch in Zukunft vor allem Kapsel- und Padsysteme punkten. Darüber hinaus gewinnen Kaffeemaschinen an Bedeutung, die mit zahlreichen innovativen Features aufwarten wie etwa Milchschaumzubereitung im Extra-Behälter oder One-Touch-Lösungen.
Entwicklungen am Notebook-Sektor bringen IT-Branche Zuwächse
„Nach einem Rückgang im vierten Quartal 2006 verzeichnete der österreichische IT-Markt im ersten Quartal 2007 wieder ein moderates Wachstum“, beschreibt Thomas Hillebrand, Branchensprecher des IT-Industrie Forums die aktuelle Situation. Laut IDC (International Data Corporation) konnte im ersten Quartal 2007 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres ein Absatzzuwachs von rund 2,3% verzeichnet werden. Zurückzuführen ist dies auf Steigerungen im zweistelligen Bereich bei Notebooks: Das Plus bei tragbaren Rechnern lag in diesem Zeitraum bei 26,5%. Hillebrand begründet die gesteigerte Nachfrage mit Innovationen in zahlreichen Bereichen: Aktuelle mobile Computer punkten mit neuem Design, erweiterten Anschlussmöglichkeiten und zahlreichen Sicherheits-Features wie etwa mit biometrischen Fingerprint-Readern. Darüber hinaus nutzen User ihr privates Notebook immer häufiger auch für berufliche Zwecke, daher sind größere Displays und verbesserte Grafikleistungen unerlässlich. Auch die Einführung des neuen Betriebssystems Vista hat zur positiven Absatzentwicklung beigetragen.
Für das Gesamtjahr 2007 prognostiziert IDC ein einstelliges Wachstum, das hauptsächlich aus dem Consumerbereich und hier vor allem aus dem Sektor Notebooks kommen soll: In diesem Segment sind Absatzsteigerungen von 15-20% zu erwarten. Bei Desktops wird mit Rückgängen von 3-7% gerechnet. Insgesamt soll die Branche heuer in Sachen Absatz um 3-5% wachsen.
Trends am IT-Sektor
Neben Neuerungen im Bereich Design ist Energieeffizienz in der IT-Branche ein wichtiger Schwerpunkt. In Zukunft müssen IT-Produkte mit gesteigerter System-Performance aufwarten, gleichzeitig soll der Stromverbrauch gesenkt werden. Aber auch bei der Produktion der Geräte steht Umweltschutz ganz oben auf der Agenda. Dass die Hersteller bereits auf bestem Weg sind, deutlich umweltbewusster zu produzieren, beweist das mittlerweile vierte Öko-Ranking von Greenpeace, der „Greenpeace Guide to Greener Electronics“. Darin stellt die Umweltschutzorganisation den Unternehmen ein insgesamt zufrieden stellendes Zeugnis aus und beobachtet eindeutige Schritte hin zu einer „grüneren Industrie“. Ein weiterer wichtiger Trend am IT-Sektor ist Hillebrand zufolge die Umstellung von Single- und Dual-Core-Prozessoren auf Quadcore-Produkte.
Digitalisierung verhilft der DVB-Branche zu neuem Umsatzrekord
„Ausgehend von einem starken vergangenen Jahr konnte die DVB- (Digital Video Broadcasting) Branche den Schwung ins erste Halbjahr 2007 mitnehmen“, erläutert Walter Moser, Sprecher des DVB-Forums, die aktuellen GfK-Daten. Demnach wurden 2005 302.000 Digitalreceiver abgesetzt, 2006 lag diese Zahl bei 544.000 Stück - dies kommt einer Steigerung von 80% gleich. Im ersten Halbjahr 2007 landeten bereits 404.000 in den Heimen der Endverbraucher. Mit etwa 75% hat der SAT-Bereich den weitaus größten Anteil an dieser positiven Entwicklung, der Rest verteilt sich mit 23% auf DVB-T und 2% auf Kabelreceiver.
Diese Stückzahlenexplosion begründet Moser hauptsächlich mit den regionalen Abschaltungen des analogen terrestrischen TV-Empfangs von ORF und ATV, die sich seit März bis Ende 2007 von West- nach Ostösterreich erstrecken. „Auch die Hausverwaltungen sind noch rechtzeitig auf den digitalen Zug aufgesprungen und haben ihre Hausanlagen durch Fachbetriebe digital umrüsten lassen, was auch dem Bereich ‚Kopfstellentechnik’ schöne Umsatzzuwächse beschert hat“, so Moser weiter.
Für das Gesamtjahr 2007 rechnen Marktexperten mit rund 750.000 verkauften Digitalreceivern. Dies bedeutet ein Plus von 38% gegenüber dem Vorjahr.
Trends im DVB-Bereich
Die Digital-Umrüstung in einzelnen Regionen, sowie neue Receiver-Generationen wie etwa HDTV lassen die Branche laut Moser auch weiterhin optimistisch in die Zukunft blicken. Zudem sollen bis 2008 insgesamt 90% der österreichischen Haushalte DVB-T empfangen können, für 2010 ist eine Flächendeckung von 95% geplant und spätestens im Jahr 2012 soll die 100%ige Digitalisierung hier zu Lande abgeschlossen sein.
Wien, am 11. September 2007
Rückfragehinweise:
Forum Hausgeräte
Das Forum Hausgeräte, ein Netzwerkpartner des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie, ist eine Interessengruppe der wichtigsten Hersteller und Importeure von Haushaltsgroßgeräten. Im Forum Hausgeräte sind folgende Marken vertreten: AEG. ARDO, Bauknecht, Bosch, Elektra Bregenz, Electrolux-Juno-Zanussi, Eudora, Gorenje, Liebherr, Miele, Neff, Siemens und Whirlpool.
Branchensprecher:
Dir. Dkfm. Franz Schlechta
Geschäftsführer
BSH Hausgeräte GmbH
Quellenstrasse 2
A-1100 Wien
Tel.: +43 1 605 75-0
Fax: +43 1 605 75-51444
Mail: franz.schlechta@bshg.com
DVB-Forum
Das DVB-Forum (Digital Video Broadcasting) ist ein Netzwerkpartner des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie und agiert als Verein zur Förderung der Verbreitung des digitalen Fernsehens. Seine Mitglieder sind die Unternehmen HB Eurotech VertriebsgmbH, Kleinhappl Electronic, Hirschmann Austria Empfangstechnik GmbH, Kathrein VertriebsgmbH, Philips Austria GmbH und Wilhelm Sihn Jr. & Co GesmbH.
Branchensprecher:
Walter Moser
Geschäftsführer
Kathrein VertriebsgmbH
Gnigler Straße 56
5020 Salzburg
Tel.: +43/662/875531-12
Fax: +43/662/878344-9
moser@kathrein-gmbh.at
Elektro-Kleingeräte Forum
Das Elektro-Kleingeräte Forum ist ein Netzwerkpartner des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie und vertritt die Interessen der Unternehmen BSH Hausgeräte GmbH, Dyson GmbH, Kenwood Manufacturing GmbH, Philips Austria GmbH, Saeco Austria AG, SEB Österreich Handels GmbH und Spidem Handelsgesellschaft mbH., Turmix GmbH, Procter & Gamble Austria GmbH.
Branchensprecher:
Timm Uthe
Commercial Director
Philips Austria GmbH
Domestic Appliances & Personal Care
Triester Straße 64
A - 1101 Wien
Tel.: +43 1 60101-1488
Fax: +43 1 60101-79-1488
Mail: timm.uthe@philips.com
Forum consumer electronics
Das forum consumer electronics ist ein Netzwerkpartner des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie und vertritt die Interessen der Unternehmen SHARP Electronics (Europe) GmbH, Robert Bosch AG, Loewe Austria GmbH, HB Multimedia electronic products Vertriebs GmbH , JVC Austria GmbH, Sony Austria GmbH, Philips Austria GmbH, Panasonic Eastern Europe HandelsgmbH, und Grundig Intermedia GmbH.
