Mit Reclay UFH kommt endlich frischer Wind in den österreichischen Markt für Verpackungsentsorgung. Eigentümer des Unternehmens sind die international agierende Reclay Group und das UFH, führender Anbieter bei der Sammlung und Verwertung von Elektroaltgeräten in Österreich. Als alternatives Sammel- und Verwertungssystem für gewerblich anfallende Verpackungen hat sich Reclay UFH in kurzer Zeit etabliert und bereitet sich intensiv auf die Marktöffnung im Bereich der Entsorgung von Haushaltsverpackungen vor. „Österreich ist im Rahmen unserer Internationalisierungsstrategie ein attraktiver Standort mit Wachstumspotential, nicht zuletzt aufgrund der bevorstehenden Liberalisierung der Entsorgung von Haushaltsverpackungen im Jahr 2014“, erklärt Raffael A. Fruscio, Gesellschafter der Reclay Group, das Engagement im österreichischen Markt.
Für das UFH bieten sich durch die Kooperation erweiterte Angebotsmöglichkeiten. „Wir sind froh, mit der Reclay Group einen starken Partner gewonnen zu haben, der uns bei der Weiterentwicklung unseres Portfolios unterstützt. Wir erleben eine wachsende Nachfrage von Kunden nach Gesamtlösungen, die sowohl Elektroaltgeräte als auch Verpackungen beinhalten, und das immer öfter länderübergreifend“, begrüßt Thomas Faast, Geschäftsführer der UFH Holding GmbH, die Zusammenarbeit.
Reclay UFH klagt gegen ARA-Tarifstrukturen und hinterfragt Millionenüberschüsse
Allerdings gestaltet sich die Marktöffnung aufgrund der Vormachtstellung der Altstoff Recycling Austria (ARA) als Monopolist im Haushaltsbereich überaus schwierig. „Obwohl die ARA öffentlich verkündet, gar kein Monopolist mehr sein zu wollen, versucht sie mit allen Mitteln, genau diese Position zu verteidigen. Weder verunsichernde Briefe an unsere Kunden noch eine diskriminierende Preispolitik sind Zeichen eines fairen Wettbewerbs“, prangert Raffael A. Fruscio die Methoden des Monopolisten an. Reclay UFH hat gegen diese Praktiken Klage erhoben. Die neue Tarifstruktur der ARA, die Nicht-ARA-Kunden benachteiligt hätte, zog die ARA auf Empfehlung des Umweltministeriums bereits zurück und das Ministerium hat eine detaillierte Prüfung der Tarife angekündigt. Sogar im europäischen Zusammenhang wird gegen die ARA ermittelt: Die EU-Kommission hat im Juli 2011 ein Wettbewerbsverfahren gegen die ARA eingeleitet, das prüft, ob der Monopolist die Mitbewerber hindert in den Markt einzutreten.
Darüber hinaus fragt man sich bei Reclay UFH, wozu die ARA als non-profit geführtes Unternehmen in den letzten Jahren Überschüsse – lt. aktuellem Jahresabschluss 2011 – in Höhe von 73,9 Millionen Euro angehäuft hat. „Dieses Geld sollte unserer Meinung nach den Kunden, sprich der Wirtschaft, zugute kommen. Kunden könnten im Fall einer Refundierung mit der Rückerstattung von ca. 50% des Jahreslizenzentgelts rechnen“, stellt Fruscio fest. „Diese Rückzahlung könnte sich aber vermindern, da der ARA wegen der angehäuften Überschüsse Steuernachzahlungen in Höhe von 12,5 Millionen Euro
drohen. „In jedem Fall sollte die ARA die Karten auf den Tisch legen, was sie mit diesem Geld der Kunden zu tun gedenkt“, so Fruscio weiter.