Branchensprecher:
Mag. Wolfgang Palfy
Commercial Director
Philips Consumer Electronics Austria
Triesterstraße 64
A - 1101 Wien
Tel.: +43 1 60101-2400
Fax: +43 1 60101-79-2400
GSM: +43 664 430 86 87
Mail: wolfgang.palfy@philips.com
IT-Industrie Forum
Seit Sommer 2006 ist das IT-Industrie Forum Netzwerkpartner des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie. Der Verein vertritt die Interessen aller wesentlichen Unternehmen der IT-Hardware-Industrie in Österreich und beschäftigt sich mit aktuellen Themen der Branche. Die Mitglieder sind Acer Austria GmbH, Apple Computer GmbH, Dell GmbH, Fujitsu Siemens Computers GmbH, Hewlett Packard GmbH, Maxdata Computer GmbH, Sony Austria GmbH, Toshiba Europe GmbH.
Branchensprecher:
Thomas Hillebrand
Dell GmbH
Managing Director
Wienerbergstraße 11/12
Tel.: +43 1 994 60-6655
Mail: thomas_hillebrand@dell.com
Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie
Der FEEI vertritt in Österreich die Interessen von rund 300 Unternehmen mit knapp 60.000 Beschäftigten und einem Produktionswert von mehr als 11 Milliarden Euro (Stand 2006). Gemeinsam mit seinen Netzwerkpartnern – dazu gehören neben den einschlägigen Industriebranchenforen u.a. die Fachhochschule Technikum Wien, das Forum Mobilkommunikation (FMK), ICT Austria, das Umweltforum Haushalt (UFH), das Umweltforum Starterbatterien (UFS), der Verband Alternativer Telekom-Netzbetreiber (VAT) und der Verband der Bahnindustrie (VBI) – ist es das oberstes Ziel des FEEI, die Position der österreichischen Elektro- und Elektronikindustrie im weltweit geführten Standortwettbewerb zu stärken.
Dr. Manfred Müllner
Geschäftsführer-Stv.
Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie
Mariahilfer Straße 37-39, A-1060 Wien
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Die österreichische Elektro- und Elektronikindustrie (EEI) entwickelte sich nach dem hervorragenden Jahr 2006 auch 2007 sehr gut. Dank der weltweit positiven Konjunktur überstieg der Produktionswert im Jahr 2007 erstmals die 12 Mrd. Euro-Marke (12,085 Mrd. Euro) – das entspricht einem nominellen Plus von 6,2%. Der Inlandsmarkt wurde vor allem durch die steigende Nachfrage am Investitionsgütersektor geprägt. Maßgeblich für den Erfolg waren aber einmal mehr die Exporte. Gemessen am Umsatz sind diese gegenüber dem Vorjahr um 10,2% gestiegen. Die Exportquote der EEI betrug 73%, der Anteil an den Gesamtausfuhren Österreichs erhöhte sich auf 10,9% (2006: 10,6 %).
Die hohe Auslastung der Unternehmen spiegelt sich auch bei den Beschäftigten wider, die nach 2006 (+4,9%) auch 2007 deutlich zulegten. Gegen Ende des Jahres betrug der Beschäftigtenstand 62.727 Personen und stieg damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,8%. Gleichzeitig setzte sich der Strukturwandel fort, bei dem sich der Anteil der in der EEI Beschäftigten von den Arbeitern zugunsten der Angestellten verschiebt. 2007 betrug der Angestelltenanteil 55,8% an den Gesamtbeschäftigten, der Anteil der Arbeiter lag bei 44,2%. Betrachtet man die Beschäftigtenzahlen inkl. Fremdpersonal, waren in der EEI 2007 65.476 Personen beschäftigt. Vergleichen mit dem Jahr 2000 sind das im Jahr 2007 nur um 565 Personen weniger. Allerdings hat sich in den vergangenen sieben Jahren der Fremdpersonalanteil von 2,7% (im Jahr 2000) auf 4,5% (im Jahr 2007) erhöht.
Der Obmann des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie Albert Hochleitner zeigte sich anlässlich der Präsentation des Jahresberichts 2007 zufrieden: „Die vorliegenden Zahlen geben Grund zur Freude. Gerade für ein Hochlohnland wie Österreich ist ein derart gutes Ergebnis im internationalen Standortwettbewerb besonders hart erkämpft. Die Elektro- und Elektronikindustrie hat sich mit ihren technologischen Spitzenleistungen international hervorragend positioniert. Es ist aber auch darauf hinzuweisen, dass bereits jetzt ein beträchtlicher Anteil der Wertschöpfung im Ausland erzielt wird. Vor allem in den süd-ost-europäischen Ländern ergibt sich ein hohes Produktionspotential für unsere Unternehmen.“

Die Schlüsselbranche für ein effizientes Gesundheitswesen
„Die Elektro- und Elektronikindustrie ist die Schlüsselbranche im Gesundheitswesen, die mit ihrer technologischen Lösungskompetenz und ihrem Know-how einen wesentlichen Beitrag zur hohen Qualität der medizinischen Versorgung in Österreich leistet“, erklärte FEEI-Geschäftsführer Lothar Roitner anschließend anlässlich der aktuellen Diskussion um die Reform des österreichischen Gesundheitswesens. „Eine echte Gesundheitsreform ist aus unserer Sicht nicht zwingend mit der Frage nach mehr Geld verknüpft, sondern ist eine Frage der Effizienzsteigerung. Die Elektro- und Elektronikindustrie hat die Kompetenz, die Technologien und das Know-how zur Realisierung einer effizienten eHealth-Infrastruktur für Gesundheitsdiensteanbieter, Bürger und Patienten.“
Voraussetzung für Effizienzsteigerungen seien Investitionen in die Infrastruktur und die Einbindung aller relevanten Stakeholder wie Bund, Länder, Sozialversicherungsträger, Ärzte und Industrie. Als Beispiel nannte Roitner die Elektronische Gesundheitsakte (ELGA), bei der es eine gesamtheitliche Strategie ohne Insellösungen geben müsse. Über ELGA hinaus müssten auch auf der e-card basierende Pilotprojekte wie der elektronische Arzneimittelgurt oder die elektronische Überweisung bundesweit umgesetzt werden. Um dafür klare und verlässliche rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen zu schaffen, regte Roitner ein eHealth-Board mit allen Stakeholdern an.

Breite Palette von Produkten und Dienstleistungen
Die Palette von Produkten und Dienstleistungen, die die Elektro- und Elektronikindustrie in diesem Bereich zu bieten hat, ist breit gestreut. Sie reicht von der Bildgebenden Diagnostik (z.B. Computertomographie), die speziell in der Prävention eine wichtige Rolle spielt, bis zu Anwendungen in der Telemedizin (z.B. Telemonitoring über Mobilfunknetze bei Patienten mit chronischer Herzschwäche oder Zuckererkrankungen). Die Palette reicht weiters von Lösungen für die digitale Archivierung von Befunden, mit der unnötige Mehrfachuntersuchungen vermieden werden können, bis hin zu Spracherkennungssystemen, mit der die aufwändige Arbeit des Befundens erleichtert und beschleunigt wird. Erfolgreiche Beispiele in der Praxis zeigen, dass Investitionen in Dienstleistungsfeldern sich mehr als rechnen. So löst die Einführung des eRezepts in der Stadt Stockholm allein im Jahr 2008 ein Einsparungspotenzial von rund 95 Mio. Euro aus.
Die wirtschaftliche Lage der Elektro- und Elektronikindustrie im Jahr 2007 im Detail
Spartenergebnisse
Der für die österreichische EEI so wichtige Investitionsgütermarkt ist naturgemäß von starken Schwankungen geprägt, deshalb sollten auch die Ergebnisse des Jahres 2007 nicht isoliert, sondern im mehrjährigen Kontext betrachtet werden. Im Jahr 2007 konnten trotzdem nahezu alle Sparten der Elektro- und Elektronikindustrie ihre Produktion ausweiten, die maßgebliche Sparte der Produzenten von Elektrizitätsverteilungs- und Schalteinrichtungen verzeichnete sogar zweistellige Zuwachsraten. Rückläufig entwickelten sich die Produktion von Geräten der Kommunikationstechnik und die Herstellung von Kabeln und Leitungen. Die kräftigsten Zuwächse verzeichneten die Hersteller von Motoren, Generatoren, Transformatoren (+3,6% müssen gemeinsam mit dem Vorjahresplus von 37,4% betrachtet werden) und die Produzenten von Verteilungs- und Schalteinrichtungen (+11,5%). Beide Sparten sind auch am Produktionswert gemessen die die größten in der EEI (Motoren: 19,2%, Schalteinrichtungen: 16%). Auch die Produzenten von Komponenten und Teilen für die Automobilindustrie konnten ihre Produktion im Jahr 2007 nochmals ausweiten (+ 10%). Stärkere Zuwächse als im Jahr 2006 konnten auch die Bauelemente erzielen (+5,5%). Hier macht sich die zunehmende Konzentration auf Forschung & Entwicklung bemerkbar. Rückläufig verlief die Produktion von Geräten der Kommunikationstechnik (-6,3%), die Produktion ist aber nach wie vor auf hohem Niveau. Die Schwankungen erklären sich vor allem durch die rückläufigen Investitionen der Mobilfunkunternehmen.
Exporte boomen
Die Sparten mit dem größten Anteil am Produktionswert haben auch beim Export überproportionales Gewicht. Mehr als 86% der Motoren und Generatoren, mehr als 78% der Bauelemente und knapp 77% der Kommunikationstechnologien gehen ins Ausland. Etwas geringer ist lediglich der Exportanteil der Verteilungs- und Schalteinrichtungen mit 66%.
Bedeutendster Exportmarkt für die österreichische EEI ist nach wie vor mit 71,7% Anteil (+7,5% gegenüber 2006) der EU-27-Raum. Innerhalb der EU hat Deutschland mit einem Anteil von 29,7% die höchste Bedeutung. Nach einem Rückgang von 2,9% im Jahr 2006 konnte hier im Jahr 2007 wieder ein deutliches Exportwachstum von 11,6% verzeichnet werden.
Besondere Chancen ergaben sich für die österreichische Industrie durch den fortschreitenden EU-Integrationsprozess und die geographische Lage. Dieser Standortvorteil wurde besonders von der österreichischen Elektro- und Elektroindustrie wahrgenommen, wie die überdurchschnittlich hohen Exportzuwächse in ausgewählten Ländern zeigen: Polen +12,7% (2006: +36,7%), Rumänien +20,4% (2006: +26,0%), Bulgarien + 37,8% (2006: +27,5%). Kontinuierlich ausgebaut wurden auch die Ausfuhren nach Asien, die im Jahr 2007 um 18,9% zugenommen haben.
Ausblick 2008
Österreichs Wirtschaft erwies sich gegenüber der eintrübenden Konjunktur erstaunlich stabil und wuchs im 1. Quartal 2008 gegenüber dem Vorquartal nochmals um 0,7%. Für das Jahr 2008 liegt das prognostizierte Wirtschaftswachstum Österreichs mit 2,1% über den Vorhersagen für den EU-Raum. Diese Vorhersagen sind vor dem Hintergrund der Prognosen der international nachlassenden Konjunktur (US-Immobilienkrise) und steigender Rohstoff- und Energiepreise allerdings mit einem gehörigen Unsicherheitsfaktor ausgestattet.
Die Unternehmen der Elektro- und Elektronikindustrie bewerten die Geschäftslage im ersten Quartal 2008 derzeit noch positiv: Mehr als 70% der Unternehmen rechnen aufgrund der hohen Auftragsbestände mit einer stabilen Produktions- Umsatz- und Beschäftigungsentwicklung. Die Entwicklung wird aber mit Sicherheit verhaltener ausfallen, das zeichnet sich bei den geringer werdenden Auftragseingängen ab.
Durch ihre hohe Exportorientierung generiert die Branche ein hohes Maß an Wertschöpfung bereits jetzt im Ausland und profitiert hier in erster Linie durch die gute Erschließung der Märkte in den östlichen Nachbarländern. Die Internationalisierung der Produktionsprozesse ist somit einer der wesentlichen Erfolgsbausteine der EEI. Gepunktet wird vor allem mit technologie- und know-how-intensiven Investitionsgütern.
Für Rückfragen:
Kathrin Mück-Puelacher
T: 01/588 39 29
E: mueck-puelacher@feei.at
Weitere Informationen zum Kernbereich Gesundheit finden Sie auch bei den beiden FEEI-Netzwerkpartnern ICT Austria und FH Technikum Wien (siehe externe Links).
Die österreichische Elektro- und Elektronikindustrie profitierte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2006 von der allgemein positiven Konjunkturentwicklung. Die abgesetzte Produktion belief sich auf 11,4 Mrd. Euro, das ist ein nominelles Plus von 12,7%. Starker Impulsgeber für das Wachstum waren erneut die Exporte, die gemessen am Umsatz um 17,1% ausgeweitet werden konnten. Durch die steigende Nachfrage am Investitionsgütersektor ist der Inlandsmarkt um 7,7% gewachsen. Die hohe Kapazitätsauslastung spiegelt sich auch bei den Beschäftigten wider. Erstmals konnte die Branche wieder deutliche Zuwächse verbuchen, rund 3.000 zusätzliche Arbeitsplätze wurden geschaffen. Gegen Ende des Jahres betrug der Beschäftigtenstand 59.794 Personen, das bedeutet ein Plus gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 5,7%. „Wir sind über die positive Entwicklung sehr erfreut. Fast alle Sparten konnten Zuwächse verzeichnen. Die Branche hat erfolgreich gekämpft, um an das Produktionsniveau von 2000 anschließen zu können und wir sind zuversichtlich, dass es auch in Zukunft weiter bergauf gehen wird“, zog FEEI-Obmann Albert Hochleitner anlässlich der Präsentation der Jahresergebnisse 2006 zufrieden Bilanz. Trotz der jetzt erfreulichen Entwicklung gab Hochleitner zu bedenken, dass man auch realistisch bleiben müsse. Auch in Zukunft hänge der Branchenerfolg wesentlich davon ab, mit welchen Rahmenbedingungen die EEI, deren Erfolg zu 70% vom Export abhängig ist, konfrontiert ist.
Flexibilisierung der Entgeltgestaltung – neues Modell stellt Weichen für die Zukunft
Neben der Forcierung klassischer Standortfaktoren eines Hochlohnlandes wie Qualifikation, Know-how, Innovation und Kompetenz bemüht sich der FEEI seit Jahren darum, die Unternehmen durch die Gestaltung moderner arbeitsrechtlicher Rahmenbedingungen bei ihrem unternehmerischen Erfolg zu unterstützen. Diesbezüglich konnte im Rahmen der KV-Verhandlungen 2007 ein weiterer wichtiger Schritt gesetzt werden. Gemeinsam mit den Gewerkschaften einigte sich der Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie auf die Einführung einer sogenannten Einmalzahlungsoption.
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Mehr Flexibilität und Entgeltgestaltung auf betrieblicher Ebene
Die Unternehmen können seit diesem Jahr einen bestimmten Teil der Dauerwirksamkeit des KV-Abschlusses in eine nicht-dauerwirksame Einmalzahlung umwandeln. „Das neue Modell stellt für beide Seiten der Sozialpartnerschaft eine Win-win-Situation dar. Die Arbeitgeber profitieren von der Reduktion der Dauerwirksamkeit, was eine Senkung der Basis für die Lohnnebenkosten und die zukünftigen KV-Abschlüsse bedeutet. Die Arbeitnehmer wiederum kommen in den Genuss einer vorweggenommenen Erhöhung ihrer Entgelte, die sie sofort ausbezahlt bekommen“, erklärte Hochleitner die Vorteile.
Darüber hinaus wurde mit der Einführung des neuen Modells auch die Flexibilität der Unternehmen erhöht. „Mittlerweile stehen unseren Mitgliedern drei verschiedene Entlohnungsoptionen zur Verfügung: „klassische“ KV-Erhöhung, Verteiloption und Einmalzahlungsoption. Je nach ihren Anforderungen und Bedürfnissen können sie die für sie adäquate Lösung frei wählen und umsetzen“, erklärte Hochleitner abschließend und ergänzte, dass man mit der Einmalzahlungsoption einen wichtigen Beitrag zur Standortsicherung, Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und damit auch zur Wertschöpfung der Branche leiste.