Reclay UFH bereitet sich auf Marktöffnung vor und prüft Kaufangebot an ARA
Dass die Kunden vom geöffneten Markt profitieren ist unumstritten: Die Lizenzgebühren für die Entsorgung von Gewerbeverpackungen sind in den letzten 18 Monaten um bis zu 44% gefallen. Die Liberalisierung des Marktes im Bereich der Haushaltsverpackungen in eineinhalb Jahren wird den Wirtschaftsunternehmen ebenfalls Kostenvorteile bringen. Trotz aller widrigen Umstände bereitet sich Reclay UFH daher weiterhin intensiv darauf vor, die Genehmigung als Sammel- und Verwertungssystem für Haushaltsverpackungen zu erlangen. „Sollten wir aber absehen können, dass die Rahmenbedingungen unseren Markteintritt verzögern oder wesentlich behindern, prüfen wir auch ernsthaft, den Eigentümern der ARA ein Kaufangebot zu machen, um unsere auf internationale Kunden ausgerichtete Unternehmensstrategie umsetzen zu können“, so Fruscio abschließend.
Über Reclay UFH
Reclay UFH führt das Systemgeschäft von Reclay im Bereich der Verpackungsentsorgung in Österreich durch. Als Basis für die langfristig angelegte Zusammenarbeit hat die Reclay Group im Jahr 2010 die Anteilsmehrheit an der Gesellschaft von der UFH Holding übernommen.
Reclay UFH positioniert sich als qualitätsorientiertes, alternatives System im österreichischen Markt und kann dabei auf die langjährige Erfahrung des UFH in diesem Bereich zurückgreifen.
Geschäftsführer von Reclay UFH sind Mag. Walter Tanzer und Dr. Christian Keri. Tanzer war langjährig als Unternehmensberater im Bereich Abfallwirtschaft tätig und verantwortet die Bereiche Finanz, Marketing und Vertrieb; Keri war zuletzt als stellvertretender Abteilungsleiter der Abteilung Abfalllogistik, Vermeidung und produktbezogene Abfallwirtschaft im österreichischen Umweltministerium beschäftigt und verantwortet die Bereiche Recht und Entsorgung und ist für den Aufbau des Systems für Haushaltsverpackungen zuständig.
Über die Reclay Group
Die Reclay Group ist eine Unternehmensgruppe im Bereich des Umwelt- und Entsorgungsmanagements. Mit ihren spezialisierten Tochterunternehmen bietet sie einen umfassenden Service für effiziente und rechtssichere Verpackungsentsorgung und verwertung sowie Sustainable Management. In der von den Hauptgesellschaftern Martin Schürmann und Raffael A. Fruscio geführten Reclay Group sind an den Standorten Köln, Herborn, Wien und Rotkreuz/Schweiz 165 Mitarbeiter beschäftigt. Die Reclay Group betreut aktuell über 400 Unternehmen aus Industrie und Handel und wächst stetig weiter. Im Geschäftsjahr 2011 erzielte die Reclay Group einen Umsatz von rund 148 Millionen Euro.
Über das UFH
Die UFH Holding GmbH, der auch die UFH RE-cycling GmbH mit der Kühlgeräte-Recyclinganlage im niederösterreichischen Kematen/Ybbs angehört, hat ihren Sitz in Wien. Unter ihrem Dach sind auch die UFH Elektroaltgeräte Systembetreiber GmbH und die UFH Altlampen Systembetreiber GmbH als österreichische Marktführer bei der Sammlung und Verwertung von Elektroaltgeräten tätig. Das UFH erzielte 2011 (ohne UFH RE-cycling GmbH) mit 13 MitarbeiterInnen einen Umsatz von rund 6 Millionen Euro und betreute ca. 630 Kunden. Ferner ist das UFH an der Reclay UFH GmbH beteiligt, die seit 2010 auch im Bereich gewerblicher Verpackungen für mehr Wettbewerb sorgt. Das UFH ist ein Netzwerkpartner des FEEI - Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie.
Rückfragehinweis:
Mag. Walter Tanzer
Geschäftsführender Gesellschafter
Reclay UFH GmbH
Mariahilfer Straße 37-39, 1060 Wien
+43 1 994 99 69-30
+43 1 994 99 69-40
tanzer@reclay-group.com
www.reclay-group.com
Mag. Thomas Faast
Geschäftsführer
UFH Holding GmbH
Mariahilfer Straße 37-39, 1060 Wien
+43 1 588 39-44
+43 664 619 25 06
thomas.faast@ufh.at
www.ufh.at
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