Infrastrukturpolitik: FEEI forciert Aktivitäten im Bereich Umwelt und Energie
Neben dem Kernbereich Arbeitswelt widmet sich der FEEI seit Ende 2006 verstärkt den Bereichen Umwelt und Energie. Als produzierende Industrie ist die EEI mit Co2-Emissionen und dem Thema Versorgungssicherheit in zweifacher Weise betroffen. „Beides wird in Österreich höchst emotional diskutiert und die Industrie wird in der öffentlichen Diskussion gerne als Sündenbock der Umweltpolitik vorgeführt. Stattdessen sollten Politik und Industrie jedoch die richtigen Argumente gemeinsam analysieren und diskutieren. Nur so wird es letztlich gelingen, spürbare Effekte bei der Reduktion von Schadstoffemissionen oder einer effizienteren Energienutzung zu erzielen und die Abhängigkeit von teuren Energieimporten zu verringern“, kritisierte der FEEI-Obmann.
Effizienztechnologien reduzieren die Abhängigkeit von teuren Energieimporten
Speziell bei letzterem Thema kann die EEI wesentliche Beiträge leisten. Die Unternehmen investieren seit vielen Jahren in die Forschung und Entwicklung von Technologien zur Erhöhung der Energieeffizienz. „Ohne deren verstärkte Forcierung wird es nicht gelingen, die im Regierungsprogramm verankerten Vorgaben zur Sicherstellung der Energieversorgung, zur Erhöhung des Anteils der erneuerbaren Energiequellen oder auch zur Verbesserung der Energieintensität zu realisieren. Wir benötigen Effizienztechnologien, um den Energieverbrauch trotz steigender Anwenderzahl nicht weiter wachsen zu lassen. Fakt ist jedoch, dass trotz der Verfügbarkeit ein großer Teil der Technik noch nicht oder zu wenig zum Einsatz kommt“, bringt es FEEI-Geschäftsführer Lothar Roitner auf den Punkt. „Wir erwarten hier von der Politik, dass sie das Potenzial dieser Technologien anerkennt und mit dem gleichen Stellenwert versieht wie z.B. erneuerbare Energiequellen. Konkret bedeutet das die Verankerung von Effizienztechnologien in den nationalen Förderprogrammen und die Förderung der Nachfrage nach energieeffizienten Produkten“, so Roitner abschließend.
Wirtschaftliche Lage der Elektro- und Elektronikindustrie im Jahr 2006 im Detail
Die Detailergebnisse 2006 zeigen, dass nahezu alle Sparten der Elektro- und Elektronikindustrie ihre Produktion steigern konnten. Die kräftigsten Zuwächse verzeichneten die Hersteller von Motoren, Generatoren, Transformatoren (+37,8%) und die Produzenten von Elektrizitätsverteilungs- und -Schalteinrichtungen (+14,1%). Beide Sparten stellen auch anteilsmäßig am Produktionswert die größten Sektoren innerhalb der EEI dar (Motoren 19,35%, Schalteinrichtungen 15,7%). Auch die Produzenten von Komponenten und Teilen für die Automobilindustrie konnten ihre Produktion neuerlich ausweiten (+ 9,7%). Einbußen gab es nur im Bereich Kommunikationstechnik (-2,2%), Grund dafür sind die fehlenden Investitionsschübe der Mobiltelefonunternehmen.
Exporte wurden deutlich ausgeweitet
Wichtiger Impulsgeber für das positive Branchenergebnis waren auch 2006 die Exporte. Der Anteil der EEI an den Gesamtausfuhren Österreichs betrug 10,6%. Das Exportvolumen (Exportanteil der Produktion, gemessen am Umsatz) belief sich auf rund 8,4 Mrd. Euro (+17,1%), das bedeutet, dass rund 74% der Güter ins Ausland gingen. Bedeutendster Exportmarkt ist nach wie vor mit 69,8% Anteil (+1,9% gegenüber 2005) der EU-25-Raum. Leicht rückläufig (-2,9%) waren hier allerdings die Ausfuhren nach Deutschland (29,3% Exportanteil an den Gesamtausfuhren). Überaus positiv entwickelten sich auch die Ausfuhren in neue EU-Mitgliedsstaaten. Hier konnte die Branche in einzelnen Ländern Zuwächse von über 30% erzielen. Das Exportvolumen im MOEL-Raum liegt mittlerweile bei 2,76 Mrd. Euro, das sind 24,3% der Gesamtausfuhren der EEI. Durch den weiteren Infrastrukturausbau und große Investitionsprojekte rechnet die Branche auch zukünftig mit großen Exportpotenzialen bzw. Geschäftschancen.
EEI verzeichnet erstmals wieder Plus bei Beschäftigten
Ab der Jahresmitte 2006 verzeichnete die EEI einen deutlichen Beschäftigtenanstieg. Rund 3.000 zusätzliche Arbeitsplätze sind entstanden. Ende des Jahres betrug der Beschäftigtenstand 59.794 Personen und ist damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,7 % gestiegen. Der Strukturwandel setzt sich allerdings weiter fort, mittlerweile sind 54,4% aller Beschäftigten als Angestellte tätig, der Arbeiteranteil liegt bei 45,6%.
Ausblick 2007
Für das gesamte Jahr liegt das prognostizierte Wirtschaftswachstum mit 3,0% über den Vorhersagen für den EU-Raum. Aufgrund der vorherrschenden Hochkonjunktur, dem guten Investitionsklima und einer starken Nachfrage ist die Branche hinsichtlich einer weiteren positiven Wirtschaftsentwicklung zuversichtlich. Dies wird auch von der aktuellen Konjunkturumfrage unter den EEI-Unternehmen bestätigt, deren Ergebnisse ein Wachstum auf hohem Niveau und eine stabile Beschäftigtenlage prognostizieren.
Bereits zum zweiten Mal wurden vor kurzem an der FH Technikum Wien und an der FH Technikum Kärnten die Stipendien im Rahmen der Aktion „1000 Euro statt Blumen“ für hervorragende Leistungen verliehen. Die vom Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie initiierte Auszeichnung erhalten an beiden Fachhochschulen Studentinnen, die ein Studium im Umfeld der Elektro- und Elektronikindustrie absolvieren und einen überdurchschnittlichen Studienerfolg vorweisen. „Mit 1000 Euro statt Blumen verfolgen wir zwei Ziele: Einerseits holen wir die Studentinnen vor den Vorhang, die sich bereits für eine technische Ausbildung entschlossen haben und diese mit Bravour meistern. Andererseits wollen wir damit auch die Botschaft vermitteln, dass Mädchen ihren männlichen Studienkollegen um nichts nachstehen und die gleichen Voraussetzungen für eine technische Berufskarriere mitbringen", erklärte Mag. Monika Kircher-Kohl, Obmann-Stellvertreterin des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI) und Vorstandsvorsitzende von Infineon Österreich, die Motive für diese Initiative.
Industrie kämpft um Technikerinnen
Trotz hervorragender Perspektiven wie einen guten Ausbildungsplatz, tollen Chancen am Arbeitsmarkt mit höher dotierten Jobs und besten Karrieremöglichkeiten entscheiden sich nach wie vor acht von zehn Frauen für eine traditionelle, nicht technische Ausbildung. Der Frauenanteil in der industriellen Forschung liegt in Österreich bei nur 9% (EU-Schnitt 14,9%). „Mit dem Mangel an ExpertInnen bringen sich Unternehmen um wertvolle Ressourcen. Da das Interesse nach technischen Ausbildungen allgemein nur gering ist, sind vor allem junge Frauen eine interessante Zielgruppe mit großem Potenzial“, berichtet Kircher-Kohl. „Um mehr Frauen für die industrielle Forschung und Technik zu interessieren, liegt es vor allem an der Wissenschaft und an den Unternehmen selbst zu zeigen, wie attraktiv diese Jobs sind. Die Arbeit der TechnikerInnen braucht mehr Öffentlichkeit, daher sind für uns Initiativen wie diese sehr wichtig, um Vorbilder für junge Frauen anzubieten und Berührungsängste als Hemmnisse für eine technische Ausbildung abzubauen“, so die FEEI Obmann-Stellvertreterin abschließend.
Unwissen und Vorurteile verbauen Karrierewege
Auch die beiden Geschäftsführer der Fachhochschulen bewerten die Situation gleich: „Frauen und Technik ist für uns kein Widerspruch. Ganz im Gegenteil: wichtig ist aber, dass Vorurteile und Berührungsängste für Technik generell und insbesondere bei Frauen und Mädchen abgebaut werden. Durch eine Vielzahl von Initiativen versuchen wir zu zeigen, dass Frauen ihren männlichen Kollegen ebenbürtig sind. Unsere Studentinnen, die das Stipendium erhalten, üben dabei eine positive Vorbildwirkung aus“, ist Siegfried Spanz, Geschäftsführer der FH Technikum Kärnten, überzeugt. Und Angelika Ott, Geschäftsführer-Stellvertreterin an der FH Technikum Wien betont: „Wir sehen vor allem in den klassischen technischen Ausbildungen wie Elektronik großen Nachholbedarf. Allgemein stellen wir fest, dass oft falsche Vorstellungen oder gänzliches Unwissen die Entscheidung für oder gegen einen Ausbildungsweg bestimmen. Hier wollen wir mit Aktionen wie dem 1000 Euro-Stipendium ansetzen, um korrigierend und auch motivierend einzuwirken.“
Details zum Studienplatzsponsoring "1000 Euro statt Blumen"
Seit dem Wintersemester 2004/2005 vergeben die Fachhochschule Technikum Wien und die Fachhochschule Technikum Kärnten gemeinsam mit dem Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie jeweils an die fünf besten Studentinnen der beiden FH´s ein Stipendium. Die Anerkennung umfasst einen Gutschein für die Studiengebühr für Winter- und Sommersemester sowie EUR 1.000,- in bar, die vom Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie sowie von der jeweiligen Fachhochschule gesponsert werden.
Die Gewinnerinnen für das Studienjahr 2005/2006:
FH Technikum Wien: Die Verleihung wurde von FEEI-Geschäftsführer Lothar Roitner, Angelika Ott, Geschäftsführer-Stv. FH Technikum Wien und Christian Kollmitzer, Vize-Rektor FH Technikum Wien vorgenommen.
- Nina Neuberger (Studiengang Telekommunikation und Internettechnologien)
- Katrin Hameseder (Intelligente Transportsysteme)
- Kerstin Deutner (Wirtschaftsinformatik)
- Monika Wenger (Mechatronik Robotik)
- Roswitha Degen (Mechatronik Robotik)
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| Die stolzen Preisträgerinnen der beiden Fachhochschulen |
FH Technikum Kärnten : Die Verleihung wurde von Uwe Scheuch, Bildungslandesrat, Manfred Haas in Vertretung von Monika Kircher-Kohl, Infineon, und Petra Antenreiter, FH Technikum Kärnten vorgenommen.
- Katrin Lukan (Studiengang Elektronik)
- Irene Scharwitzl (Studiengang Telematik)
- Patrizia Steiner (Masterstudiengang SDSS)
- Sabine Münzer (Studiengang Medizinische Informationstechnik)
- Rosina Kreutzer (Studiengang Medizinische Informationstechnik)
Bilder: Pressefoto/Peter Fichtinger, FH Technikum Kärnten
Beim diesjährigen KV-Abschluss der Elektro- und Elektronikindustrie (EEI) gelang es dem FEEI Verhandlungsteam überdies mit den Gewerkschaften ein neues Optionsmodell zu entwickeln. Alternativ zu einer gleichmäßigen Erhöhung der Löhne und Gehälter um 2,7% bzw. der bereits bewährten Verteilungsoption können die Unternehmen erstmals ab dem 1. Mai 2007 eine sogenannte Einmalzahlungsoption in Anspruch nehmen. Bei diesem Modell kann ein Teil der Ist-Löhne bzw. -Gehälter in eine Einmalzahlung umgewandelt werden, wodurch sich die Ausgangsbasis zukünftiger Lohn- und Gehaltszahlungen reduziert.
Damit stehen den Unternehmen der Elektro- und Elektronikindustrie mit dem diesjährigen Abschluss erstmals drei Varianten der Entgeltgestaltung zur Verfügung. Die Branche trägt damit nicht nur den betrieblichen Gegebenheiten individuell Rechnung, sondern unterstreicht auch einmal mehr ihre Vorreiterrolle bei der Gestaltung von modernen arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen, die einen wichtigen Beitrag zur Standortsicherung, Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und damit auch zur Wertschöpfung der Branche leisten.
Der Abschluss im Detail:
Neben dieser wesentlichen Neuerung gegenüber vorangegangenen KV-Abschlüssen wurden sowohl die Ist- als auch die KV-Löhne und -Gehälter um 2,7 % erhöht. Anstelle einer Anhebung der Ist-Löhne und -Gehälter kann durch Betriebsvereinbarung eine Verteilungsoption mit einer Ist-Erhöhung von mindestens 2,5% plus 0,5% der Lohnsumme zur individuellen Verteilung vorgesehen werden. Die Zulagen wurden um 2,0% erhöht. Die Reiseaufwandsentschädigungen steigen um 1,6%, die kollektivvertragliche Lehrlingsentschädigung um 2,7%.
Der Kollektivvertrag tritt mit 1. Mai 2007 in Kraft. Seine Gültigkeitsdauer beträgt 12 Monate.
Für Rückfragen:
Dr. Albert Hochleitner, Obmann des FEEI
Tel: 051707 20000
Dr. Lothar Roitner, Geschäftsführer des FEEI
Tel: 01/588 39-12
E-Mail: roitner@feei.at
Knapp 60% der F&E-Ausgaben und 60% der F&E-Beschäftigten sind den beiden größten heimischen Industriebranchen, der Maschinen & Metallwaren Industrie (MMI) bzw. der Elektro- und Elektronikindustrie (EEI), zuzurechnen. In den vergangenen drei Jahren haben durchschnittlich 80% der Unternehmen der beiden Branchen innovative Produkte auf den Markt gebracht oder merklich verbesserte Prozesse eingeführt. Die Unternehmen erzeugen durch ihre Leistungen im Forschungs- und Innovationsbereich signifikante Effekte für die österreichische Volkswirtschaft und tragen damit wesentlich zu einer erfolgreichen Wirtschaftsentwicklung unseres Landes bei. Jeder neunte EUR, der in Österreich erwirtschaftet wird, ist den innovativen Unternehmen der MMI bzw. der EEI zu verdanken. Die rund 1.220 Unternehmen generieren direkt und indirekt 47,4 Mrd. EUR der Produktion und sie tragen analog dazu 20,7 Mrd. EUR zur heimischen Wertschöpfung bei. Das sind die erfreulichen Ergebnisse einer vom Industriewissenschaftlichen Institut (IWI) durchgeführten Studie zum Thema „Forschung – Technologie – Innovation“, die die beiden Fachverbandsobmänner Albert Hochleitner (FEEI) und Clemens Malina-Altzinger (FMMI) heute im Rahmen eines Pressegesprächs vorstellten. Doch es gibt auch eine Kehrseite der Medaille, wie Albert Hochleitner anlässlich der Präsentation ausführte: „Die Studie zeigt uns deutlich, dass die Forschungstätigkeit der Unternehmen durch zu hohe Innovationskosten, das komplexe Fördersystem und zu geringe Beiträge der öffentlichen Hand zur F&E-Risikoabdeckung erschwert wird.“ Clemens Malina-Altzinger ergänzte weiters, dass rund 60% der befragten Unternehmen den Mangel an qualifiziertem Personal als Barriere für erfolgreiche FTI angeben würden. Umso wichtiger sei es, dass die Bemühungen im Bereich Forschung, Technologie und Innovation entsprechend vorangetrieben werden, um die Attraktivität des Standortes Österreich weiter zu erhöhen.
Unternehmen sehen Handlungsbedarf bei der Effizienz des Fördersystems
Innovation bedeutet „Forschung nah am Markt“. Um ihre Innovationskraft auch entsprechend in Innovationsleistungen umsetzen zu können, gilt es für die Unternehmen die Planungs- und Investitionssicherheit sicherzustellen. Über 50% der befragten Unternehmen bemängeln jedoch die Unübersichtlichkeit des F&E-Fördersystems in Österreich. Vor allem für Klein- und Mittelunternehmen, deren Personalressourcen im Bereich Forschung und Entwicklung begrenzt sind, muss daher die Komplexität des Fördersystems entscheidend reduziert werden. Konkret fordern die Branchenvertreter daher eine Reduktion des administrativen Aufwandes für die Unternehmen und die Verbesserung der Übersichtlichkeit. Damit solle nach Meinung von Hochleitner und Malina nicht nur die Attraktivität des Fördersystems an sich, sondern auch die Möglichkeit einer Inanspruchnahme durch die Unternehmen verbessert werden.
Anhebung der F&E-Quote darf nicht auf dem Rücken der Wirtschaft ausgetragen werden
Laut Lissabon Agenda ist es Österreichs Ziel bis ins Jahr 2010 die F&E-Quote auf 3% des BIP zu erhöhen. Das wären nach derzeitigen Hochrechnungen Ausgaben von rund 9 Mrd. EUR. Dass die heimischen Unternehmen bereits jetzt einen großen Anteil der F&E-Finanzierung tragen, zeigen die von Statistik Austria[1] veröffentlichten Ergebnisse. Von der heimischen Wirtschaft werden im Jahr 2006 geschätzte 2,86 Mrd. EUR, das sind 45,8% der gesamten F&E- Mittel, aufgebracht. Weitere 1,06 Mrd. EUR (17,0 %) kommen vom Ausland (zusammen 62,8 %). Die öffentliche Hand steuert 36,9% bei (Bund 1,92 Mrd. EUR, Bundesländer 332 Mio. EUR). „Um im Jahr 2010 die angestrebte F&E-Quote zu erreichen, ist ab 2007 eine jährliche Steigerung der F&E-Ausgaben von durchschnittlich 10% erforderlich. Rechnen wir die derzeitigen Ausgaben auf das Jahr 2010 hoch, so lägen die F&E-Ausgaben der Wirtschaft dann bei rund 4 Mrd. EUR, zusammen mit dem Ausland bei knapp 5,8 Mrd. EUR. Die öffentliche Hand käme auf 3,1 Mrd. EUR. Eine unbegrenzte Belastung des risikobehafteten F&E-Eigenkapitals ist jedoch für die österreichische Industrie nicht finanzierbar. In unseren Augen muss es vielmehr eine Aufstockung der wirtschaftsbezogenen Forschungsförderung geben, um auch die weniger kapitalkräftigen KMU nicht in ihrer Innovationstätigkeit einzuschränken“, appelliert FEEI-Obmann Hochleitner in Richtung einer neuen Bundesregierung.
Mangel an qualifiziertem Personal und „ForscherInnen-Brain drain“ gefährden FTI-Leistungen
Knapp 90% der befragten Unternehmen nennen die Verfügbarkeit qualifizierter und innovativer Arbeitskräfte als wichtigen Einflussfaktor für die FTI-Tätigkeiten, für rund 60% der Unternehmen stellt der Mangel an Fachpersonal am Arbeitsmarkt eine wichtige FTI-Barriere dar. Die Unternehmen suchen technischen Nachwuchs – egal ob FacharbeiterInnen, HTL-AbsolventInnen, FH-AbsolventInnen oder DiplomingenieurInnen. „Das Ziel muss daher lauten, diesem Trend, immer weniger technische Ausbildungen zu wählen, entgegen zu wirken.“ Die Maschinen & Metallwaren Industrie hat z.B. im Frühsommer 2006 eine umfangreiche Image- und Informationskampagne gestartet. Argumente wie moderne Arbeitsumfelder, gute Karrierechancen und sichere Arbeitsplätze sollen mehr junge Menschen für eine technische Ausbildung überzeugen. Um die Innovationskraft der Unternehmen langfristig zu erhalten und in Anbetracht dessen, dass es im Jahr 2020 rund 20% weniger 15-jährige geben wird, ist es höchste Zeit, dass entsprechende Maßnahmen im Bildungssektor gesetzt werden“, erklärte FMMI-Obmann Clemens Malina-Altzinger.
Infrastrukturausbau und flexible Rahmenbedingungen
Einig waren sich die beiden Fachverbandsobmänner darüber, dass der Erfolg Österreichs als Innovationsstandort in unmittelbarem Zusammenhang mit der Verfügbarkeit von Infrastruktur in den Bereichen Verkehr, IKT und Energie steht. Auch die Unternehmen bestätigen, dass die ausgezeichnete Exportleistung nur durch die entsprechende infrastrukturelle Anbindung an die internationalen Märkte gewährleistet werden kann. Sie sichert den Betrieben die internationale Wettbewerbsfähigkeit und erhöht zugleich die Attraktivität des Industriestandortes um ein Vielfaches. Ebenso entscheidend sei laut Hochleitner auch die Gestaltung der arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen. Hier gelte es die Flexibilisierung der Arbeitszeit entsprechend zu forcieren, wobei das Ziel für die Unternehmen Kostenoptimierung und für die Beschäftigten Wohlfahrtsoptimierung heißen müsse.
Volkswirtschaftliche Effekte erfolgreicher F&E-Tätigkeit
Die Leistungen der Unternehmen der Maschinen & Metallwaren Industrie bzw. Elektro- und Elektronikindustrie stellen eine wichtige Basis für die erfolgreiche Entwicklung anderer Sektoren, wie zum Beispiel Dienstleistungen, dar. Erfolgreiche F&E-Tätigkeit leistet hier einen wichtigen Beitrag, denn sie ist der entscheidende Schrittmacher für die Innovationskraft der Unternehmen und damit auch für Wachstum und Beschäftigung. „Laut IWI-Studie ist jeder neunte EUR, der in Österreich erwirtschaftet wird, den innovativen Unternehmen der MMI bzw. der EEI zu verdanken. Die rund 1.220 Unternehmen generieren direkt und indirekt 47,4 Mrd. EUR der gesamtwirtschaftlichen Produktion und sie tragen analog dazu 20,7 Mrd. EUR zur heimischen Wertschöpfung bei. Mit jedem Beschäftigten in der MMI oder der EEI werden bis zu eineinhalb zusätzliche Arbeitsplätze in der Zulieferindustrie und vor allem im Dienstleistungsbereich geschaffen“, betont Studienautor und IWI-Chef, Dr. Herwig W. Schneider. In Summe sichern die innovativen Unternehmen der MMI und EEI gesamtwirtschaftlich bis zu 327.000 Arbeitsplätze. Das sind 7,9% aller Beschäftigungsverhältnisse in Österreich.
Der FEEI vertritt in Österreich die Interessen von rund 300 Unternehmen mit ca. 57.000 Beschäftigten und einem Produktionswert von mehr als 10 Milliarden EUR (Stand 2005). Gemeinsam mit seinen Netzwerkpartnern – dazu gehören u. a. die Fachhochschule Technikum Wien, das Forum Mobilkommunikation (FMK), das Umweltforum Haushalt (UFH), das Umweltforum Starterbatterien (UFS), der Verband Alternativer Telekom-Netzbetreiber (VAT) und der Verband der Bahnindustrie (VBI) – ist es das oberste Ziel des FEEI, die Position der österreichischen Elektro- und Elektronikindustrie im weltweit geführten Standortwettbewerb zu stärken.
Der FMMI ist die Vertretung aller Unternehmen aus den Industriezweigen Maschinen-, Anlagen-, Stahlbau und Metallwaren. Diese Branchengruppe stellt mit über 1.600 Unternehmen, etwa 110.000 Beschäftigten und einem Produktionswert von rund 22 Mrd. EUR (2005) das Rückgrat der industriellen Beschäftigung in Österreich dar. Oberstes Ziel des FMMI ist die Mitwirkung an der Gestaltung von maßgeblichen rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, um den erfolgreichen Fortbestand der Unternehmen der Maschinen & Metallwaren Industrie im internationalen Wettbewerb zu sichern.
Das Jahr 2005 brachte erneut eine positive Entwicklung für die österreichische Elektro- und Elektronikindustrie. Trotz der eher schwachen Konjunktur im Euro-Raum verzeichnete die EEI einen Anstieg des Produktionswertes um 3,5% auf 10 Mrd. EUR. Impulsgeber für das Wachstum waren einmal mehr die Exporte, die um 3,8% ausgeweitet werden konnten. Die Beschäftigtensituation blieb stabil und pendelte sich mit 57.000 ArbeitnehmerInnen auf dem Niveau von 2004 ein. „Die Elektro- und Elektronikindustrie konnte sich im vergangenen Jahr in einem schwierigen Umfeld gut behaupten. Wir sind mit dem Ergebnis insgesamt sehr zufrieden. Nahezu alle Bereiche verzeichneten deutliche Zuwächse. Wermutstropfen sind jedoch die erneute Schließung von Produktionsstätten bzw. der anhaltende Preisverfall, der der gesamten Branche schwer zu schaffen macht", zog FEEI-Obmann Albert Hochleitner anlässlich der Präsentation der Jahresergebnisse 2005 Bilanz. „Auch ein Blick in die Zukunft lässt auf eine weiterhin erfolgreiche Branchenentwicklung schließen. Die Elektro- und Elektronikindustrie profitiert wie die gesamte Industrie von der positiven Konjunktur und hat sich in den ersten drei Monaten dieses Jahres gut entwickelt. Sollte sich die allgemeine wirtschaftliche Lage weiter stabilisieren, wird es ein gutes Jahr", so Hochleitner zur aktuellen Branchensituation.
Sinkende Erträge können nur durch Produktivitätssteigerungen abgefedert werden
Trotz der positiven Ergebnisse kämpfte die Elektro- und Elektronikindustrie massiv mit den Auswirkungen von hohen Energie- bzw. Rohstoffpreisen, einem anhaltenden Preisverfall sowie steigenden Arbeitskosten. „Die Ertragslage der Unternehmen ist seit Jahren kritisch. „Der kumulierte Preisrückgang seit 2000 liegt inzwischen bei -20,4%. Unternehmen mit Auslandstöchtern können die Situation aufgrund kostengünstiger Produktion teilweise leichter verkraften, heimische Betriebe müssen deutlich mehr Produktivitätssteigerungen erzielen, um die negativen Auswirkungen der Preisentwicklung abzufedern. Aus diesem Grund sehen wir auch die Grundhaltung der Gewerkschaften problematisch, für KV-Verhandlungen die Höhe der Inflationsrate und eine Abgeltung der Produktivitätssteigerung als Verhandlungsbasis heranzuziehen. Die enge Verknüpfung dieser Parameter mit der Erhöhung der KV-Abschlüsse stellt für die Unternehmen auf lange Sicht eine zu große Kostenbelastung dar, die schlussendlich ihre Wettbewerbsfähigkeit und damit auch die Arbeitsplätze in der EEI gefährden würde", übte der FEEI-Obmann im Rahmen des Pressegesprächs Kritik an den Gewerkschaften und ergänzte, dass es vielmehr an der Zeit sei, sich von alten Schemen zu befreien und einer modernen Lohnpolitik zuzuwenden. Mit dem 2004 in Kraft getretenen Einheitlichen Entgeltschema stünde schließlich ein Tool zur Verfügung, dass alle Möglichkeiten für eine flexible und leistungsorientierte Entlohnung biete.
Elektro- und Elektronikindustrie startet Pilotprojekte bei Arbeitszeitflexibilisierung
Ein bedeutender Schritt konnte im Rahmen der diesjährigen KV-Verhandlungen beim äußerst wichtigen Thema Arbeitszeitflexibilisierung gesetzt werden. Als erste Industrie-Branche überhaupt einigte sich die Elektro- und Elektronikindustrie mit den Gewerkschaften auf die Durchführung von Pilotversuchen, in deren Rahmen mögliche Flexibilisierungs-Modelle in einem unternehmerischen Umfeld simuliert werden sollen. Über die Sommermonate werden nunmehr konkrete Rahmenbedingungen mit teilnehmenden Unternehmen definiert. Weitere Schritte folgen dann im Herbst 2006. „Mit dieser einmaligen Maßnahme stellen wir uns der Herausforderung, wie wir durch eine erhöhte Arbeitszeitflexibilität Einfluss auf die Arbeitskosten und damit auch auf die Gesamtproduktionskosten nehmen können. Wir müssen hier die Rahmenbedingungen der österreichischen Industrie so gestalten, dass ihre Wettbewerbsfähigkeit gestärkt wird. Daher sehen wir einen dringenden Handlungsbedarf das Thema Arbeitszeitflexibilisierung in einer neuen Legislaturperiode mit der entsprechenden Priorität zu behandeln", forderte Hochleitner.
Infrastruktur: FEEI forciert Aktivitäten im Bereich IKT sowie Forschung & Entwicklung
Eine besonders bedeutende Rolle kommt der Elektro- und Elektronikindustrie auch bei der Modernisierung und Weiterentwicklung verschiedenster Infrastruktur-Bereiche zu. Dabei nimmt die Branche aufgrund ihrer „Nutzer-Produzenten"-Doppelrolle einen Sonderstatus unter den Industriezweigen ein: Als „Nutzer" ist sie, wie jeder Wirtschaftszweig, auf das Vorhandensein und die Nutzungsmöglichkeit der entsprechenden Einrichtungen vor Ort angewiesen. Als exportorientierte Industrie benötigt sie darüber hinaus die infrastrukturelle Anbindung an die internationalen Märkte. Zugleich ist die Elektro- und Elektronikindustrie aber auch der bedeutendste Produzent von Infrastruktur in den Bereichen Verkehr, Energie und Informations- und Kommunikationstechnologien und setzt starke Akzente bei Forschung & Entwicklung. Speziell in den beiden letztgenannten Bereichen wird der Fachverband ab Herbst 2006 verstärkt Beratungs- und Servicedienstleistungen für die Mitgliedsunternehmen anbieten.
FEEI: Keine Umsetzung des IKT-Masterplans ohne offiziellen IKT-Beauftragten
Die vielfältigen Initiativen rund um den IKT-Masterplan erfordern aus Sicht des FEEI eine Bündelung der Interessen der IKT-Wirtschaft. „Innerhalb des FEEI und seiner mittlerweile 18 Partnerorganisationen sind alle Unternehmen der Informations- und Kommunikationstechnikbranche in Österreich (Betreiber und Industrie) unter einem Dach vereint. Im Rahmen der IKT-Plattform wollen wir uns noch intensiver und effizienter mit den laufenden Aktivitäten am IKT-Sektor auseinandersetzen bzw. maßgeblich bei der Ausgestaltung von Rahmenbedingungen und Umsetzungsmaßnahmen mitwirken", erklärt FEEI-Geschäftsführer Lothar Roitner die Beweggründe für die neue Initiative und ergänzt, dass man als erstes an eine neue Bundesregierung die Forderung für einen offiziellen IKT-Beauftragten herantragen werde, ohne den eine Umsetzung des IKT-Masterplans nicht möglich sei.
FEEI: Studie zum Thema Forschung, Technologie und Innovation (FTI)
43% der gesamten F&E-Ausgaben der österreichischen Industrie werden von der Elektro- und Elektronikindustrie getätigt. Doch nach wie vor sind die F&E-Rahmenbedingungen speziell für Klein- und Mittelunternehmen sehr schwierig und unübersichtlich. Eine kürzlich in Auftrag gegebene Studie soll daher mehr Aufschluss über aktuelle Problemfelder der Branche in diesem Segment geben und neue Ansätze für eine Optimierung der Forschungslandschaft für die österreichische Industrie ermöglichen. Die Ergebnisse werden im Herbst 2006 vorliegen.
Wirtschaftliche Lage der Elektro- und Elektronikindustrie im Jahr 2005 im Detail:
Die Detailergebnisse 2005 zeigen, dass die Hersteller von Komponenten und Teilen für die Automobilindustrie mit einem Plus von 24,1% die kräftigsten Zuwächse im Jahr 2005 verzeichneten. Aber auch die Produzenten von Motoren, Generatoren und Transformatoren verbesserten ihr gutes Vorjahresergebnis nochmals um +9,2%. Mit einem Anteil von 15,8% an der gesamten Produktion der Branche hat sich dieser Bereich nunmehr zum größten innerhalb der Elektro- und Elektronikindustrie entwickelt und die Bauelemente-Sparte auf Platz zwei verdrängt. Diese hatte im Gegensatz zu vielen anderen mit einem Produktionsrückgang von -2,8% zu kämpfen. Einerseits litten hier einige Produktsegmente unter einer konjunkturbedingten schwachen Nachfrage. Andererseits resultiert das Minus aus einer Verlagerung von Produktion auf Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten. Diese Entwicklungsarbeiten für ausländische Standorte wurden im Jahr 2005 stark ausgeweitet, schlugen sich jedoch nicht in der materiellen, abgesetzten Produktion nieder.
Exporte konnten neuerlich ausgeweitet werden
Einer der Wachstumstreiber für das positive Branchenergebnis waren auch 2005 die Exporte. Der Anteil der EEI an den Gesamtausfuhren Österreichs betrug im vergangenen Jahr 11,2%. Das Exportvolumen (Exportanteil der Produktion, gemessen am Umsatz) belief sich auf rund 7,0 Mrd. EUR, das bedeutet, dass rund 70% der Güter ins Ausland gingen. Bedeutendster Exportmarkt ist nach wie vor mit 71% Anteil (+2,2% gegenüber 2004) der EU-25-Raum. Hier konnten vor allem die Ausfuhren nach Deutschland, mit 32,3% Anteil der größte Exportmarkt, um 3,8% gesteigert werden. Seit der Osterweiterung bietet die Lage Österreichs inmitten des EU-Raumes für die österreichische Elektro- und Elektronikindustrie besondere Exportchancen. Insgesamt konnte das Exportvolumen der Branche in mittel- und osteuropäische Länder (24,4 % Exportanteil an den Gesamtausfuhren) in den letzten Jahren kräftig ausgeweitet werden, wie einige Beispiele zeigen: Polen (+ 50,9 %), Rumänien (+ 24,0 %), Bulgarien (+17,7 %). In Summe wurden 2005 Elektrotechnik- und Elektronikprodukte im Wert von 2,57 Milliarden Euro in den MOEL-Raum exportiert.
Erstmals auch wieder Anstieg bei Beschäftigten
Der Strukturwandel innerhalb der Branche setzt sich weiter fort. Beschäftigungszuwächse gab es im Angestelltensektor, wo die Zahl der Mitarbeiter um knapp 1% ausgebaut werden konnte. Hingegen ist die Zahl der Arbeiter in der EEI im vergangenen Jahr um 3,5% gesunken. Insgesamt betrug der Beschäftigtenstand mit Jahresende 56.448 Personen, das bedeutete einen leichten Rückgang von 1,5%. Mittlerweile hat sich die Lage stabilisiert und mit 57.000 ArbeitnehmerInnen ist die Elektro- und Elektronikindustrie wieder auf dem Niveau von 2004.
Ausblick 2006
Die derzeitigen Wirtschaftsprognosen sprechen von einem BIP-Wachstum von 2,6 % für das Jahr 2006, das ist das höchste Wachstum seit 2000. Exporte und Investitionen werden die Konjunktur beleben. Der Aufwärtstrend des privaten Konsums bleibt verhalten. Insgesamt rechnen die Experten zum derzeitigen Zeitpunkt mit einem BIP-Wachstum der Konjunktur von rund 2,6% das ist das höchste Wachstum seit 2000. Die Elektro- und Elektronikindustrie profitiert – wie viele andere Branchen - von diesem positiven Umfeld und hat sich in den ersten drei Monaten gut entwickelt. Laut einer internen Konjunkturumfrage schätzen die Unternehmen die Entwicklung im ersten Halbjahr noch besser ein als 2005. Auftragsbücher, Produktion und Umsätze zeigen eine steigende Tendenz. Bei den Beschäftigten wird mit einer weiterhin anhaltenden stabilen Situation gerechnet.
Der FEEI vertritt in Österreich die Interessen von rund 300 Unternehmen mit ca. 57.000 Beschäftigten und einem Produktionswert von mehr als 10 Milliarden Euro (Stand 2005). Gemeinsam mit seinen Netzwerkpartnern – dazu gehören u. a. die Fachhochschule Technikum Wien, das Forum Mobilkommunikation (FMK), das Umweltforum Haushalt (UFH), das Umweltforum Starterbatterien (UFS), der Verband Alternativer Telekom-Netzbetreiber (VAT) und der Verband der Bahnindustrie (VBI) – ist es das oberstes Ziel des FEEI, die Position der österreichischen Elektro- und Elektronikindustrie im weltweit geführten Standortwettbewerb zu stärken.
Der FEEI , die Gewerkschaft Metall - Textil und die Gewerkschaft der Privatangestellten informierten am 23. Dezember 2005 im Rahmen einer Presseaussendung über den erfolgreichen Abschluß der Verhandlungen zum einheitlichen Dienstreiserecht. Nachfolgend lesen Sie die Presseaussendung im Originalwortlaut:
Schon im Mai 2004 einigten sich der Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI) und die Gewerkschaften Metall – Textil (GMT) sowie die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) auf das einheitliche Entlohnungssystem. Im Dezember 2005 gelang die Vereinbarung zu einem einheitlichen Dienstreiserechts (EDR) für die ArbeiterInnen und Angestellten in der Elektro- und Elektronikindustrie. Die Elektro- und Elektronikindustrie ist damit die erste Branche der Industrie, in der ein einheitliches Dienstreiserecht geschaffen werden konnte.
Wesentlicher Bestandteil des neuen einheitlichen Dienstreiserechts, das am 1. Mai 2006 in Kraft tritt, ist die Angleichung der Tag- und Nächtigungsgelder für ArbeiterInnen und Angestellte. Die bisherigen unterschiedlichen Bestimmungen werden im neuen einheitlichen Dienstreiserecht harmonisiert. Dienstreisen von ArbeiterInnen und Angestellten werden in Zukunft im selben Ausmaß abgegolten. Außerdem erfolgt eine Vereinheitlichung der Bestimmungen von Inlands- und Auslandsreisen. Das einheitliche Dienstreiserecht trägt damit auch der weiter zunehmenden Internationalisierung der Branche Rechnung. Für den Umstieg von den bisherigen Regelungen auf das neue einheitliche Dienstreiserecht wurde ein gleitender Übergang mit Übergangsfristen vereinbart.
Für FEEI-Obmann Dipl. Ing. Albert Hochleitner ist der erfolgreiche Abschluss der Verhandlungen „ein weiterer bedeutender Schritt in Richtung vollständiger Harmonisierung der Kollektivverträge von ArbeiterInnen und Angestellten. Die Elektro- und Elektronikindustrie ist wie keine zweite vom rasanten Strukturwandel geprägt. Umso dringender benötigen wir moderne kollektivvertragliche und arbeitsrechtliche Rahmenbedingungen, die die Konkurrenzfähigkeit der Betriebe unterstützen Das EDR leistet dazu einen wichtigen Beitrag, da die Vereinheitlichung eine starke inhaltliche Vereinfachung der rechtlichen Bestimmungen bedeutet, die mit merklich weniger administrativem Aufwand für die Unternehmen verbunden sein wird“.
Der Vorsitzende der Gewerkschaft Metall – Textil Rudolf Nürnberger und Karl Proyer, stellvertretender Bundesgeschäftsführer der Gewerkschaft Privatangestellten zum erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen: „Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt in der Vereinheitlichung der arbeitsrechtlichen Standards der Arbeiterinnen, Arbeiter und Angestellten. Das neue einheitliche Dienstreiserecht besitzt Vorbildcharakter und ist eine richtungsweisende Einigung. Auch in diesem wichtigen Punkt bewiesen die Sozialpartner ihre Handlungsfähigkeit“.
Für Rückfragen:
FEEI:
Dr. Bernhard Gruber und Dr. Peter Winkelmayer
Tel.: 01/58839-56 (Dr. Gruber) und 01/588 39-55 (Dr. Winkelmayer)
Mail: gruber@feei.at und winkelmayer@feei.at
GPA
Martin Panholzer, GPA-Presse
Tel.: 0676-817-111-511
Mail: martin.panholzer@gpa.at
GMT:
Elisabeth Hirt, GMT-Presse
Tel.: 0664-61 45 818
Mail: Elisabeth.hirt@metaller.at
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